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Mondeo Ghia Turnier: Der Lademeister aus Köln
12.12.2002
Seit seiner Markteinführung 1993 fand der Ford Mondeo europaweit zwar 2,5 Millionen Käufer, vom Weltauto-Gedanken aber blieb nur der Name übrig. Nach der Modellpflege 1996 wurde im letzten Herbst ein völlig neuer Mondeo vorgestellt. Er soll mithelfen, an erfolgreichere Ford-Zeiten anzuknüpfen. Die Voraussetzungen dafür sind durch neue Motoren, das gute Platzangebot, agile Fahreigenschaften und hohe Sicherheitsstandards bei attraktiven Preisen geschaffen. Hinzu kommt das neue Kleid: Chef-Designer Chris Bird hat die Vorgaben scharfe Kanten, präzise Linien, Kontinuität des Gesamtdesigns so umgesetzt, dass sich der aktuelle Kölner Mittelklasse-Kombi mit seinem gelungenem Styling auch äußerlich gute Noten verdient. Diese sind auch dem Innenraum zu zuschreiben: Cockpit mit Aluminium-Elementen, Lederlenkrad, klar und übersichtlich angeordnete Armaturen und Bedienelemente, hohe Sitzposition dadurch sehr gute Übersicht , üppige Kopf- und Beinfreiheit (auch im Fond). Große Türausschnitte ermöglichen auch hinten einen bequemen Zustieg. Die Motorenpalette umfasst nun vier Benziner und zwei Dieselaggregate. Lediglich der 2,5-Liter V6 mit 170 PS stammt vom Vorgänger, erfüllt aber jetzt genau wie die neu entwickelten Duratec-HE-Vierzylinder mit 1,8 (110 und 125 PS) und zwei Liter Hubraum (145 PS) die Euro-4-Abgasnorm. Die Grenzwerte der Euro 3 halten die beiden Zweiliter-Diesel-Direkteinspritzer (90 und 115 PS) ein. Sie sollen dafür sorgen, den Dieselanteil beim Mondeo auf ca. 50 Prozent zu steigern. Neben Fließ- und Stufenheck komplettiert der hier vorgestellte Kombi Ghia Turnier (1,8 Liter, 92 kW/125 PS) die Mondeo-Palette. Im Gegensatz zu den beiden Modell-Varianten ist das rund 1 450 Kilogramm schwere, 4,80 Meter lange Nutzfahrzeug - rund sieben Zentimeter länger als die Limousinen - mit der platzsparenden Schwertlenker-Hinterachse ausgerüstet. Der Gepäckraum mit seiner niedrig angeordneten Ladekante ist leicht zugänglich, nahezu ebenflächig und individuell variierbar. Das maximale Ladevolumen bei einer möglichen Zuladung von rund 560 Kilogramm erreicht nicht ganz das Niveau des Peugeot 406 Break, ist aber größer als beim Renault Laguna Grandtour und beim VW Passat Variant. Die - jeweils individuell möglichen - Gepäckraumgrößen: Laderaum bis Vordersitz (lehnenhoch) rund 980 Liter, bis Vordersitz (dachhoch) ca. 1700 Liter, bis Rücksitz (lehnenhoch) 550 Liter und bis Rücksitz (dachhoch) rund 830 Liter. Ford geht in Sachen Sicherheit keinerlei Kompromisse ein: Fahrer- und Beifahrerairbags (der Wagen bietet als erster in seiner Klasse zweistufige Frontairbags - Aufprallgeschwindigkeit und Sitzposition beeinflussen hier die Airbag-Auslösung), Seitenairbags, Windowbags. Außerdem: Pedale, die bei starken Kollisionen wegklappen sowie Kopfstützen an den Vordersitzen, die sich schützend nach vorn bewegen. Fahreigenschaften: hohe Fahrstabilität, gute Lenkpräzision, sportlich-komfortabler Federungskomfort. Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 11,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 200 km/h. Der Verbrauch: 9 Liter Super im Drittelmix. Übrigens: Die Ein-Preis-Strategie von Ford gehört der Vergangenheit an: Der aktuelle Turnier kostet rund 1.800 Mark mehr als das Fließ- und Stufenheckmodell. In Köln glaubt man, damit den Verkaufsanteil der Limousinen von rund 20 auf ca. 40 Prozent anzuheben. Fazit: Die Summe seiner positiven Eigenschaften verschaffen dem Turnier einen Spitzenplatz im Segment der Mittelklasse-Kombis. Der Preis: 23.100 Euro
(Text: Jörg-Thomas Födisch ) |
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