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Audi Avantissimo - Hochleistungskombi für die Luxusklasse
27.10.2001
Audi stellte auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 2001 Frankfurt die Konzeptstudie Avantissimo vor. Diese Studie ist mehr als ein formales Experiment: Sie vervollständigt vielmehr mit dem Schritt ins D-Segment das Avant-Konzept: Luxus und großzügiges Raumangebot für die Insassen, zukunftsweisendes Design mit High Tech. Der Avantissimo ist ein Entwurf, mit dem Audi die Möglichkeiten des Avant-Konzepts in der Luxusklasse erforscht und ist so ein Schritt in die Zukunft des Unternehmens. Der Antrieb Zu den besonderen Charakteristika des Avantissimo gehört seine Sportlichkeit. Unter der Haube der Studie befindet sich ein 4,2 Liter großer V8 mit Biturbo-Aufladung. Die beiden kleinen Lader mit Ladeluftkühlung bieten zusammen mit dem großen Hubvolumen des Achtzylinders einen standesgemäßen Antrieb. Die Leistung von mehr als 430 PS und sein Drehmoment von 600 Newtonmetern stellen einen Spitzenwert dar. Die Dosierung der Kraft übernimmt ein neues automatisches 6-Gang-Getriebe, dessen Fahrstufen der Fahrer per Schaltwippe am Lenkrad auch manuell wechseln kann. Die große Spreizung der zur Verfügung stehenden Übersetzung ermöglicht bei hohen Geschwindigkeiten ein niedriges Drehzahlniveau - die entscheidende Voraussetzung für guten akustischen Komfort und niedrigen Kraftstoffverbrauch. Der permanente Allradantrieb sorgt für die Bedingungen einer der Motorleistung angemessenen Fahrdynamik. Zusätzlich bietet der Allradantrieb aktive Sicherheit und die neueste Generation des Elektronischen Stabilitätsprogramms ESP hält einen hydraulischem Bremsassistent bereit. Das Fahrwerk Im Aluminium-Fahrwerk sorgt vorn eine Vierlenker-Achse für Lenkpräzision. Hinten besitzt der Audi eine Trapezlenker-Achse mit getrennter Feder-Dämpfer-Einheit. Die stufenlos geregelten Dämpfer der Luftfederung ermöglichen eine optimale Abstimmung von Komfort und Fahrdynamik. Und eine Niveauregulierung sorgt für die perfekte Balance von tiefem Schwerpunkt und Bodenfreiheit. Dabei lassen sich drei verschiedene Modi Automatik, Sport und Komfort über das MMI-Modul vorwählen. Bei der Automatik-Einstellung regelt die Elektronik abhängig von der Geschwindigkeit nicht nur die Federungs- und Dämpfungshärte, sondern auch die Bodenfreiheit der Karosserie. So lässt sich bei hohem Tempo sowohl der fahrdynamisch wichtige tiefe Schwerpunkt als auch eine deutlich bessere Aerodynamik realisieren. Werden die Fahrmodi manuell vorgewählt, sorgen elektronisch definierte Sicherheitsschwellen dafür, dass das Fahrzeug sich nicht in fahrdynamisch ungünstigen Konstellationen in zu hohen Geschwin-digkeiten bewegt. Ein Novum stellen auch die Pax-Räder des Avantissimo dar. Ihre Besonderheit liegt dabei nicht in dem riesigen Format von 255 x 740 x 560 (Felgen 245 x 560) und dem fast flächigen Design der Räder begründet. Ihr eigentliches Potenzial steckt vielmehr im Verborgenen: Räder und Reifen sind abspringsicher miteinander verankert. Dies sichert im Fall eines plötzlichen Druckverlusts nicht nur die Richtungsstabilität des Fahrzeugs. Die Pax-Konstruktion stellt auch die Mobilität sicher: Selbst mit drucklosem Reifen lässt sich noch eine Strecke von 200 Kilometern bei maximal 80 km/h zurücklegen. Zusätzliche Sicherheit bietet die im Reifen integrierte Luftdruckkontrolle. Bei abgestelltem Fahrzeug kommt die elektro-hydraulische Parkbremse zum Einsatz. Sie reagiert auf einfachen Tastendruck und öffnet automatisch beim Losfahren Das Exterieur Das Design des Avantissmo ist ein entwickelt das Audi-Erscheinungsbild in der automobilen Luxusklasse fort. Klare Proportionen, die gespannten Flächen und die hohe Gürtellinie mit angedeuteter Keilform sind die charakteristischen Elemente dieser Linie. Die Räder betonen den dynamischen Charakter des gesamten Entwurfs. Die Fahrzeugfront zeigt eine Neuinterpretation des Audi-Gesichts. Die breiten Klarglasscheinwerfer mit der sichtbaren Licht-Technik fassen die Frontpartie ein, unterstreichen ihre flache, nach hinten leicht ansteigende Silhouette. Ebenso typisch für die Audi-Front ist die klare Abgrenzung zwischen Kühlergrill und Kotflügel. Neu entwickelte Bi-Xenon-Doppelscheinwerfer hinter der Klarglasabdeckung akzentuieren die Frontpartie der Studie. Die Lichtquellen selbst befinden sich stets in der senkrechten Position. Die Reflektoren richten sich im Betrieb in die 45 Grad-Position auf und lenken so den oben gerichteten Lichtstrahl auf die Straße um. Sind die Scheinwerfer ausgeschaltet, schwenken die Reflektoren wieder in die Horizontal-Position zurück
