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Aktualisiert am 31.12.2011
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Ford C-MAX: Aktiver Luxus für Familien

18.11.2002

C-Max
Dynamik à la Honda Stream, aber mit stärkerem Akzent auf maskuliner Sportlichkeit

Ford hat sich, im Vergleich zu den Mitbewerbern, viel Zeit gelassen um im lukrativen Segment der Kompakt-Vans Fuß zu fassen. Nachdem auch der Nachzügler Volkswagen mit dem „Touran“ beim Publikum vorstellig wurde, schien es den Ford-Verantwortlichen angebracht, auf dem Pariser Automobilsalon nun ein Multi Activity Vehicle-Konzept auf Basis des Ford Focus vorzustellen. Der „Focus C-MAX Concept“ ist allerdings erst einmal nur eine Studie, das heisst, die Gestaltung des Innenraums wie auch Detaillösungen der Karosserie werden sich so wohl nicht in der Serie wiederfinden.

Ford strebt mit dem C-MAX an, Raumangebot, Vielseitigkeit und Komfort eines MAV mit dem dynamischen Design sowie der überzeugenden Fahrdynamik des Bestsellers Ford Focus zu verbinden. Das Ergebnis überzeugt: Die Studie ist ein zeitgemäßes Familienfahrzeug mit modernem Äußeren, einigen technologischen Experimenten und vielen Detaillösungen, die einen aktiven Lebensstil unterstützen sollen. Zielgruppe einer möglichen Serienversion sind Familien mit Kindern sowie aktive Paare mit Bedarf an flexiblen Transportlösungen.

Da das Design von Konzeptfahrzeugen auch immer mit dem Außergewöhnlichen spielt, widmete sich Ford bei dieser Studie dem Thema „aktiver Luxus“. Dabei ließ sich das Team von Designchef Chris Bird von Form und Funktion verschiedener Sportgeräte und Luxusgüter inspirieren - von der Präzision exklusiver Uhren bis zum Mechanismus von Skibindungen. Platzangebot, Flexibilität und Zuverlässigkeit erwarten die Kunden in diesem Segment. Diese Anforderungen wollte das Entwicklungsteam in elegantes und präzises Styling umsetzen, mit Applikationen aus gebürstetem Aluminium und selbstbewusstem Auftreten - unterstrichen durch sportliche 18 Zoll-Alu-Räder. Der in „Tonic Blue“ lackierte C-MAX Concept zeigt auch im Inneren seine Hinwendung zum Luxus: Vier Einzelsitze, ein DVD-basiertes Multimedia-System im Fond und eine exklusive Innenraum-Architektur prägen das Interieur. An beiden Seiten des Dachhimmels ziehen sich getönte Glasbänder über die gesamte Länge. Sie rahmen die mittig gelegene Multifunktionskonsole ein, in der sich die für jeden Passagier individuelle Innenraum-Lichtsteuerung, Stauräume und die innovative drahtlose Übertragungstechnik befinden.

Entschiedenes Design

Der Innenraum des C-MAX ist konsequent durchgestaltet: Creme und Blau beherrschen als Farbe das Interieur. Vorn und hinten gibt es ein großzügiges Platzangebot, Lederausstattung, sportlich ausgeformte Einzelsitze und die individuell zu bedienende Unterhaltungselektronik unterstreichen das luxuriöse Ambiente. Ebenso wie am Fahrzeugdach verläuft auch am Boden eine Konsole, die jeweils zwischen den Einzelsitzen eingebettet ist, über die gesamte Innenraumlänge. Beide Bedieneinheiten erhöhen Funktionalität, Flexibilität und Komfort. In der unteren Konsole sind neben der elektronischen Feststellbremse und dem Schalthebel auch zusätzliche Stauräume und Becherhalter sowie Armlehnen für die Passagiere auf allen vier Plätzen untergebracht. Im hinteren Teil steht nicht nur weiterer Stauraum zur Verfügung, sondern auch zwei ausklappbare Tische für die Fondpassagiere.

C-Max
Das Cockpit präsentiert sich funktional und ist mit appetitlichen Materialien angerichtet

Die Dachkonsole nimmt unter anderem das integrierte „Remote Imaging System“ auf, bestehend aus Hintergrundbeleuchtung und individuellen Leselampen im aktuellen Halogen-Stil. Hinter dem Rückspiegel stehen zwei weitere vom Fond zu erreichende Ablagen zur Verfügung.

