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Lexus: Ein Sportwagen für das Jahr 2054
19.10.2002
Steven Spielberg war sich sicher: Bei Lexus ist man nicht abgeneigt, sich mit Utopien zu befassen und darüber zu spekulieren, wie Mobilitätskonzepte und Automobile in 50 Jahren aussehen werden. Im Action-Krimi "Minority Report" benutzen die Bewohner der Stadt der Zukunft ein gigantisches, computer-gesteuertes urbanes Magnetschwebe-System (MAG-LEV), dessen - von Lexus konstruierte - Transportkapsel auf Magnetfeldern schwebt und von diesen angetrieben wird. Vor allem für Szenen, in denen sich Tom Cruise als Hauptdarsteller außerhalb der Stadtgrenzen bewegt, wurde ein radikal gestylter roter Sportwagen entwickelt. Die Handlung des Films spielt im Washington, D.C. des Jahres 2054. Die Polizei setzt Psycho-Technologien ein, um Mörder festzunehmen und vor Gericht zu stellen, bevor sie ihr Verbrechen überhaupt begangen haben. Cruise spielt den Chef dieser "Pre-Crime"-Einheit, der eines Tages selbst des zukünftigen Mordes an einem Mann angeklagt wird, dem er bis dahin noch nicht einmal begegnet ist. In Paris 2002 zeigt die Toyota-Tochter das Ergebnis dieser Zusammenarbeit: ein radikal sportliches Concept Car, das mit einer Menge interessanter Fähigkeiten ausgestattet ist. Der Lexus für das Jahr 2054 wurde als sportlicher Hochleistungs-Zweisitzer mit extremem Cab-forward Design konstruiert. Die Proportionen sind so, dass auf den ersten Blick nicht eindeutig zuzuordnen ist, wo vorn und wo hinten ist. Das aggressiv gezeichnete Monocoque-Chassis aus Carbon- und Titan-Verbundmaterialien verfügt über flache, geschwungene Linien mit verkleideten Rädern. Die Dateneinspiegelung in die Frontscheibe (Head-up-Display) mit Nachtsicht-Fähigkeit und integrierter Identifikations-Technologie ist Bestandteil des technischen Pakets. Ein Informations-Display kann in Doppelfunktion als PDA genutzt werden und eine sprachgesteuerte Sekretärinnen-Funktion (mit Internet-Recherche) trifft Reservierungen für Restaurants, Hotels und Unterhaltungs-Events. Ein digitales Unterhaltungs-System mit universellem Übersetzer und persönlichem Digital-Rekorder beinhaltet ein umfassendes Musikarchiv und ein ein komplexes Kontaktverzeichnis. All das wird per automatischem täglichen Update aktualisiert. Je nach persönlichen Vorgaben liefert es selbständig aktuelle Nachrichten, Wetterberichte, Börsen- oder Sport-Nachrichten. Die Karosserie des Zweisitzers ist aus durchgefärbtem Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Die Farbe ist durch den Besitzer per Stimmsteuerung wählbar. Verformungsresistentes Memory-Metall schützt das Äußere vor Dellen und Kratzern. Dass sich die Scheiben selbsttönend an die Sonneneinstrahlung anpassen ist ebenso selbstverständlich wie die Rücksichtnahme des solarzellengesteuerten Systems auf die persönliche Helligkeitsempfindlichkeit des Fahrers. Zusätzliche, ausfahrbare Sonnenzellen dienen der Batterieladung und zum Betrieb der Klimaautomatik beim abgestellten Fahrzeug. Komfortmerkmale für die originären Transportaufgaben des Fahrzeugs sind eine Wegfahrsperre und Zentralverriegelung mit DNA-Erkennung: Dank intelligenter Sensoren gestattet das System nur dem Besitzer, das Fahrzeug zu öffnen und zu benutzen. Die Schalensitze mit automatischer Klimatisierung passen sich selbständig an die Körperkonturen an. Ferngesteuert kann sich der Wagen bei Bedarf zu einem Treffpunkt begeben, um den Besitzer wieder aufzunehmen. Im Fahrbetrieb erkennt die installierte Infrarot-Technologie Hindernisse im Verkehrsraum vor dem Fahrzeug und warnt vor Kollisionen. Eine sonargestützte Einparkhilfe und Kameras mit Rückspiegelfunktion runden die Komfortfunktionen ab, die Geschwindigkeit wird lasergestützt geregelt. Ein Selbst-Diagnose-System erkennt automatisch mechanische und elektrische Fehlfunktionen und löst eine Warnung aus, Inspektions-Termine vereinbart das Fahrzeug selbsttätig. Darauf begibt sich ein Lexus Mitarbeiter für Wartungsarbeiten direkt vor Ort. Ein Fahrzeug also aus der schönen neuen Welt. Und bis man es kaufen kann gilt, dass man mehr Technik als in einem Morgan +8 nicht für eine lustvolle Fortbewegung braucht.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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