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Fioravanti Yak: Bergsteiger
14.03.2003
Mit "Crossover" bezeichnet man Automobile, die Ideen aus sehr unterschiedlichen Fahrzeug-Typen adaptieren. Unter diesem Begriff versammeln sich also Autos, die völlig unteschiedlich aussehen können. Meistens dominiert jedoch eine Kombiform mit erhöhter Bodenfreiheit und größeren Rädern. So auch bei der Studie YAK von Fioravanti, die Elemente eines Geländewagens, eines Pick Ups sowie einer Luxuslimousine miteinander in Einklang bringen möchte. Mit Allradantrieb und V8-Motor löst die Studie die Assoziationen, die sich aus ihrem Namen ergeben, technisch ein. Formal glaubt man den Bewohner der Berge zu erkennen: Starke Konturen, kristalline Formen und ausgeprägte Öffnungen machen ihn zu einem herben und sperrigen Charakter, dem es gleichwohl nicht an rustikaler Eleganz fehlt. Die Karosserie wird stabilisiert mittels eines in die Fahrzeugstruktur integrierten, zentralen Überrollbügels, der für die Sicherheit in einem Off-Roader unverzichtbar ist. Innovativ findet Fioravanti die Idee, in diesem tragenden Element Seitenscheibenwischer einzubauen, die die Rundumsicht sowohl bei Regen wie auch beim Geländeeinsatz verbessern sollen. Die Front des YAK ist gekennzeichnet durch eine Reihe von Luftein- und auslässen, die eine optimale Kühlung bei allen Fahrzuständen erlauben sollen sowie durch eine neuartige Lichttechnologie. Alle Lampenfunktionen sind in spezielle Träger integriert, die extrem effiziente 50-Lumen-LCDs mit Speziallinsen enthalten. Diese werden zusammen per Software gesteuert und sind in der Lage, je nach Bedarf unterschiedliche Lichtkonfigurationen bereitzustellen. Bei schneller Fahrt auf der Autobahn kann der Lichtstrahl verlängert werden, während in der Stadt der Strahlungswinkel verbreitert werden kann und in den Bergen wäre es möglich, einen Teil des Lichts nach oben zu lenken. Durch die Softwaresteuerung kann dieses Lichtsystem an die Rechtslage in vielen verschiedenen Ländern angepaßt werden. Alle technischen Bestandteile dieses Fioravanti-Patents sind sehr dünn ausgelegt und können sich so an alle denkbaren Oberflächenformen anpassen. Damit entstehen neue Möglichkeiten in Bezug auf künftige aerodynamische und gestalterische Herausforderungen.
Die vorderen Türen sind vorne am Holm angeschlagen, die hinteren an der C-Säule. Diese Anordnung soll einen deutlich bequemeren Zugang zum Fahrgastraum ermöglichen. Die B-Säule beherbergt die seitlichen Wischer sowohl für hinten wie vorne. Das Heck des Fahrzeugs ist mit einer luftigen Glaskuppel überdacht, die eine gute Rundumsicht erlaubt und gleichzeitig grosszügigen Stauraum bereithält. Das Dach teilt sich in verschiedene Segmente auf, die nach dem Prinzip eines Sonnendaches ineinander geschoben und nach unten bewegt werden können. So wird der YAK zum Pick-Up-Truck. Auch innen ist man um Innovation bemüht: Der Passagierraum teilt sich auf in eine vordere Zone, die sich eindeutig auf das Fahren auch in schwierigen Umgebungen konzentriert, während die zweite Reihe alle Merkmale eines Luxusabteils aufweist. Das Armaturenbrett beschränkt sich auf die nötigsten Instrumente. Zwei Monitore, geschützt durch Glaskuppeln, stellen dem Fahrer alle nötigen Informationen zum Fahren, zum Fahrzeugstatus, zur Wartung und zur Navigation dar. Internet und Infotainment für die Passagiere sind im Elektronikpaket ebenfalls vorgesehen. Die Steuerung dieser Anwendungen erfolgt mittels eines fest angebrachten Drehknopfs. Die Justierung des Fahrzeugklimas kann individuell für jeden Passagier erfolgen und an jedem Platz finden sich reichlich Stauräume so z.B. in den Türverkleidungen und zwischen den Sitzen. Das Gestühl ist mit halbautomatischen Sicherheitsgurten versehen. Ein Sensor im unteren Teil des Sitzes aktiviert ein patentiertes Vierpunktesystem, das den Passagier umschließt und nur noch geschlossen werden muss. Fioravanti verspricht für dieses Gurtsystem einen verbesserten Seitenhalt und besseren Schutz bei Überschlägen. Jeder Platz hat ein eigenes Lautsprechersystem. Die Rücksitze, mit versenkbaren Kopfstützen für bessere Rücksicht, sind als eine bequeme dreisitzige Bank ausgeführt. Die Passagiere können auf zusätzliche Stauschubladen unter den Sitzen zugreifen und zudem mit einer zentralen Steuereinheit das Licht, das Klima und die Infotainmentsysteme bedienen. Das Staufach ist mit Holz verkleidet, das sowohl Gepäck sicher verwahrt wie auch rustikaleres Ladegut übersteht.
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(Text: Rainer Roßbach ) |
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