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Aktualisiert am 31.12.2011
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607 "Pescarolo": Sportler im Dinner-Jacket

30.12.2002

Pescarolo
Sparsame Veränderungen verschieben den Charakter des 607 hin zum Sportlichen

Peugeot war bislang nicht bekannt für die Entwickung von Hochleistungs-Sportlimousinen der oberen Mittelklasse. Zur Zeit teilen sich vornehmlich deutsche Hersteller den Markt, allenfalls ein englischer Fabrikant zeigt auch Präsenz.

Der aktuelle Peugeot 607 mit seinen ausgewogenen Proportionen, harmonischen Formen und fließenden Linien ist eigentlich das Gegenteil des maskulinen Sportmobils. Man begreift ihn als sanften Gleiter.

Die Firma aus Sochaux versucht nun, ihm versuchsweise sportliche Talente einzupflanzen. Das Ergebnis, der „607 Pescarolo“ ist ein eher unauffälliger Sportler. Der Namensgeber, Henri Pescarolo, ist ein französisches Sportdenkmal, das seit über 30 Jahren vor allem bei den „24 Stunden von Le Mans“ aktiv ist. Aktuell setzt das Team „Pescarolo Sport“ seinen C60-Sportwagen ein, der von einem Peugeot V6 befeuert wird.

Die französischen Designer versuchten dem originären Stil des 607 treu zu bleiben, nahmen sich jedoch die Freiheit, den neuen aerodynamischen und technischen Anforderungen des Concepts die Referenz zu erweisen. Um die jetzt vorhandenen 400 PS ausreichend zu belüften, wurde der vordere Lufteinlass vergrößert. Er sieht etwas kantiger aus als das Original, zeigt sich ansonsten aber kaum verändert – er soll nur ein wenig aggressiver wirken. Zusätzlich wurden alle vier Kotflügel um 25 mm verbreitert, so dass der um 25 mm tiefer gelegte 607 kraftvoller auf der Straße liegt. Dieser Eindruck wiederholt sich im Profil, wo der Blick auf eine durchgehende Zierleiste fällt, die eine deutliche Verbindung zwischen Front- und Heckschürze herstellt.

Pescarolo
Das Heck und die Felgen unterstreichen das Leistungspotential des "Pescarolo"

Die Heckleuchten des 607 Pescarolo liegen hinter rubinroten Gläsern, die zwei separaten Auspuffendrohre im unteren Heckbereich sind durch ein Verbindungsstück aus Metall optisch miteinander verbunden. Die 19’’-Leichtmetallräder dieses Concept-Cars haben feingliedrige Speichen und beherbergen Michelin-Reifen der Größe 245/45 R19.

Die Gestaltung des Interieurs sucht die Verbindung mit dem dynamisch-eleganten Äußeren. Sämtliche Elemente sind mit Leder in dunklem Purpur und farblich passendem Pflaumenblau bezogen. Abgesehen vom neuen 16:9-Monitor auf der lederbezogenen Armaturentafel und der zentralen Bedieneinheit im Chrome-Shadow-Design ist das Cockpit stilistisch unverändert.

Die Mittelbahn der auf den sportlich-sublimen Charakter dieses Fahrzeugs abgestimmten Sitze ist aus mikroperforiertem, purpurfarbenem Leder gefertigt. Das dunkle Pflaumenblau im Lehnenkopf wird auf den Brüstungsbändern der Türen und im Mittelband der Armaturentafel wieder aufgegriffen.

In dieser Ausstattung könnte der 607 Pescarolo den Serien-Sechszylindermotor unter der Motorhaube beherbergen oder aber den V6, der seine Leistung von über 400 PS in Le Mans unter Beweis stellte. Dazu würde ein sequenziell geschaltetes Automatikgetriebe und ein Bremssystem mit vier 345 mm messenden, belüfteten Bremsscheiben und Vierkolben-Sätteln passen.

Pescarolo
Farben und Materialien variieren das Seriencockpit

Während der Wettbewerb weitgehend in technisch-kantigem Silber oder Anthrazit die Autobahn dominiert, zeigt sich der 607 in vielleicht typisch französischer Attitude davon überzeugt, dass überlegene Leistung auch in pflaumenblauer Lackierung und purpurfarbenem Interieur darstellbar ist. Dazu braucht es wohl französische Lebensart.

Möglicherweise deutet die Wahl eines außerhalb Frankreichs nur Eingeweihten bekannten Namensgebers an, dass diese Studie in erster Linie auf den heimischen Markt zielt. Der Versuch allerdings, große Leistungspotentiale subtiler zu verpacken ist alle Ehren wert. Deshalb also: „Bonne Chance, Pescarolo“

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Peugeot)

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