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Aktualisiert am 31.12.2011
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Lotus Elise Heritage: Der Ruhm der frühen Jahre

09.03.2003

Lotus Elise "Type 25"
Klassisches Racing Green und Lotus-Gelb beim "Type 25"

Der Formel 1-Ruhm von Lotus ist mittlerweile verblasst. Es wurde also für Colin Chapmans ehemalige Firma Zeit, daran zu erinnern, dass einige der bedeutendsten technischen Innovationen der höchsten Motorsport-Kategorie aus Hethel kamen.

Da ein Wiedereinstieg in den Sport Illusion ist, legt man Sondereditionen der Elise auf, die in Lackierung und Ausstattung an die erfolgreichsten Formel-Renner der britischen Firma erinnern. Zumal man der Ansicht ist, dass sich auch in diesem Fahrzeugtyp die Prinzipien ausdrücken, die die Lotus so erfolgreich werden ließen: Leichtbau in Verbindung mit geringen Abmessungen als Formel für ein gutes Leistungsgewicht.

Die Lotus Elise, die die Erfolger des "Type 25" zelebrieren, sind in klassischem British Racing Green mit den typischen hellgelben Streifen lackiert. Der Formel 1-Typ 25 feierte seine Premiere 1962 beim niederländischen Grand Prix in Zandvoort. Mit diesem Rennwagen vollzog Lotus die Abkehr vom Rohrrahmen-Chassis. Inspiriert vom damaligen Lotus-Elan-Strassensportwagen entwickelte Chapman, wie die Legende berichtet, zusammen mit Mike Costin die Idee für diesen bahnbrechenden Schritt. Man saß in einem Restaurant, hatte kein anderes Papier zur Hand, und machte die Skizze, ja wo denn sonst, auf einer Serviette. Der "Typ 25" wurde exakt auf die Physis des Lotus-Spitzenfahrers Jim Clark zugeschnitten: am Ende der Saison verpasste Clark den Gewinn der Weltmeisterschaft nur um einen Punkt. Aber 1963 dominierte man die Weltmeisterschaft und gewann sowohl den Fahrer- wie auch den Konstrukteurstitel und etablierte Lotus mit diesem Erfolg als führende Kraft in der Formel 1.

Lotus Elise "Type 49"
Der "Type 49" ist in der wohl harmonischsten Farbgebung lackiert, die ein Grand-Prix-Fahrzeug je hatte

Die Elise "Type 25" reflektiert auch mit ihrer Innenausstattung das Vorbild: rote Ledersitze mit perforiertem Bezug, gleichfarbige Türverkleidungen und ein eingestickter roter Sieges-Lorbeer in den Kopfstützen sorgen für eine historisch einwandfreie Ästhetik. Der besondere Status dieser Fahrzeuge wird mit einer Metallplakette dokumentiert. Die Mittelmotorsportler stehen auf extra gestalteten schwarzen Aluminiumrädern. Da der originale "25" aber seine Rennen mit gelb lackierten Rädern bestritt, wären in dieser Farbe lackierte Felgen historisch korrekt.

Der Lotus Elise "Type 49" feiert den Grand Prix-Wagen mit der gleichen Bezeichnung, der seine Premiere gemeinsam mit dem legendären Ford Cosworth DFV 1967 ebenfalls in Zandvoort feierte. Diese wegweisende Kombination sorgte für einen weiteren Entwicklungssprung in der Formel 1: Zum erstenmal wurde der Motor als tragendes Element verwendet. Die Rennkarriere des "49" dauerte bis 1970, aber den grössten Erfolg erzielte dieser Typ mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft durch Graham Hill im Jahr 1968. In jener Saison waren die Lotus-Fahrzeuge als erste in der Weltmeisterschaftsgeschichte ausschließlich in den Farben eines Hauptsponsors lackiert.

Die Elise "Type 49" übernimmt die Farbigkeit des 68er-Weltmeisterschaftsautos bis hin zu den golden lackierten Felgen. Die Innenausstattung besteht aus roten Ledersitzen und dem schwarzem Alcantara der Türverkleidungen. Das Fahrzeug wird mit Soft- und Hardtop ausgeliefert und hat wie der "25" ein Echtheitszertifikat in Form einer Metallplakette auf dem Armaturenbrett.

Lotus Elise "Type 72"
Die Farben des Erfolgs: Schwarz und Gold des "Type 72"

Der Lotus "72", Vorbild für die dritte Elise-Sonderserie, lieferte mit seinen hinten liegenden Kühlern und seiner Keilform das Grundlayout für alle modernen Formel 1. Der "72" ist einer der erfolgreichsten Monoposto überhaupt. 1970, im ersten Einsatzjahr, gewann Jochen Rindt posthum den Titel und Emerson Fittipaldi holte den Titel 1972. Zusätzlich verbuchte man drei Konstrukteursweltmeisterschaften sowie 20 Rennsiege.

Elise "Type 72" ist in den berühmten JPS-Farben des Jahrs 1972 lackiert. Die Innenausstattung ist gelb und schwarz und, wie beim Vorbild, ist auf dem Heckflügel für jeden Rennsieg ein Lorbeer angebracht. Auch hier wird die das Fahrzeug mit einer Plakette ausgestattet, die seinen außergewöhnlichen Status verrät. Nach Formel 1-Vorbildern gestaltet, thront sie zentral auf dem Armaturenbrett.

Der Kreis schließt sich mit dem letzten erfolgreichen Lotus F1-Monoposto, dem 99T von 1987. Ayrton Senna gewann mit diesem Wagen in Monaco und Detroit zwei Rennen und wurde in der Schlussabrechnung Dritter der Weltmeisterschaft. Gelb lackiert und mit blauen Schriftzügen versehen erinnert die Elise 99, die als einzige in der Heritage-Linie ausschließlich als Linkslenker angeboten wird, an die letzten großen Erfolge des legendären britischen Teams.

Lotus Elise "Type 99"
Das Gelb und das Blau des Hauptsponsors von 1987 zieren den "99"

Ein Gewicht von 757 kg und eine Leistung von 160 PS aus dem 1,8l-Vierzylinder-Mittelmotor beschleunigen die Heritage-Modelle in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und sorgen so auch auf fahrdynamischer Seite für den nötigen Spass.

Zum Lieferumfang dieser aussergewöhnlichen Fahrzeuge gehören ein Besuch des Classic Team Lotus, ein Besuch im Werk, ein Lotus-Buch mit einem Autogramm des ehemaligen Grand-Prix-Piloten Johnny Herbert, detaillierte technische Aufzeichnungen über die exklusiven Spezifikationen des Autos, ein Classic Team Lotus-Modell sowie ein personalisierter Kunst-Druck.

Dieses Package ist eine gelungene Idee der britischen Sportwagenhersteller: die Käufer der Heritage-Linie erhalten detaillierte Unterlagen über das eigene Fahrzeug, lernen hautnah den Geist der Marke kennen und finden sich mit ihren Autos im Focus der Renngeschichte wieder – so schafft man Beziehungen und Identitäten, die eine gute Basis für eine lange Beziehung bilden.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Lotus)

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