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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Daewoo Kalos: Qualitätssprung

10.12.2002

pfeil  Technische Daten  

Kalos Front
Der Kalos wirkt erwachsener als seine Konkurrenten.

Nach der Neugründung des koreanischen Autobauers als GM Daewoo Auto & Technology Company ist der Kalos das erste Zeichen des Neuanfangs. Die seit Mitte September angebotene Kompaktlimousine bringt gute Anlagen mit, um auf dem europäischen Markt bestehen zu können. Neben einem attraktiven Preis wartet der kleine Koreaner mit einer Reihe von praktischen Vorzügen auf. Der Fünftürer biet et auf 3,88 Meter Länge genügend Platz für vier Personen, eine gute Ausstattung sowie eine ansehnliche Karosserie.

Gezeichnet hat den kleinen Minivan Italdesign, die den europäischen Käufer fest ins Visier genommen haben. Und – dem Turiner Designstudio ist ein rundherum überzeugender Wurf gelungen. Die ausgestellten Radhäuser, der markante Kühler und die prägnanten seitlichen Sicken zeigen Gespür fürs Detail und lassen das Fahr zeug erwachsen wirken. Eine hohe Dachlinie, die kurzen Überhänge vorn und hinten sowie die ausgeprägte Schulterlinie unterstreichen den Eindruck von Werthaltigkeit und Solidität, den man bis jetzt aus Korea in dieser Form nicht gewohnt war.

Das liegt vor allem auch an der genauen Ausarbeitung des Karosseriekörpers: Die Frontbeleuchtung in Klarglasoptik mit den unten liegenden Blinkern und dem raffiniert inszenierten Standlicht, die dynamisch nach unten gezogene Sicke vor den hinteren Radhäusern, die zusätzliche kleine Scheibe in der C-Säule sowie die kristalline Optik der Rückleuchten sind ansprechende Details in einer straffen und differenzierten Fahrzeug-Architektur.

Kalos Leuchten
Drei kleine Leuchten bilden das Standlicht

Diese Genauigkeit findet sich auch im Passagierabteil, wo man sich allerdings Materialien mit einem besseren Qualitätseindruck wünschen würde. Der Innenraum des Daewoo macht einen durchdachten Eindruck, wobei die Entwickler vor allem den Arbeitsplatz des Fahrers ergonomisch und geschmackvoll in Szene gesetzt haben. Die gut im Blickfeld liegenden Rundinstrumente bieten einen erfreulichen Anblick und leicht zugängliche Informationen. Alle Bedienelemente liegen griffgünstig. Die dunkel gehaltene Mittelkonsole, die Instrumentenhutze, Lenkrad und Türgriff setzen einen optischen Akzent gegenüber dem sonst verwendeten hellgrauen Plastik. Die runde Form der Instrumente findet sich in den L& uuml;ftungsrosetten auf der Mittelkonsole, den seitlichen Luftausströmern und den vorderen Türöffnern wieder.

Das hohe Dach und die großzügigen Platzverhältnisse auf den vorderen Plätzen sorgen für einen guten Raumeindruck, den Sitzen mangelt es jedoch etwas an Seitenhalt. Das macht sich vor allem aufgrund der starken Seitenneigung des Wagens bei schneller Kurvenfahrt negativ bemerkbar. Die Rücksitzpassagiere können, dank des langen Radstands vo n 2,48m, mit dem Raumangebot zufrieden sein. Zwei Erwachsene und zwei kleine Kinder finden ausreichend Platz im Kalos, selbst l”ngere Strecken werden nicht zu Tortur. Die Rückbank ist asymmetrisch teilbar und trennt den Gepäckraum ab, der spärliche 175 Liter Gepäck aufnimmt. Durch Umlegen der Sitze können daraus allerdings bis zu 735 Liter werden. Das gespart werden musste, zeigt sich an Details wie der Aussenspiegelverstellung, die auf der Fahrerseite mechanisch und auf der Beif ahrerseite elektrisch ausgelegt ist. Das ist kein funktionaler Nachteil, alleine die Ergonomie leidet etwas darunter.

