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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
TechnoClassica Essen: die jährliche Großveranstaltung zum Saisonauftakt
Porsche 550 RS
 Porsche 550RS
Arnolt Bristol 1957
 Arnold Bristol de Luxe
Arnolt Veritas Meteor
 Veritas Meteor Stromlinie
Skoda 968 Motor
 Skoda 968, 1100cc DOHC Motor
Skoda 968 Motor
 Skoda 968, Heckausicht
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 Rover BRM Turbine
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 Fiat 600 Jolly
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Anfang April beginnt in Deutschland die Saison für Liebhaberfahrzeuge. Fast alle Saisonkennzeichen erlauben die Nutzung ab dem ersten April und das Wetter bessert sich auch langsam. Da kommt die TechnoClassica in Essen als erstes Ausflugsziel gerade recht. Diese Messe hat sich als die wichtigste Frühjahrsveranstaltung der Branche etabliert. In diesem Jahr verkündeten die Banner: "die weltgrößte Oldtimermesse". Auch wenn dieser Anspruch schwer zu überprüfen ist, so kamen wieder mehr Besucher nach Essen und die Zahl der verkauften Fahrzeuge war, trotz der Turbulenzen an den Börsen, höher als im Vorjahr.

Eine Veranstaltung wie die TechnoClassica ist immer schwer zu bewerten. Wie jedes Jahr dominierte die Präsentation der Hersteller und der großen Händler das Bild. DaimlerChrysler nutzt "100 Jahre Mercedes", um den Namensgeber von 1901 zu zeigen, dazu die übliche Reihe der Mercedes-Höhepunkte über ein Jahrhundert.

BMW zeigte eine bemerkenswerte Zusammenstellung von Alpina-Fahrzeugen. Wann hat man das letzte Mal einen BMW 2002tii Renntourenwagen in der legendären Orange-Schwarz-Lackierung gesehen, noch dazu neuwertig?

Opels Blickfang war, passend zum Motorrad-Jubiläum, die Stehermaschine und das Fahrrad, mit denen ein noch heute gültiger Rekord aufgestellt wurde. Dazu zeige man den Opel AeroGT, den wir auf der IAA 1969 als Blickfang und Stilstudie auf den Opelstand schon einmal gesehen haben.

Besonders erfreulich war der Auftritt von Ford. Auch in Köln hat man inzwischen erkannt, daß Geschichte ein gutes Vertriebsmittel ist. Neben den üblichen Fahrzeugen der Sportgeschichte, Capri und Escort, war eine ganz besondere Rarität zu sehen, eine Badewanne in der Turnierversion mit den hochgelegten Rückleuchten. Was heute ein gängiges Stilmittel ist, war in den frühen Sechzigern sehr gewagt und führte letztlich dazu, daß spätere P4-Turniere die Rückleuchten, wie die Limousine auch, konventionell auf den Kotflügelenden trugen.

Insgesamt war ein Trend zu erkennen: die Hersteller sammeln die Markenclubs zu einen gemeinsamen Auftritt, Audi hatte den RO80-Club, den Wankelspider Club, die DKWler und die Audis zusammengefaßt, Ford präsentierte sich geschlossen, BMW und Mercedes haben diese Entwicklung schon vor Jahren eingeleitet, Porsche hatte den Auftritt auch unter ein gemeinsames Dach zusammengeführt. Das ist eine positive Entwicklung, da die Markenclubs so deutlich mehr Beachtung erfahren.

Eine Sonderschau präsentierte Fahrzeuge des letzten Concourse D´Elegance in Pebble Beach.

Die Händler hatten wieder ein breites Angebot schöner und teilweise auch seltener Fahrzeuge. Es fiel auf, das die Zahl der angebotenen 300SL oder 600 deutlich geringer war als in den Jahren zuvor. Für den Besucher, der nicht gerade ein solches Fahrzeug kaufen wollte, war eher von Vorteil war, denn im Gegenzug war die Vielfalt größer. So hatte Marreyt Classics, Brüssel, einen Arnold Bristol de Luxe LHD von 1957 im Angebot. Das Fahrzeug baut auf den Bristol 404 auf und trägt eine Bertone Open Tourer Karosserie, die die damals aktuelle Rennsportmode auf die Straße brachte. Für das Fahrzeug im unrestaurierten Orginalzustand mit einem Vorbesitzer und einer Laufleistung von 25.000 Meilen wurden 62.000 Euro verlangt.

Letzlich sind es die kleinen Aussteller und Clubs, die die TechnoClassica erst zur einer wirklich besuchenswerten Veranstaltung machen. Wie üblich hatten der Borgward/Hansa/Goliath-Club mit einem perfekten Goliath-Dreirad-Transporter einen Höhepunkt der Messe. Ein kleines Museum aus Tschechien zeigte einen Skoda Typ 968 von 1957, ein Rennwagen aus der Zeit, als sich der Ostblock noch im internationalen Renngeschehen mit der Rest der Welt messen liess. Ein DOHC-Motor mit 1089 ccm und 67,7 PS bei 7700U/min, 5-Gang-Getriebe und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 226 km/h waren respektable Werte.

MG/Rover präsentierte den BRM-Rennwagen mit der Rover-Gasturbine, und ein FIAT 600 Jolly in pastell-rosa stahl dem daneben ausgestellten Ferrari 512 Testa Rossa die Schau.

Insgesamt, trotz wieder einmal gestiegenen Park- und Eintrittspreisen, ein gelungener Auftakt der Saison.



(Text: Dieter Rossbach)
(Fotos: Dieter Roßbach,Rainer Roßbach)

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