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BMW xActivity: Fahrdynamik für Outdoor-Aktivitäten
20.12.2002
Mit dem xActivity wird BMW auf der North American International Auto Show 2003 in Detroit ein Sports Activity Vehicle (SAV) präsentieren, das zeigen soll, wie Fahrdynamik, ein breites Einsatzspektrum und Open-Air-Gefühl in einem Fahrzeug vereint werden können. Die Bayern bezeichnen den kleinen Allradler als "Rahmencabriolet", das neben seiner Spaßkomponente aktiven Zeitgenossen auch die Möglichkeit bieten soll, ihre Sportausrüstung zu allen Outdoor-Aktivitäten mitzunehmen. Der xActivity zeigt einen Ausblick auf eine mögliche "X-Familie": Angelehnt an das Bild des grossen Bruders X5 suchen die Designer hier eine charakteristische Formensprache mit konkav-konvex wechselnden Flächen. Eine neue Anmutung der BMW-Niere, die Doppelscheinwerfer und das Heck zeigen die Richtung, in die der grosse Expressionist des Automobildesigns, Chris Bangle, dieses Segment entwickeln möchte. Aufmerksam haben sich die Designer der Niere angenommen. Kräftige Gitterstäbe in Kombination von hochglänzenden und matten Oberflächen in dunklem Titan-Look betonen die Vertikale. Die Doppelscheinwerfer sind zeittypisch hinter Klarglas angebracht. Vor den Bi-Xenon-Leuchten mit sichtbarer Technik scheinen die aus dem 5er bekannten Leuchtringe frei zu schweben und verleihen dem Fahrzeug bei Nacht eine neuartige Optik. Das interessanteste Detail des xActivity ist seine Dachkonstruktion. Das "Rahmencabriolet" versucht die Leichtigkeit eines Cabriolets mit dem robusten Auftreten eines Sports Utility zu verbinden. Die Dachholme in Längsrichtung verbinden auf beiden Seiten die A-Säulen mit dem Heck, dazwischen können Sonne und Wind ihre volle Wirkung entfalten. B- und C-Säulen entfallen (man kennt das Prinzip aus diversen Mercedes-Coupés) und sollen durch ihre Nichtanwesenheit dem xActivity einen besondere Sportlichkeit verleihen. Kräftige Stoßfänger und ausgestellte Radhäuser sorgen für stabiles Auftreten und kernige Optik. Ein langer Radstand und die kurzen Überhänge verleihen dem xActivity die sportliche Wirkung der anderen BMW-Familienmitglieder. Das dynamische Erscheinungsbild wird durch die Seitenlinien zusätzlich betont, deren ausgeprägte Längskanten optisch die Schulterpartie betonen. Unter der Gürtellinie sorgen konkave und konvexe Flächen für spannungsvolles Design. Charakterbildend sind auch Details wie das Längsprofil in der Motorhaube oder die Gestaltung der Stoßfänger: Ausgeprägte Kanten mit betonten Winkeln und große Lufteinlässe in der Front sorgen optisch für glaubwürdige Geländetauglichkeit.
