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Aktualisiert am 31.12.2011
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Nissan Yanya: Multifunktionsbox

06.05.2002

Yanya Front
Keine Spur von Retro: Der Yanya zeigt sich aussen technisch und kühl

Die Studie Yanya reflektiert die Ideen von Nissan über ein kompaktes Sports Utility Vehicle, das neue Masstäbe für Flexibilität und Hightech-Lösungen setzen soll. Gedacht war an ein praktisches, formal reizvolles und technisch aufwendiges 4x4-Modell für den Alltags- und Freizeiteinsatz, das aber vor allem erschwinglich sein sollte. Yanya setzt dieses Ziel um: Aussen durch sein an Offroader angelehntes SUV-Design und innen durch variable Detaillösungen, neu interpretierte Materialien sowie durch die Integration einer Reihe von Unterhaltungs- und Kommunikationssystemen, wie sie sich heute in nahezu allen aktuellen Studien finden lassen.

Gedachtes Marktsegment für die Studie ist die Kompaktwagenklasse, die zur Zeit vom Fliessheckdesign dominiert wird. Der Yanya soll eine deutlich andere Position beziehen: Mit seiner Wandlungsfähigkeit in Dach- und Sitzanordnung stellt es laut Nissan einen „Sports Utility Truck" dar. Bedürfnissen des Pendleralltags soll ebenso Rechnung getragen werden wie dem Bedürfnis nach Erleben und Abenteuer in der Freizeit, ohne dabei Abstriche in der Wirtschaftlichkeit zu machen.

Das spektakuläre Karosseriedesign des Yanya findet im flexiblen Innenraumkonzept seine Entsprechung. Der viertürige Viersitzer kann sich zum echten Cabrio wandeln, wenn die vier Teile des vollflächigen Glasdachs in der Heckklappe verschwinden, aber ebenso kann er als PickUp genutzt werden. Zu dieser Variabilität tragen viele ausgeklügelte Detaillösungen bei. Beispielsweise die Konsole zwischen den Rücksitzen, die nach vorn geschoben und mit wenigen Handgriffen zum Tisch gemacht werden kann. Im gleichen Modul befinden sich die Fernbedienungen für Hi-Fi-System und Satellitennavigation sowie die Anschlüsse für mobile Computer. Zusätzlich ist ein Entertainment-System eingebaut, das eine eigene Stromversorgung hat und aus der Mittelkonsole herausgenommen werden kann.

Beim Vierradantrieb verwendet der Yanya das von Nissan entwickelte E 4WD-System. Dieses besteht an den Hinterrädern aus Elektromotor, Kupplung, Untersetzungsgetriebe, einem Generator als Antriebsquelle für den Motor und einer zentralen Steuereinheit. Sobald diese ein Durchdrehen der Vorderräder erkennt, veranlasst sie den Generator, Strom für den E-Motor zu erzeugen. Über Kupplung und Getriebe gelangt die Antriebskraft dann zu den Hinterrädern. Im Normalbetrieb bleibt die Kupplung des Heckantriebs ausgelöst, was Kraftstoff sparen hilft. Da der Antrieb der Hinterräder über den ebenfalls im Heck montierten Motor erfolgt, entfällt die Notwendigkeit einer zusätzlichen Antriebewelle: Dadurch wird das Platzangebot im Innenraum ebenso wenig negativ beeinflusst wie das Fahrzeuggewicht und damit die Wirtschaftlichkeit.

Die Karosseriegestaltung setzt auf eine kantige Form, die betont hoch und aufrecht auftritt. Damit konnte auf vier Metern Gesamtlänge ein geräumiges Interieur realisiert werden. Grosse 18-Zoll-Leichtmetallräder, die an den äussersten Ecken der Karosserie angebracht sind, betonen die stämmige Statur. Chefdesigner Masato Inoue erläutert das Design: „Der Yanya soll die verschiedenartigen Lebensstile künftiger Stadtbewohner reflektieren und sich ihnen anpassen. Die Menschen, die wir für dieses Modell ins Auge fassen, sind jung und gesellig - vor allem aber sind sie Individualisten. An erster Stelle der Designentwicklung stand die Schaffung einer sichtbar robusten äusseren Form, die das weicher ausgelegte Interieur umschliesst. Deshalb besitzt der Yanya zum Beispiel eine hohe, kantige Motorhaube und betonte Flanken. Ins Auge fallen ausserdem titanfarbige Streifen, die an beiden Seiten von der Motorhaube bis über das Dach verlaufen. Diese Streifen sind nicht nur Optik, sie bilden einen Teil der Karosseriestruktur, die wir bewusst herausgestellt haben, um den visuellen Effekt eines schützenden Käfigs zu unterstreichen."

Yanya Heck
Einfaches Beladen ist auch bei engen Verhältnissen möglich

Auch die Heckklappe besitzt ausgefeilte Technik: In ihrem unteren Teil verschwinden die vier Segmente des Glasdachs und das Heckfenster, wodurch sich der Yanya zum Cabrio wandelt. Die Hecktür selbst ist weder unten noch an der Seite angeschlagen, sondern an einem Aluminiumrahmen, der die Klappe nach hinten und unten vom Fahrzeug weg bewegt.

Die Seitentüren des Yanya weisen eine ausgeprägte Rundung auf: Dank der grossen Tiefe entstand vor allem in den Vordertüren zusätzlicher Stauraum. So finden sich hier herausnehmbare „Reisetaschen", die von ausziehbaren Halterungen fixiert werden. Verschmutzte oder nasse Gegenstände können damit in den Türen untergebracht und vom Innenraum ferngehalten werden.

