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Aktualisiert am 03.09.2010
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Mercedes-Benz F400 Carving: Schräger Speedster

17.10.2001

Mercedes-Benz F400 Carving
 F400: Speedster-Konzept

Es ist wieder Showtime, die Tokyo Motor Show 2001 steht an und DaimlerChrysler zeigt ein gutes Gespür dafür, was gefragt ist. Während man auf der IAA mit dem Vaneo und dem neuen SL seriöse Serienfahrzeuge in den Mittelpunkt stellte, wird dem technikverliebten Japan eine Studie gezeigt, die dem Spieltrieb entgegenkommt.

Wie es sich für DaimlerChrysler gehört, steht natürlich auch hier die Innovation bei der Fahrsicherheit an erster Stelle. Das Fahrwerk des F400 Carving erlaubt, den Sturzwinkel der kurvenäußeren Räder um bis zu 20 Grad zu vergrößern. In Kombination mit neu entwickelten Reifen lassen sich bis zu 30% höhere Seitenführungskräfte übertragen, eine maximale Querbeschleunigung von 1,28g ist das Ergebnis. Wichtiger für den Alltagsbetrieb ist aber die Verringerung des Bremswegs: bis zu 5 Meter gegenüber dem gleichen Fahrzeug mit konventioneller Technik werden erreicht.

Dem Trend zu "Drive by Wire" muss natürlich auch Rechnung getragen werden. Also hat der F400 eine elektronische Lenkung, bei der die Drehbewegungen des Lenkrads an zwei Mikrocomputer übertragen werden, die ein elektrisches Lenkgetriebe steuern.

Eine neue Lichttechnik, bei der Xenonlampen unter der Motorhaube ihr Licht über Glasfaserleitungen zu den Scheinwerfern leiten, geben dem Designer große Freiheiten bei der Frontgestaltung. Die hohe Lichtausbeute und der geringe Platzbedarf gibt es gratis dazu.

Optisch präsentiert der der F400 Carving eine neue Version des Mercedes-eigenen Sportwagendesigns mit Rückgriffen auf die Formel 1, diesmal als Kombination der schon beim 500SLR gezeigten Pfeilnase mit dem rechteckigen Lufteinlass des W196 Monoposto von 1954/1955.

Leider wird auch das Vergnügen an diesem Fahrzeug den Entwicklern von DaimlerChrysler vorbehalten bleiben, Renault Spider, Lotus Elise und Opel Speedster werden keine Konkurrenz bekommen.

(Text: Dieter Roßbach )
(Fotos:DaimlerChrysler AG)

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