Die vier mit cremefarbenem Leder bezogenen Recaro-Sportsitze sind sechsfach elektrisch verstellbar. Die mit gebürsteten Aluminium-Leisten versehenen Sitze ruhen auf architektonisch gezeichneten „Brücken“, die sich von der Unterkante der Mittelkonsole bis zur Türschwelle erstrecken und ebenfalls die Kombination von cremefarbenem Leder und gebürstetem Aluminium aufweisen. Damit sorgt dieses sonst so unauffällige Bauteil nicht nur für mehr Fußraum, sondern trägt auch zum lichten Gesamteindruck des Innenraums bei. Als Kontrast dienen die in Navy-Blau ausgeführten Dreipunkt-Sicherheitsgurte der vier Einzelsitze. Sie sind Bestandteil des umfassenden passiven Sicherheits-Konzepts, das auf dem im Mondeo erstmals eingesetzten Intelligent Protection System (IPS) von Ford basiert.

Die Instrumententafel des C-MAX Concept mit seinen hintergrundbeleuchteten Zifferblättern setzt das Farbschema des Innenraums fort: Die Anzeigen sind mit Aluminium eingefasst und der obere Teil des Instrumententrägers mit Navy-blauem, der untere Teil mit cremefarbenem Leder bezogen.

Platz für die ganze Familie

Das Karosseriedesign reflektiert den Anspruch nach viel Platz und einer hohen Funktionalität, bei gleichzeitig hohem Fahrvergnügen. Nach dem extremen Focus-Design, dem Ford eine neue Qualität im Image verdankt, ist der Stil des Hauses mittlerweile moderater geworden. Mondeo und Fiesta zeigen gemäßigtes „New Edge“. Diesem Trend schließt sich auch der C-MAX an.

C-Max
Abgesehen von den studientypischen Überspitzungen im Design zeigt sich der C-MAX als Vertreter der aktuellen Mini-Van-Philosophie

Der mit einer energischen Bogenlinie gezeichnete vordere Kotflügel erzeugt zusammen mit dem nach hinten abfallenden Dach eine dynamische Spannung des Wagenkörpers. Die ausgestellten Radhäuser unterstreichen diesen Eindruck. Der trapezförmige Kühlergrill, kantige Hauptscheinwerfer und der große untere Grill gehören zu den aktuellen Design-Merkmalen von Ford. Durch ihre Verwendung soll auch der C-MAX Concept Ford-Stärken wie zeitgemäßen Charakter und hohe Zuverlässigkeit ausdrücken. Die Aluminium-Einfassung des Kühlergrills sowie schmale Nebelscheinwerfer - die sich vom äußeren Ende der Stoßfänger bis in deren Mitte erstrecken - bestimmen die Frontansicht. An der Unterkante der Türen bilden in Wagenfarbe matt lackierte Schutzleisten einen dezenten Kontrast. Die 18 Zoll-Leichtmetallräder interpretieren das Design einer hochwertigen und sportlichen Armbanduhr. Ihr äußerer Alu-Ring nimmt sieben massive Speichen im kontrastierenden Titan-Look auf. Durch die Speichen kann man auf groß dimensionierte sehen. Das Heck wird bestimmt von einer matt ausgeführten Zierleiste im hinteren Stoßfänger sowie einem Griff aus gebürstetem Aluminium oberhalb der Nummernschild-Aussparung. Er dient zum Öffnen der Heckklappe sowie als Blickfang für das große Ford-Oval in seiner Mitte.

Auch von oben betrachtet bietet der C-MAX Concept einen etwas anderen Anblick: Zu beiden Seiten des Dachs verlaufen die getönten Glaselemente, in ihrer Mitte befindet sich eine in Wagenfarbe lackierte „Insel“. Die, wie in dieser Wagenklasse mittlerweile üblich, hochgelegten Rückstrahler wirken in ihrer strengen, aber trotzdem verspielten Gestaltung amerikanisch.

Technologische Ausblicke

Das Sicherheitssystem iRIS (für „integrated Remote Imaging System“) stellt eine Art Videoüberwachung für den Auto-Innenraum dar. Als „Herz“ von iRIS dient eine Webcam-artige Kamera in der Dachkonsole, die Bilder von den hinteren Sitzen zu einem Personal Data Assistant (PDA) wie zum Beispiel dem Compaq Ipaq überträgt. Damit haben Eltern stets ein Auge auf ihre Kinder, selbst wenn sie sich zeitweilig vom Auto entfernen. iRIS übermittelt die Bilder aus dem Innenraum als Videostream-Signale kontinuierlich per drahtloser LAN-Technik („local area network“).