Das Interieur Großzügig dimensioniert und mit edlen Materialien ausgestattet zeigt sich der Innenraum der Studie. Fahrer und drei Fahrgäste finden üppigen Raumkomfort in allen Bereichen rund um die vier breiten Einzelsitze. Ihre Gestaltung nimmt Anleihen bei Klassikern der modernen Wohnarchitektur: Die Rückseite der Sitze ist von einer sanft gewölbten Holzschale eingefaßt, deren Farbgebung zu der des Leders kontrastiert. Die hinteren Sitze lassen sich vergleichbar einem First-Class-Flugzeugsitz auch in eine entspannte Relax-Position bringen. Der gesamte Sitz ist dabei um bis zu 110 Millimeter längs verstellbar; die Lehne ist dann um 19 Grad flacher gegenüber der Ausgangsposition geneigt. Für jeden Insassen sind die Armlehnen individuell höheneinstellbar, und zwar sowohl in der Mittelkonsole als auch in der Türverkleidung. Eine integrierte Lordose- Massagevorrichtung in der Rückenlehne aller Sitze sorgt auch auf langen Distanzen für angenehme Entspannung der Rückenmuskulatur. Hochflorige Teppiche, helles Naturleder und dunkle Hölzer gestalten das Ambiente. Warme Farbtöne prägen dabei die Atmosphäre. Als großes Reisefahrzeug bietet der Avantissimo im hinteren Abteil Raum für Gepäck und Freizeitausrüstung. Für Komfort beim Beladen verfügt der Avantissimo über einen längs verschiebbaren Ladeboden.Funktionen wie das Öffnen und Schließen der Heckklappe sowie das Unterflur- Schubfach lassen sich einfach per Fernbedienung aktivieren.
Licht dient im Audi als Instrument des Design: Die großflächigen Glassegmente des Dachs sorgen für eine gleichmäßig hereinflutende Lichtfülle und bei starker Einstrahlung lässt sich der Transparenzgrad der Glasflächen stufenlos von jedem Passagier in seinem Bereich dimmen. Diese sogenannte Varilite-Technik kommt nicht nur in den verglasten Dachflächen und in der Heckklappe zum Einsatz, sondern auch im oberen Bereich der Windschutzscheibe, so dass sich der Fahrer vor unerwünschter Blendwirkung schützen kann. Bei Nacht sorgt eine indirekte Beleuchtung im Dach für eine gleichmäßige und blendfreie Lichtverteilung im Innenraum des Avantissimo. Weit geschwungene horizontale Linien ziehen sich vom flachen Armaturenträger um die Passagiere herum. Eine Linienführung, die für die
Passagiere eine perfekte Synthese aus räumlicher Großzügigkeit und Geborgenheit vermittelt. Die elektronischen Systeme Das Design der Mittelkonsole nimmt Abschied nimmt von der klassischen Vielknopf-Klaviatur, die über Jahrzehnte hinweg das Interieur des Automobils prägte. In der Studie Avantissimo präsentiert Audi die erste Umsetzung des neuen MMI-Bedienkonzepts. MMI steht für Multi Media Interface, eine neu definierte Schnittstelle zwischen dem Fahrer und der Kommunikations- und Informationselektronik seines Fahrzeugs. Bedienbar sind sämtliche Unterhaltungs- und Informationsmedien wie Radio und Audio-Anlage, das TV-System mit DVD-Spieler und auch Autotelefon, das Navigationssystem und der Internetzugang. Alle Haupt-funktionen sind dabei direkt per Tastendruck anwählbar. Die Auswahl innerhalb eines Menüs erfolgt über einen großen Drehschalter und die ihn umgebenden Drucktasten. Der Fahrer kann alle Funktionen einer immer gleichen Logik folgend handhaben. Die Informationsausgabe erfolgt auf einem Monitor oberhalb der Bedieneinheit, der im Blickfeld des Fahrers liegt. Zusätzlichen Funktionen bieten im Lenkrad integrierte Tip-Tasten, mit denen sich Audio-Anlage und Telefon bedienen lassen, ohne die Hände vom Steuer nehmen zu müssen. Der Avantissimo ist zusätzlich mit Fahrer-Identifikations-systemen der neuesten Generation ausgestattet. Die Erkennung des zugangsberechtigten Fahrers erfolgt vollautomatisch und drahtlos über einen Signalgeber im Fahrzeugschlüssel. Auch das Starten des Fahrzeugs ist erst nach der möglich. Die Identifikation des Fahrers lässt sich zusätzlich noch über einen Fingerabdruck-Scanner individualisieren. Hat das System den Fahrer erkannt, stellt es selbsttätig die einmal vorgewählte Sitzposition, Klimaanlage und MMI-Konfiguration für den jeweiligen Lenker ein. (Text: Rainer Rossbach ) |
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