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Ford GT-40 Concept: Eine Replika direkt von Ford
09.01.2002
Einer von Fords Hauptattraktionen auf der Detroit Motor Show 2002 ist der Ford GT-40. Ford GT-40? Den gab es doch schon einmal Mitte der sechziger Jahre? Genau, und dieses Auto hat Ford als Showcar wieder aufleben lassen, wenn auch mit der Antriebstechnik des frühen 21. Jahrhunderts. Was bewegt eine Firma wie Ford dazu, der Retrowelle auf diese ultimative Art Tribut zu zollen, noch dazu mit einem Fahrzeug, das schon vor 40 Jahren eine Fremdentwicklung war? John Wyer nahm den Lola GT als Grundlage, das Design kam aus Dearborn, zusammen mit einem modifizierten V8-Triebwerk des Ford Fairlane ergab das den Ford GT40 Mk I. In England wurden dann auch alle GT-40 der Serien I –III gefertigt. Die Le-Mans-Siege und die atemberaubende Optik machten den Wagen zu einer Ikone des Automobilbaus. Mit einer Neuauflage dieses Fahrzeuges versucht Ford nun bei der größten Leistungsschau der Automobilindustrie des Jahres 2002 Punkte zu sammeln. Was BMW mit den Z8 und dem Mini, VW mit dem New Beetle und Chrysler mit dem Prowler und dem PT Cruiser versucht haben, Ford hat es konsequent zu Ende geführt: einen Wagen zu entwerfen, bei dem keine Linie mit der des Originals übereinstimmt, der aber auf den ersten Blick nicht vom Original zu unterscheiden ist. Dabei ist der Wagen, dem Trend der Zeit folgend, 30 cm länger, 15 cm breiter, vor allem aber 10 cm höher geworden. Die 40 Zoll Höhe, die dem Wagen den Namen gaben, sind damit deutlich überschritten, der Neue müsste GT-44 heißen. Innen bestimmen analoge Instrumente und Schalter, die sich am ursprünglichen Design orientieren, die Atmosphäre. Kein Navigationssystem, kein Mäusekino, selbst auf elektrische Fensterheber hat man verzichtet. Glasfaserlampen demonstrieren Modernität, wo das Design auch konventionelle Leuchttechnik erlaubt hätte. Unter der Haut steckt konsequent neue Technik. Wie beim Original, so hat auch beim GT-40 Concept die Glasfaserhülle keine tragende Funktion. Die Basis bildet eine Aluminium-Spaceframe-Konstruktion. Einzelradaufhängungen mit liegenden Feder-Dämpfereinheiten ermöglichen das flache Profil der Außenhaut. 18"-Räder vorne und 19"-Hinterräder geben die nötige Standfestigkeit. Gebremst wird mit Sechskolben-Scheibenbremsen an allen vier Rädern. Der Motor stammt aus dem aktuellen Ford-Baukasten. 5,4 Liter Hubraum, verteilt auf 8 Zylinder, vier Ventile pro Zylinder, Aluminiumkolben und die Zwangsbeatmung durch einen Kompressor ergeben moderate 500 PS. Ein manuelles Sechsganggetriebe bringt diese Leistung an die Hinterräder. Da der neue Wagen aber deutliche Verbesserungen wohl nur bei der Bremsleistung und dem Fahrverhalten bieten wird, hätte man ihn vielleicht eher GT-40 Mk V genannt. Ein GT-40 hat auch heute nichts von seiner Attraktivität verloren, aber als Conceptcar des Jahres 2002 ist er eine Fehlbesetzung. Ford plant keine Produktion des Wagens. Wozu auch, GT40-Replikas mit aktueller Technik kann man seit Jahren von verschiedenen Anbietern kaufen. (Text: Dieter Roßbach ) |
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