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Volvo ACC2: Cross Country für den Winter
3.05.2002
Mit dem Adventure Concept Car 2 versucht Volvo einen Blick auf die Technik von morgen: Zum Beispiel bei der Integration von IT-Komponenten in Automobile. Äußerlich setzt sich die Cross Country-Studie durch die silberne Lackierung, die akzentuierten Radkästen, die eine größere Spurbreite ermöglichen, die unteren Kunststoffverkleidungen und die neuen Michelin-18-Zoll-Räder mit grobstolligem Profil und Spikes in Szene. Diese sogenannten Run-Flat-Tyres" garantieren auch bei einem plötzlichen Verlust des Reifendrucks eine sichere Weiterfahrt. Die Scheinwerfer des Volvo ACC2 arbeiten mit der GPS-Technik. Damit kann die Ausleuchtung der Fahrbahn automatisch Rechts- oder Linksverkehr angepaßt werden. Der Innenraum des Volvo ACC2 wird charakterisiert durch Stahl- und Aluminiumoberflächen, helle weiche Naturstoffe mit einer wohnlichen Ausstrahlung sowie durch die optimierte Funktionalität.
Die Sitze gehören zu den auffälligsten Neuheiten des Concept Cars. Die 2+2-Konfiguration wird geprägt durch die feinen Konturen und dynamische Form der Sitze. Formal sind sie dem Design skandinavischer Sitzmöbel angepaßt, gleichzeitig bieten sie die Passform eines Schalensitzes, wie man ihn aus dem Motorsport kennt. Der feste Winkel des Sitzpolsters, das kernige Naturleder und die große Lendenwirbelstütze sorgen für maximalen Komfort. Die Rückenlehnen der Fondsitze lassen sich komplett nach vorn klappen, so dass ein großer ebenflächiger Gepäckraum entsteht. Die Bodenmatten sind wasserabweisend und vermitteln dank des Wollgewebes dennoch ein angenehmes Ambiente. Die orangefarbene Beleuchtung der Mittelkonsole betont die Funktionalität. Immer wenn in der Studie Orange verwendet wird, geht es um die Interaktion zwischen Fahrzeug und Insassen. Dazu gehören Tasten und Bedienelemente, die Türgriffe und zentrale Sicherheitsfunktionen wie die Anzeige des WHIPS Schleudertrauma-Schutzsystems und der Sicherheitsträger des SIPS Seitenaufprall-Schutzsystems. Die Sicherheitsfunktionen an Bord des Volvo ACC2 wurden optisch stärker akzentuiert, um die führende Position von Volvo auf diesem Gebiet deutlich zu machen. Als neue Sicherheitssysteme im Volvo ACC2 dienen das Criss-Cross-Sicherheitsgurtsystem, das erstmals im Volvo Safety Concept Car gezeigt wurde, und spezielle Türgriffe. Der Fahrerairbag im Lenkrad ist durch einen transparenten Kunststoff in Frost-Glas-Optik" gut zu erkennen.
Die Mittelkonsole im Volvo ACC2 bietet eine Reihe von IT-Funktionen. Zur so genannten Action-Konsole" gehören ein MP3- und DVD-Player, ein Monitor und Getränkehalter. Darüber hinaus können weitere Geräte angeschlossen werden. Zum Beispiel eine Kamera, ein digitaler Video-Camcorder oder ein PDA (Personal Digital Assistant). Aufnahmen mit dem Camcorder können auf dem in der Konsole integrierten Monitor aufgerufen werden. Der PDA wurde in Zusammenarbeit mit Hewlett Packard entwickelt und ist mit Mobiltelefon und GPS (Global Positioning System) ausgestattet. Das tragbare System kann im oder außerhalb des Fahrzeuges eingesetzt werden. Wird der PDA mit aus dem Fahrzeug genommen, arbeitet das System mit Hilfe der GPRS (General Packet Radio Service) -Technologie, um Informationen zu empfangen oder zu übertragen. Da der ACC2 als Fahrzeug für den aktiven Wintersportfan konzeptioniert ist, sollen in Zukunft hochwertige, auf diesen Nutzen bezogene Informationen abrufbar sein. Gibt man zum Beispiel den Sprachbefehl Suche Pulverschnee" ein, surft der PDA durch das Internet und ermittelt, wo der Wintersportfan den besten Pulverschnee findet. Zeigt man mit dem PDA auf einen Berg, werden Informationen über die Abfahrtshänge, die Wetterverhältnisse oder die Schneequalität angezeigt. Sitzt man bei schlechtem Wetter oder auf einer versperrten Straße fest, setzt der PDA über Volvo On Call einen Notruf ab. Mit Hilfe des GPS werden Retter dann direkt zum Fahrzeug geleitet. Der PDA kann aber auch der Orientierung dienen und hilft dem Fahrer bei Dunkelheit oder Schneetreiben, den Weg zurück zum Auto zu finden. Mit Hilfe des PDA kann das Fahrzeug auch vorgewärmt werden. Um die allgemeine Skepsis gegenüber dem informationstechnischen Overkill zu entkräften, versprechen die Schweden, dass die Technik "funktionell und einfach organisiert" sei, so Innenraumdesigner Jonathan Dale. Antrieb und Fahrwerk des Volvo ACC2 sind identisch mit denen des Volvo Performance Concept Cars (PCC). Das Fünfzylinder-Triebwerk mit 2.435 ccm Hubraum leistet 300 PS und hat ein maximales Drehmoment von 400 Nm. Die Kraftübertragung erfolgt über ein semiautomatisches Sechs-Gang-Getriebe mit vier Schaltwellen. Die Schaltvorgänge werden über Tasten im Lenkrad getätigt, die Taste für den Rückwärtsgang ist an der Mittelkonsole plaziert. Ebenfalls aus dem Volvo PCC stammt die Fahrwerksteuerung FOUR-C (Continuously Controlled Chassis Concept). FOUR-C verarbeitet eine Vielzahl von Daten über die Bewegung des Fahrzeugs und paßt dementsprechend die Dämpfungscharakteristik an. Der elektronisch gesteuerte Allradantrieb des Volvo ACC2 garantiert darüber hinaus optimale Traktion bei allen Bedingungen. Agiles und komfortables Handling auf winterlichen Strassen sollen die Anreise zum Wintersportort zu einem reinen Vergnügen machen. Verwandte Themen: (Text: Rainer Rossbach ) |
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