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Citroën C-Airdream: Vision eines dynamischen Coupés
25.11.2002
"Fließende Formen mit reinen Volumen, hochwertige Materialien und das Spiel des Lichts verbinden sich zu einem Ambiente, das die Insassen zu einer sinnlich erlebten Reise einlädt." In dieser poetischen Sprache beschreibt Citroën die Stylingstudie auf dem Mondial de l´Automobile 2002, und weiter heißt es: "Mit ihren gestreckten Proportionen und ihren beschwingten Linien, die sich in kraftvoller Harmonie verbinden, verkörpert die Silhouette des C-Airdream die Citroentypische Vision eines dynamischen Coupés." Die Rennaissance der französischen Traditionsmarke, angestoßen von der Limousinenstudie C6 Lignage und inspiriert von Pininfarinas Osée geht weiter und zeigt mittlerweile mit dem C3 Pluriel erste Ergebnisse in der Produktpalette. Flach und mit einer gestreckten Silhouette, die einen langen Radstand mit langem Überhang vorn und kurzem Überhang am Heck verbindet, setzt die Gestaltung des C-Airdream-Konzepts auf Dynamik und fließende Formen. Die Frontpartie besteht aus zwei unterschiedlichen Elementen: Der vertikal unterteilte vordere Lufteinlass steht fast senkrecht im Fahrtwind. Fast rechtwinklig abknickend zeigt die großflächige Motorhaube zwei filigran geformte und in die Kotflügel integrierte, mit der Lenkung schwenkenden Scheinwerfer, die den Doppelwinkel auf der Kühlermaske einrahmen. Das Motiv des Citroën-Logos, das in die Fronthaube integriert und durch Chromleisten akzentuiert ist, wird in einer leichten Sicke bis zur Frontscheibe verlängert
Das Profil des Fahrzeugs drückt das Bemühen um eine optimierte Aerodynamik aus. Über der hohen Gürtellinie erhebt sich ein filigraner und transparenter Aufbau, der leicht gewölbt und sich verjüngend bis zum Abrissheck geführt wird. Dieser hintere Abschluss interpretiert das "Kamm-Heck" neu, die darauf hin konvergierenden Linien suggerieren Bewegung und Strömung. Die Gürtellinie ergänzt durch eine leichte Rundung nach hinten diese Form. Die großzügig dimensionierte, stark geneigte Windschutzscheibe geht unmittelbar in die glatte Wölbung des Dachs über. Das rundum verglaste Oberteil der Karosseriestruktur gibt den Insassen freien Ausblick nach allen Seiten und transformiert die gedrungen erscheinende Silhouette des Coupé in einen lichtdurchfluteten Innenraum. Das Dach wird durch das Steilheck abgeschlossen. Der Karrosserieabschluß ist ebenfalls transparent ausgeführt und integriert die Heckleuchten sowie den Doppelwinkel. Die dynamisch gestalteten Felgen mit ihrer nach vorwärts gerichteten Bewegung der Speichen setzen einen zusätzlichen dynamischen Aspekt. Durch die Optimierung der Aerodynamik des C-Airdream konnte ein Cw Wert von 0,28 erreicht werden, der hohen akustischen Komfort gewährleistet soll und sich sowohl auf den Kraftstoffverbrauch als auch auf die Schadstoffemissionen positiv auswirkt. Neue Wege in der Innenraumgestaltung Die Innenarchitektur vereint skulptural gestylte Volumen, kontrastierende Farbtöne, neue Materialien und das Spiel des Lichts. Das visuelle und haptische Ambiente im Interieur dieses Coupés soll ein völlig neues Gefühl von Wohlbefinden erzeugen. Die Atmosphäre des Innenraums wird von Lichtstrahlen ergänzt, die sich zwischen den Türen, den Sitzen, der Mittelkonsole und der Armaturentafel reflektieren und damit das Zusammenspiel von Interieur und Ambiente betonen. Durch das Panoramaglasdach fällt sanftes Licht ein, das die gedämpften Farbtöne des Innenraums wärmen soll. Die Mittelkonsole mit ihren reinen, klaren Formen verstärkt das futuristische Bild. Die beiden Sitze haben Moire-Bezüge, die sich wie Satin anfühlen und die auf das dunkle Glanz- oder Mattleder abgestimmt sind, mit dem das Interieur ausgekleidet ist. Im Fond bieten zwei klappbare Sitze Platz für Gepäck und erweitern damit das Einsatzspektrum des C-Airdream.