C-Max
Hübscher Schalter für die elektronische Feststellbremse

An Stelle einer herkömmlichen Handbremse verfügt der C-MAX Concept über eine elektronische Feststellbremse, bei der ein kleiner, handlicher Schalter den bekannten Griff ersetzt. Die Parkbremse wird automatisch mit dem Ziehen des Zündschlüssels aktiviert. Sie löst sich wieder beim Anlassen des Motors und Einlegen eines Gangs.

Infotainment gewinnt an Bedeutung

Im C-MAX Concept arbeitet ein Denso DVD-Satelliten-Navigationssystem mit GPS-Fahrzeugortung und Navigation. Das nahtlos in die Audio- und Videosysteme des Focus C-MAX Concept integrierte System besitzt einen sieben Zoll großen Touch-Screen-Monitor für die Routeneingabe. Komplette Europakarten liegen auf DVD vor. In vielen europäischen Ländern wendet das Denso Satelliten-Navigationssystem die so genannte „dynamic route guidance“ an. Diese dynamische Routenanpassung verarbeitet Echtzeit-Informationen über die aktuelle Verkehrssituation. Dadurch kann das System bei Problemen umgehend Alternativen zur ursprünglichen Route anbieten.

Damit die Fahrt auch unterhaltsam ist, besitzt der Focus C-MAX Concept ein Multimedia-System für die Fond-Passagiere. Auf den beiden in den Kopfstützen der Vordersitze integrierten LCD-Monitoren können die Hintensitzenden DVD-basierte Multimedia-Unterhaltung wie Spielfilme, Videos oder Konsolenspiele genießen.

Kreativer Umgang mit Licht

Die bündig eingesetzten Türgriffe aus gebürstetem Aluminium aktivieren bei ihrer Betätigung ein „Willkommens-Leuchten“ der Lichtelemente. Das Lichtkonzept des Fahrzeugs basiert weitgehend auf Neon-Technologie. So bestehen die Scheinwerfer aus doppelten HID-Neonstrahlern für Abblend- und Fernlicht in hintergrundbeleuchteten Gehäusen. Jeder Hauptscheinwerfer beinhaltet an der Außenseite einen schmalen vertikalen Neon-Blinker. Eine dünne Lichtmembran, die die Scheinwerfergehäuse umschließt, setzt einen weiteren optischen Akzent. State-of-Art sind die in die Außenspiegel integrierten schmalen Neon-Blinker. Auch die hinteren Heckleuchten arbeiten mit Neon-Technologie. Der orangefarbene Blinker ist durch seine Einfassung aus gebürstetem Aluminium besonders betont und der Spoiler auf der Heckklappe enthält eine zusätzliche Bremsleuchte, die als langer, schmaler Streifen ausgeführt ist.

Artifizielles Ladesystem

Mit einem auf den C-MAX Concept zugeschnittenen Koffer- und Taschenset demonstriert Ford ein Gepäck-Ausziehsystem. Bei dieser im wesentlichen designorientierten Lösung nimmt ein ausfahrbares Schubfach bis zu drei Gepäckstücke auf und verstaut sie in einem separaten Bereich des Kofferraumbodens. Zum Be- und Entladen fährt die mit einem Elektromotor angetriebene Gepäckaufnahme hoch und aus dem Kofferraum hinaus. Ideengeber für dieses Prinzip sind die Bindungen von Abfahrtsski. Wie diese rasten auch die Rollen der Gepäckstücke in jeweils bestimmten Positionen des Gepäckträgers ein. In der Serie wird sich dieser Ansatz wohl nicht wiederfinden

Ford geht in die Nischen

Der neue C-MAX Concept soll mehr sein als eine reine Studie. Sein typisches Markengesicht, die Anklänge an den Ford Focus und seine Pkw-artige Erscheinung sollen nach dem Willen seiner Schöpfer eines verdeutlichen: Wenn Ford in dieses Segment einsteigt, dann mit einem Produkte, an dem die Kunden Freude haben sollen. Mit dem Focus hat Ford das Gesicht der Marke in Europa verändert. Seit dessen Erscheinung wurden alle bedeutenden Modellreihen modernisiert. Auf dieser Basis kreiert Ford nun Nischenmodelle und entwickelt neue Fahrzeugkonzepte. Produktideen wie der Ford Streetka Roadster, die Common Rail-Turbo-Dieseltriebwerke oder die ST- und RS-Hochleistungs-Varianten stehen als Beispiele für diese Neuorientierung. Der C-MAX Concept soll nun weitere Perspektiven für die Marke eröffnen.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Ford)

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