Kalos Heck
Der Daewoo bietet Agilität und hohen Nutzwert auf kleinem Raum

Der Kalos wird zunächst ausschließlich mit einem 1,4 Liter-Benzinmotor angeboten. Das Vierzylinder-Aggregat leistet 61 kW/83 PS, die das Fahrzeug über ein serienmäßiges Fünfgang-Schaltgetriebe in 13,3 Sekunden auf 100 km/h und maximal auf 170 km/h beschleunigen. Das ein wenig rauhe Tr iebwerk macht den Daewoo in der Stadt zusammen mit der leichtgängigen und direkten Lenkung zu einem angenehmen Partner. Auf der Autobahn jenseits der Richtgeschwindigkeit und an Steigungen ist ihm die Anstrengung deutlich anzumerken: Um hier ein zügiges Fortkommen zu gewährleisten muss das Drehvermögen des Motors fleißig genutzt werden. Verst”rkt wird dieser Effekt durch einen viel zu lang ausgelegten f¸nften Gang, er zwingt schon bei leichten Steigungen dazu, in den vierten Gang zur¸ckzuwechseln, will man jenseits der 130km/h unterwegs sein. Ein vergleichsweise hoher Verbrauch von 7,5 Liter im EU-Mix ist das Resultat. Allerdings darf Normal-Benzin getankt werden, was den Verbrauchsmalus zum Teil wieder wett macht. Im Frühjahr nächsten Jahres soll noch ein kleinerer 1,2-Liter-Benziner die Motorpalette komplettieren. Ein Diesel ist vorerst nicht vorgesehen.

Für serienmäßige Sicherheit sorgen Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahre r, Drei-Punkt-Gurte auf allen fünf Plätzen sowie ein Vier-Kanal-ABS-System mit Scheibenbremsen vorn und elektronischer Bremskraftverteilung.

Das Ausstattungspaket der SE-Version, die wir gefahren haben, enthält zusätzlich ein verstellbares Lenkrad, Servolenkung, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorn sowie Kassetten-Radio ab Werk an Bord. Eine Klimaanlage kann für 990 Euro geordert werden.

Passend zur Devise, dass GM Daewoo ein "innova tives, bewegliches Unternehmen" mit "aufregenden Produkten" sein will, stellt die koreanische Marke mit dem Kalos ein Fahrzeug vor, dass sich nur kleine Blößen gibt. Mit Unterstützung des amerikanischen Mutterkonzerns und von Italdesign wurde ein Fahrzeug entwickelt, das mit den europäischen Konkurrenten mithalten kann und in Sachen Design sogar eine neue und frische Optik anbietet, und das nicht nur aussen. Der von Grund auf neu entwickelte Kalos wird zum Kampfpreis von 9990 Euro zu haben sein. Deshalb verzeiht man ihm die kleinen qualitativen Schwächen im Innenraum gerne, zumal für langweiligere und weniger flexible Fahrzeuge Premiumpreise verlangt werden. F¸r Käufer, die weniger auf das Image und mehr auf den Gegenwert schauen, ist der adrette kleine Daewoo eine gute Wahl.

(Text: Rainer Roþbach )
(Bild: Daewoo)

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Daewoo Kalos: Qualit”tssprung

10.12.2002

pfeil  Technische Daten  

Kalos Front
Der Kalos wirkt erwachsener als seine Konkurrenten.

Nach der Neugründung des koreanischen Autobauers als GM Daewoo Auto & Technology Company ist der Kalos das erste Zeichen d es Neuanfangs. Die seit Mitte September angebotene Kompaktlimousine bringt gute Anlagen mit, um auf dem europäischen Markt bestehen zu können. Neben einem attraktiven Preis wartet der kleine Koreaner mit einer Reihe von praktischen Vorzügen auf. Der Fünftürer bietet auf 3,88 Meter Länge genügend Platz für vier Personen, eine gute Ausstattung sowie eine ansehnliche Karosserie.

Gezeichnet hat den kleinen Minivan Italdesign, die den europäischen K& auml;ufer fest ins Visier genommen haben. Und – dem Turiner Designstudio ist ein rundherum überzeugender Wurf gelungen. Die ausgestellten Radhäuser, der markante Kühler und die prägnanten seitlichen Sicken zeigen Gespür fürs Detail und lassen das Fahrzeug erwachsen wirken. Eine hohe Dachlinie, die kurzen Überhänge vorn und hinten sowie die ausgeprägte Schulterlinie unterstreichen den Eindruck von Werthaltigkeit und Solidität, den man bis jetzt aus Korea in dieser Form nicht gewohnt war.

Das liegt vor allem auch an der genauen Ausarbeitung des Karosseriekörpers: Die Frontbeleuchtung in Klarglasoptik mit den unten liegenden Blinkern und dem raffiniert inszenierten Standlicht, die dynamisch nach unten gezogene Sicke vor den hinteren Radhäusern, die zusätzliche kleine Scheibe in der C-Säule sowie die kristalline Optik der Rückleuchten sind ansprechende Details in einer straffen und differenzierten F ahrzeug-Architektur.