Das in das sachliche Design der Armaturentafel integrierte Kombiinstrument mit seinem Drehzahlmesser und seiner Geschwindigkeitsanzeige erscheint direkt ablesbar über der Achse des Lenkrads, dessen Form die Mitte offen lässt. Der im Zentrum der Armaturentafel angeordnete Bildschirm des Navigations- und Informationssystems lässt sich mit Hilfe der Maus bedienen, die in das Ende der breiten, über der Mittelkonsole angebrachten Armlehne eingelassen ist. Neue ergonomische Lösungen für den Fahrer Dieser findet seine ideale Sitzposition durch ein Einstellsystem, das sich als Einheit von Lenkung, Bedienelementen und Kombiinstrument elektrisch in die optimale Fahrposition bringen lässt. Durch Drive-by-Wire-Technologie konnte der Fahrerplatz des C-Airdream völlig neu konzipiert werden. Alle zum Fahren erforderlichen Bedienelemente sind griffgerecht und leicht erreichbar um das Lenkrad angeordnet. Aufbauend auf dem Concept Car C-Crosser hat Citroen seine Forschung zum elektronischen Fahrerplatz fortgesetzt und ein neues Konzept entwickelt, in dem sämtliche Brems- und Lenkfunktionen elektrisch betätigt werden. Die elektronische Steuerung erlaubt völlig neue Möglichkeiten für die Innenarchitektur eines Fahrzeugs. Schnittstellen für die Kontrolle des Wagens können neu konzipiert werden und eröffnen große Freiheiten bei ihrer Plazierung. Zum Beispiel fallen die Pedale weg. Dieser Freiraum kann für die Neudefinition des Innenraums genutzt werden, hat aber auch positiven Einfluß auf die passive Sicherheit. Denn die Abwesenheit von mechanischen Komponenten wie der Lenksäule und den Pedalen bringt eine erhebliche Verringerung der Verletzungsgefahr im Falle einer Kollision mit sich. Von der Anbringung der wesentlichen Funktionen im Lenkrad verspricht man sich eine bessere Reaktionsgeschwindigkeit und spart wertvolle Zeit, insbesondere beim Bremsen, wo der Fuß nicht mehr nach dem Bremspedal zu suchen braucht. Am Fahrerplatz des C-Airdream sind neben den üblichen Funktionen auch die Bedienelemente für das Gasgeben und die Gangschaltung griffgerecht im Lenkrad angeordnet. Die Lenkung wird durch eine elektrische Schaltung gesteuert, die verschiedene Sensoren mit einer Steuerelektronik verbindet. Zum Gasgeben genügt ein Daumendruck auf die im Inneren des Lenkrads angeordneten Tasten. Und ein Händedruck auf die andere Seite des Lenkrads betätigt die Bremsen. Die Gangschaltung erfolgt mit Hilfe von Schaltwippen, die in Daumenhöhe ebenfalls auf der Innenseite des Lenkrads angebracht sind. All diese Bedienelemente sind unter ergonomischen Gesichtspunkten entwickelt worden, damit ihre Handhabung nach kurzer Benutzung völlig natürlich wird.
Die vollständig elektronische Lenkung ermöglicht eine variable Übersetzung zwischen dem Lenkrad und Einschlagwinkel der Räder, die automatisch entsprechend der Fahrgeschwindigkeit und der Bodenhaftung den Erfordernissen des Fahrers angepasst wird. Diese Funktion verbessert insbesondere das Einparken durch eine sehr direkte und soll durch hohe Lenkpräzision für perfektes Handling bei hoher Geschwindigkeit sorgen. Die elektrische Bremsanlage ermöglicht die elektronische Steuerung des auf jede Bremsscheibe ausgeübten Drucks in Echtzeit. So steht jederzeit und ungeachtet der Bodenhaftung die gesamte Bremskapazität jedes Reifens zur Verfügung Integrierte Systemarchitektur und bewährte mechanische Komponenten Ein Fahrzeugdynamik-Supervisor analysiert kontinuierlich sämtliche Daten der Sensoren und entscheidet, welche Aktionen auf die verschiedenen Systemelemente erforderlich sind. So kann z.B. die Lenkung bei einer asymmetrischen Bremsung automatisch eine Richtungskorrektur vornehmen. Damit will Citroen ein neues Konzept der Dynamikregelung eines Fahrzeugs anbieten und verspricht dank der ständigen elektronischen Überwachung höhere Sicherheit als bei konventionellen Systemen. Diese Architektur wird durch die Einführung eines mit zwei Spannungen (12 V und 42 V) arbeitenden Bordnetzes ermöglicht. Der C-Airdream ist mit dem bekannten 3.0i V6 Motor ausgerüstet, der eine Höchstleistung von 150 kW (210 PS) bei 6.000/min entwickelt. Als Getriebe kommt ein autoadaptiver Schaltautomat mit sequenzieller Lenkradbedienung zum Einsatz. Für Fahrkomfort und Straßenlage sorgt die Hydractive 3 Hydraulikfederung, deren zwei Abstimmungen - Komfort oder Dynamik - sich automatisch dem Fahrstil des Fahrers und dem Straßenprofil anpassen.
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(Text: Rainer Roßbach ) |
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