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Aktualisiert am 01.08.2010
© 2010 virto GmbH
Suzuki CONCEPT-S: Mini Hot Rod

06.02.2003

CONCEPT-S
Der Suzuki stellt seine dynamischen Qualitäten in den Vordergrund

Dynamisch gibt sich der CONCEPT-S des japanischen Motorrad- und Kleinwagenherstellers. Nach der Definition Suzukis handelt es sich bei dieser Studie um einen Super-Kleinwagen, der mit innovativer Technik und sportlichem Design einen Vorgeschmack auf die Serienmodelle von morgen gibt. Zur Ausstattung gehört auch ein High-Tech-Navigationssystem, das zur Steigerung des Fahrvergnügens beitragen soll.

Das Karosseriedesign

"Futuristisch" war der Schlüsselbegriff für die Entwicklung. Um diese Assoziation in ein Fahrzeug zu übersetzen realisierten die japanischen Ingenieure und Designer eine Karosserie, die mit sehr kurzen Überhängen aufwartet. Damit legten sie die Basis für ein konseqentes Design. Aufbauend auf dieser Grundstruktur konnte eine Form entstehen, die Stabilität, Standvermögen und Dynamik vermittelt. Die ausgeprägte, schräge Schulter über den seitlichen Flanken des dunkelrot lackierten CONCEPT-S sorgt für eine hohe Gürtellinie. Diese erzeugt ein subjektives Gefühl von Sicherheit, aber auch Hot-Rod-Flair. Der seitliche Wagenkörper ist glattflächig und wird durch ausgeprägte Radhäuser und Schweller akzentuiert. Der untere Abschluß besteht aus einer silbernen Metallleiste, die mit den schwarzlackierten 18-Zoll-Sechs-Speichen-Alurädern kontrastiert.

In der Motorhaube befinden sich vertikale Scheinwerfer, die einen Vorgeschmack auf die Serien von morgen geben. Zur weiteren Strukturierung der Front tragen zwei Kühllufteinsätze bei: ein breiter, der sich unten über die gesamte Front ausbreitet und ein kleinerer über dem Nummernschildträger, der die unteren Linien der beiden Leuchteinheiten optisch verbindet und in der Mitte das Firmenlogo aufnimmt. Der Teil der Haube, der den kleinen Kühler trägt, löst sich aus der Grundfläche des Vorderwagens und bildet eine Nase, die sich leicht in die untere Öffnung verlängert. Dadurch erhält die Front einen leicht aggressiven Impuls nach vorn und verstärkt so den dynamischen Eindruck des Suzuki.

CONCEPT-S
Audi-inspiriertes Heck

Das Passagierabteil wird bestimmt durch eine Panoramascheibe mit versteckten Holmen. Nur die rot lackierte C-Säule bekennt sich als tragendes Element des leicht geschwungenen Dachs. Dieses setzt sich nach hinten in einem Spoiler fort. Der Heckabschluß zeigt sich, genau wie die Schultern, inspiriert vom aktuellen Audi A6. Oben liegende Heckleuchten definieren die Breite der Kotflügel, die mit einer Sicke bis oberhalb des Stoßfängers geführt werden. Eine vertikale, vertiefte Sicke, die die Kofferraumklappe nach unten begrenzt, verbindet beide optisch. Akzentuiert wird das Heck durch ein Art Diffusoröffnung, in der sich links und rechts zwei in massivem Metall ausgeführte Auspuffrohre befinden. Den Anschluss bildet hier, ebenso wie in der Front und den Seiten eine silberne Metalleiste. Die Länge des CONCEPT-S beträgt nur 3,65 m bei einer Breite von immerhin 1,73 m, eine stämmige Figur ist das Resultat.

Die Innenausstattung

Das Interieur wird ebenfalls vom Dreiklang blanker Metallflächen, rotlackierter Bleche und schwarzen Elementen bestimmt. Die Form des Panoramafensters setzt sich im stark gerundeten lnterieur des "CONCEPT-S" fort. Die von den Flügeln eines Doppeldeckers inspirierte Form des Armaturenbretts samt seinen an ein Motorrad erinnernden Metall-Holmen soll den sportlichen Charakter des Innenraumdesigns unterstreichen. Gelochte Bleche in Aluminiumoptik bilden den Bodenbelag.

CONCEPT-S
Offen gezeigtes, blankes Metall prägt den Stil der Inneneinrichtung

Drucktasten am Lenkrad übernehmen die Funktion der konventionellen Schalter und Hebel für Gangschaltung, Handbremse, Blinker und Scheibenwischer. Dem Fahrer soll somit ermöglicht werden, sich voll und ganz auf das Fahren zu konzentrieren, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Die Anordnung der Funktionen sind von Videospielkonsolen inspiriert. Für die Bedienung der Klima- und Audioanlage ist ein Monitor in der Mitte des Armaturenbretts vorgesehen, in den Daten so leicht wie bei einem Handy eingegeben werden können.

Moderne Software

Das "Advanced Navigation System" des CONCEPT-S soll Fahrspaß wie bei einem Videospiel ermöglichen. Dieses System ist auch im GSX-R/4 Roadster verbaut, der auf der IAA 2001 gezeigt wurde. Es wartet mit einer Vielzahl von Einstellmöglichkeiten von Fahrzeugfunktionen auf: Die Zündung kann verstellt werden ebenso wie z.B. die Dämpferparameter. Gleichfalls können Abstimmungen auf unterschiedliche Rennstrecken aus einer internen Datenbank geladen werden. Das "Advanced Navigation System" kann aber auch automatisch einer zuvor vom Internet heruntergeladenen oder per Email empfangenen Route folgen. In Verbindung mir einer intelligenten Codekarte übernimmt die Software ebenfalls das Ver- und Entriegeln und das Anlassen des Wagens. Durch Fingerabdruckautorisierung kann das Fahrzeug auf die bevorzugte Motor- und Fahrzeugeinstellung programmiert werden. Das Herunterladen, das Speichern und das Austauschen von Musikdateien im MP3-Format versteht Suzuki ebenfalls als Beitrag zum personalisierten Fahrzeug.

Der Antrieb

Angetrieben wird der "CONCEPT-S" von einem leichten und kompakten 1,6 l Vollaluminium-Saugmotor mit Doppelnockenwellen mit 4 Zylindern und 16 Ventilen. Der permanente Allradantrieb, das sequenzielle 6-Gang Getriebe und der Motor, der aus dem des Rallye-Ignis abgeleitet ist, verleihen dem kleinen Suzuki einen sportlichen Charakter.

Mit dem CONCEPT-S setzt die japanische Firma die Tradition sportlicher kleiner Fahrzeugstudien fort. Im Gegensatz zum radikalen GSX-R/4 Roadster mit Hayabusa-Motor glaubt man hier schon die Substanz künftiger Serienmodelle zu erkennen.

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(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Suzuki)

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