Kalos Leuchten
Drei kleine Leuchten bilden das Standlicht

Diese Genauigkeit findet sich auch im Passagierabteil, wo man sich allerdings Materialien mit einem besseren Qualitätseindruck wünschen würde. Der Innenraum des Daewoo macht einen durchdachten Eindruck, wobei die Entwickler vor allem den Arbeitsplatz des Fahrers ergonomisch und geschmackvoll in Szene gesetzt haben. Die gut im Blickfeld liegenden Rundinstrumente bieten einen erfreulichen Anblick und leicht zugä ngliche Informationen. Alle Bedienelemente liegen griffgünstig. Die dunkel gehaltene Mittelkonsole, die Instrumentenhutze, Lenkrad und Türgriff setzen einen optischen Akzent gegenüber dem sonst verwendeten hellgrauen Plastik. Die runde Form der Instrumente findet sich in den Lüftungsrosetten auf der Mittelkonsole, den seitlichen Luftausströmern und den vorderen Türöffnern wieder.

Das hohe Dach und die großzügigen Platzverhältnisse auf den vorder en Plätzen sorgen für einen guten Raumeindruck, den Sitzen mangelt es jedoch etwas an Seitenhalt. Das macht sich vor allem aufgrund der starken Seitenneigung des Wagens bei schneller Kurvenfahrt negativ bemerkbar. Die Rücksitzpassagiere können, dank des langen Radstands von 2,48m, mit dem Raumangebot zufrieden sein. Zwei Erwachsene und zwei kleine Kinder finden ausreichend Platz im Kalos, selbst l”ngere Strecken werden nicht zu Tortur. Die Rückbank ist asymmetrisch teilbar und t rennt den Gepäckraum ab, der spärliche 175 Liter Gepäck aufnimmt. Durch Umlegen der Sitze können daraus allerdings bis zu 735 Liter werden. Das gespart werden musste, zeigt sich an Details wie der Aussenspiegelverstellung, die auf der Fahrerseite mechanisch und auf der Beifahrerseite elektrisch ausgelegt ist. Das ist kein funktionaler Nachteil, alleine die Ergonomie leidet etwas darunter.

Kalos Heck
Der Daewoo bietet Agilität und hohen Nutzwert auf kleinem Raum

Der Kalos wird zunä chst ausschließlich mit einem 1,4 Liter-Benzinmotor angeboten. Das Vierzylinder-Aggregat leistet 61 kW/83 PS, die das Fahrzeug über ein serienmäßiges Fünfgang-Schaltgetriebe in 13,3 Sekunden auf 100 km/h und maximal auf 170 km/h beschleunigen. Das ein wenig rauhe Triebwerk macht den Daewoo in der Stadt zusammen mit der leichtgängigen und direkten Lenkung zu einem angenehmen Partner. Auf der Autobahn jenseits der Richtgeschwindigkeit und an Steigungen ist ihm die Anstrengun g deutlich anzumerken: Um hier ein zügiges Fortkommen zu gewährleisten muss das Drehvermögen des Motors fleißig genutzt werden. Verst”rkt wird dieser Effekt durch einen viel zu lang ausgelegten f¸nften Gang, er zwingt schon bei leichten Steigungen dazu, in den vierten Gang zur¸ckzuwechseln, will man jenseits der 130km/h unterwegs sein. Ein vergleichsweise hoher Verbrauch von 7,5 Liter im EU-Mix ist das Resultat. Allerdings darf Normal-Benzin getankt werden, was den Verbrauchsmalus zu m Teil wieder wett macht. Im Frühjahr nächsten Jahres soll noch ein kleinerer 1,2-Liter-Benziner die Motorpalette komplettieren. Ein Diesel ist vorerst nicht vorgesehen.

Für serienmäßige Sicherheit sorgen Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, Drei-Punkt-Gurte auf allen fünf Plätzen sowie ein Vier-Kanal-ABS-System mit Scheibenbremsen vorn und elektronischer Bremskraftverteilung.

Das Ausstattungspaket der SE-Version, die wir gefahren h aben, enthält zusätzlich ein verstellbar es Lenkrad, Servolenkung, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorn sowie Kassetten-Radio ab Werk an Bord. Eine Klimaanlage kann für 990 Euro geordert werden.

Passend zur Devise, dass GM Daewoo ein "innovatives, bewegliches Unternehmen" mit "aufregenden Produkten" sein will, stellt die koreanische Marke mit dem Kalos ein Fahrzeug vor, dass sich nur kleine Blößen gibt. Mit Unterstützung d es amerikanischen Mutterkonzerns und von Italdesign wurde ein Fahrzeug entwickelt, das mit den europäischen Konkurrenten mithalten kann und in Sachen Design sogar eine neue und frische Optik anbietet, und das nicht nur aussen. Der von Grund auf neu entwickelte Kalos wird zum Kampfpreis von 9990 Euro zu haben sein. Deshalb verzeiht man ihm die kleinen qualitativen Schwächen im Innenraum gerne, zumal für langweiligere und weniger flexible Fahrzeuge Premiumpreise verlangt werden. F¸r Käufer , die weniger auf das Image und mehr auf den Gegenwert schauen, ist der adrette kleine Daewoo eine gute Wahl.

(Text: Rainer Rossbach )
(Bild: Daewoo)

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