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Eifel-Klassik 2001, Nürburgring
15.10.2001
Eine Veranstaltung vom 5. bis zum 7. Oktober in der Eifel kann kein Zuschauermagnet sein: Zu ungewiss sind die Wetteraussichten und meistens ist es schon empfindlich kühl. So verloren sich denn in diesem Jahr auch wieder nur vereinzelte Zuschauer auf den Tribünen und das Fahrerlager war, wenn man es mit dem Zuspruch zum Oldtimer Grand Prix vergleicht, ziemlich leer. Das betrifft allerdings nur die Zahl der Zuschauer. Die Aktiven jedoch genossen sichtlich die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge im Renntempo um den Ring zu bewegen. Für den Besucher, der sich durch die Jahreszeit nicht abhalten liess, waren einige schöne Fahrzeuge zu sehen. Der Ex-Kling-Veritas-Meteor, der in diesem Jahr auf der Techno Classica zum Verkauf stand, drehte seine Runden. Dieser so untypisch aussehende Veritas hat eine Hebmüller-Stromlinienkarosserie und den Heinkel-6-Zylinder, der exklusiv für die Meßkircher Marke gebaut wurde. Interessant war auch ein Ex-Eugen-Böhringer Porsche-Eigenbau auf 356er-Basis. Dieser hatte bis 1964 an Rennen teilgenommen und wurde danach von seinem damaligen Besitzer umgebaut. Die Front mit den aerodynamisch gestalteten Scheinwerfern ist gut geraten. Das Heck, welches ursprünglich tropfenförmig ausgebildet war, wurde später mit 911-Rückleuchten versehen. Merkwürdigerweise waren an den Seiten die "Carrera"-Schriftzüge des 74er RS angebracht. (Der Eigentümer bezeichnete das Fahrzeug als "Lebenswerk" des Vorbesitzers. Aus Respekt vor dieser Arbeit soll der Wagen im jetzigen Zustand erhalten bleiben). Viele NSU gingen auf die Piste: TT und TTS in allen möglichen Umbaustufen, ein infernalisch klingender Renn-Wankelspider und die seltenen Thurner RS befanden in Gesellschaft von Prinz, 1000C und Ro 80. Ein Wartburg-Renntourenwagen, stilsicher mit Pneumant-Aufklebern versehen, und von einem Renndienst-Barkas der Renngemeinschaft VEB Autowerke Eisenach unterstützt, setzte eine besondere Zwei-Takt-Duftmarke. Kuriositäten wie ein Renn-Käfer umrundeten gemeinsam mit Renn-Minis, einem Panhard Coupé, Porsche 904, Abarth 1000 TCR sowie den notorischen Engländern den Kurs. Selten zu sehen auch ein Maserati 3500 GT im Renntrimm, das Diva-Coupé aus Grossbritannien und der Kellison J5 von 1958. Und wann hat man zuletzt einen Intermecchanica Italia gesehen? So ist die Eifel-Klassik denn nicht unbedingt die Veranstaltung, die man gesehen haben muss. Vor der langen Winterpause ist sie aber denoch einen Besuch wert.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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