Auch das Heck zeigt sich eigenwillig: Betonte Horizontallinien formen einen kraftvollen Abschluss. Die BMW typischen Heckleuchten wurden neu interpretiert. Unter rotem Klarglas sind die LED-Rückleuchten und ihre Reflektoren sichtbar und sollen dem xActivity einen technisch-futuristischen Look geben. Optisch dominierend wirkt das metallicfarbene Profil, das von der Unterkante der Rückleuchten über das Kennzeichen geführt wird und eine fast barocke Wirkung entfaltet. Funktionalität wird demonstriert durch das unkonventionelle Beladesystem. Wird das "Tail Gate" - die nach unten klappbare Ladebordwand im Heck - geöffnet, zieht ein mechanisches System das Ladegut, beispielsweise zwei Mountainbikes, automatisch ein Stück aus dem Laderaum heraus. So können verstaute Geräte mühelos entnommen werden. Weiterhin sind zwei Rucksäcke in das Fahrzeug integriert, die in Design, Farbe und Material dem Fahrzeug entsprechen. Sie sind in die Seitenwände des Laderaums eingefügt und können ganz einfach herausgenommen werden. Das Thema des Innnendesigns ist Sportlichkeit und Komfort. Das bekannte Thema konkav-konvexer Flächen findet auch hier Verwendung. Formen sind durch ausgeprägte Stufen und Kanten deutlich abgegrenzt. Der Einsatz von Licht und Schatten lässt manche Teile nahezu schweben und verleiht anderen, tragenden Elementen eine gewünschte Schwere. Der Schalthebel ist z.B. so gestaltet, dass der asymmetrische Knauf wie ein freischwebendes Element wirkt. Die Ein-Knopf-Bedienung für die Klima-Funktionen soll im Cockpit für gute Übersichtlichkeit sorgen. Die hohe Sitzposition ist typisch für ein Sports Activity Vehicle. Sie sorgt für den guten Überblick über Fahrzeug und Umgebung. Die Verwendung von "smart materials" bei den Sitzen mit ihren drucksensitiven Oberflächen lassen diese selbst zum Bedienelement für die Einstellung werden; Schalter werden verzichtbar. Im Exterieur sind hochglänzende Oberflächen mit edler Wirkung mit matten Materialien kombiniert, die Robustheit und Beständigkeit ausdrücken. Die Aussenfarbe "Bronze-Moss" changiert je nach Lichteinfall und Blickwinkel zwischen bronze, grün und blau-grau.
Passend zur äußeren Anmutung soll sich im Inneren eine avantgardistische Stimmung mittels sorgfältig aufeinander abgestimmter Farbtöne um beige, olive, braun und grau entwickeln. Die Materialien des Innenraums sollen Ästhetik und Sportlichkeit verbinden und dabei auch Wind und Wetter widerstehen. Rindleder wurde auf dem Armaturenbrett und den Armauflagen eingesetzt. Die sichtbaren Schnittkanten wurden in einer Kontrastfarbe zum hellen Lederfarbton abgesetzt, um den sportlichen Aspekt des Materials hervorzuheben. Elastische Materialien in der Farbe "Earth Brown" kommen auf dem Armaturenbrett, den Brüstungselementen und im Gepäckraum zum Einsatz. Deren Oberflächen wurden witterungs- und wasserbeständig beschichtet. Die Sitze sind mit robustem Neopren überzogen. Der xActivity bringt auf den Punkt, was man bei BMW unter einem "Sports Activity Vehicle" versteht: Dynamische Fahreigenschaften und ausdrucksstarkes Design für ein breites Einsatzspektrum. Die Fahrdynamik des xActivity entspricht dem Konzept des X5: Agilität und Handling sind so leicht und dynamisch, wie es die Kunden von einem BMW verlangen. Die selbsttragende Karosserie mit Einzelradaufhängung verfügt über das neuentwickelte elektronische Differenzialsperrsystem ADB-X. Als Antrieb dient der bekannte BMW 3,0-Liter Reihensechszylinder mit 170 kW/231 PS und einem Drehmoment von bis zu 300 Nm. Seine spontane Kraftentfaltung beginnt schon im unteren Drehzahlbereich und ermöglicht dem xActivity auch an großen Steigungen stetiges Vorankommen. Bergab hilft die elektronische Bergabfahrthilfe Hill Descent Control (HDC). Ein spezielles Programm der Steuerungselektronik sorgt dafür, dass die Traktionskontrolle den vier Rädern auf unbefestigtem Untergrund immer genau soviel Schlupf haben, wie es für ein zügiges Vorankommen erforderlich ist. Dies hilft auch bei tiefem Schnee. Die Antriebskraft wird über ein Schaltgetriebe auf Räder mit Reifen der Dimension 245/45 vorne und 275/40 hinten, jeweils auf 18 Zoll Felgen übertragen. Ein tiefer Schwerpunkt sorgt für gutes Handling und Agilität.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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