An mehreren Stellen ist die Karosserie des Yanya mit einem eingefärbten, halb durchsichtigen Acrylgel beschichtet, etwa an den Kotflügelverbreiterungen, am vorderen und hinteren Stossfänger sowie an den Vierspeichen-Leichtmetallrädern. Dieses weiche Material bildet einen Kontrast zum kühlen Stahl der übrigen Karosserie. Masato Inoue: "Durch das Acryl kann man die darunter liegenden Strukturen erkennen - besonders deutlich an den Kotflügeln. Diese Transparenz stellt einen Schlüsselfaktor des Designs dar. Und auch im Innenraum haben wir das Gel an vielen Stellen eingesetzt, farblich abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzzweck."

Details wie das Rechteckmuster des Kühlergrills wiederholen sich in in anderen Zusammenhängen: Klare rechteckige Formen finden sich an Scheinwerfern und Rückleuchten, am breiten vorderen Lufteinlass oder an den Kotflügelverbreiterungen. Mehrere rechteckige Einschnitte in den titanfarbigen Streifen auf der Karosserie verbergen Verankerungspunkte für Dachträger, Zusatzscheinwerfer und anderes Zubehör.

„Da das Karosseriedesign des Yanya Schutz und Sicherheit ausstrahlt, konnten wir dem Innenraum eine weichere Note verleihen", erklärt Chetan Chohan, der Verantwortliche für das Innenraumdesign. „Herkömmliche SUV-Modelle sind im Innern meist geometrisch und funktional. Wir haben Funktionalität und Vielseitigkeit verbessert - und gleichzeitig mehr Spass, Farbe und Schick hineingebracht."

Yanya Yanya
Yanya Yanya
Yanya Yanya
Das geometrische Design findet sich in vielen Varianten: in Rückleuchten, Lenkrad, Felgen, Kopfhörer, Sitze und in den Taschen aus den Türen

Für die Farbigkeit ist hauptsächlich das Acrylgel verantwortlich, das bereits an der Karosserie für Effekte eingesetzt wird. Im Innern wurde das Material farblich auf bestimmte Funktionen abgestimmt. So markiert blaues Acryl Schutzoberflächen, während Orange für Bedienungseinheiten steht, wie die Sitzlehnenverstellung oder die Kombischalter am Lenkrad. Der Boden der Passagierkabine - mit darin eingelassenen Schienen für die Verstellung von Sitzen und Mittelkonsole - besteht aus weissem Glasfasermaterial mit sichtbarer Struktur, andere Oberflächen aus einer gekörnten Aluminiumlegierung.

Die leicht erhöht montierten Sitze erlauben dank zahlreicher Verstell- und Verschiebemöglichkeiten eine flexible Gestaltung des Innenraums. Der Reiz der Sitze liegt dabei in ihrer Einfachheit. Zentrales Element ist der wie ein Rückgrat geformte Stahlrohrrahmen, dessen Führung in den Bodenschienen das Verschieben nach vorn und hinten ermöglicht. Verbunden mit dem „Rückgrat" sind die Rückenlehnen und Sitzpolster. Die beiden hinteren Sitze können zusammengeklappt und nach vorn, direkt hinter die Vordersitze geschoben werden. Der Klappmechanismus mit einem Gelenk am hinteren Ende macht die zusammengeklappten Rücksitze ausserordentlich schmal, so geht nur wenig Raum verloren.

Eine interessante Innovation des Yanya ist seine verschiebbare Boden- und Seitenverkleidung. Dieses strapazierfähige Teil kann vom Kofferraum mit Hilfe eines Gleitmechanismus bis in die Passagierkabine bewegt werden und schützt auch dort den Boden, die hinteren Türverkleidungen und die Rückseite der Sitze. Auf diese Weise wandelt sich der Yanya zum Pickup: Die hintere Hälfte des Dachs herausnehmen, die Verkleidung nach vorn ziehen und schon kann man eine strapazierfähige Ladefläche nutzen.

In den Kopfstützen aller vier Sitze befinden sich separat regelbare Lautsprecher. Die Vordersitze im Yanya lassen sich umdrehen und entgegen der Fahrtrichtung fixieren. Schiebt man nun noch die Mittelkonsole in eine zentrale Position und klappt die Seitenbretter nach oben, ergibt sich eine Sitzanordnung wie im Wohnzimmer, mit Tisch und vier Sesseln. In der Konsole sind ausserdem die Fernbedienungen für die Unterhaltungs- und Informationssysteme sowie Anschlüsse für mobile Computer integriert. Entwickler Chetan Chohan: "Unser Ziel war es, allen Insassen mehr Komfort zugute kommen zu lassen. Fahrvergnügen muss auch den Genuss bedeuten, chauffiert zu werden."

Der Pilot verfügt über eine erhöhte Sitzposition, die ihm eine hervorragende Rundumsicht garantiert. Das Lenkrad ist mit dem gleichen Acrylgel überzogen, das an vielen Stellen des Innenraums Verwendung findet. Hinter dem Steuerrad angeordnet wurde ein Sieben-Zoll-Monitor, auf dem die wichtigsten Fahrerinformationen erscheinen. Sämtliche Daten, einschliesslich jener von Satellitennavigation und Kommunikationssystemen, bildet ein Acht-Zoll-Display ab, das aus der Oberseite des Unterhaltungs- und Informationsmoduls herausfährt. Dieses Modul ist Hightech: Es kann nicht nur CDs und DVDs abspielen, sondern beherbergt auch die Navigations- und Kommunikationssysteme, wie Mobiltelefon mit Sprachsteuerung oder Internetzugang. Die beiden mit Acrylgel umhüllten Seitenwände schützen eingebaute Hi-Fi-Lautsprecher und eine separate Stromversorqung macht das Entertainment-Center autonom: Die gesamte Einheit kann herausgenommen und mobil genutzt werden.

(Text: Rainer Rossbach )
(Fotos: Nissan)

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