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Aktualisiert am 31.12.2011
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Daihatsu Copen: Micro-Roadster aus Japan

03.03.2003

Daihatsu Copen
Der Daihatsu Copen ist ein echter Sympathieträger.

Ein sympathischer Blick à la VW Beetle, ein kleiner Powerdome auf der Haube, ein gelochter Kühlergrill und ein Faltdach nach Art des SLK: Aus diesen Zutaten formte Daihatsu einen kleinen Roadster für den japanischen Markt.

Dort schon Kult, wie lange Lieferzeiten belegen, hatte der Daihatsu Copen seinen ersten europäischen Auftritt in England. Warum auf der Insel? Nun, weil der rechtsgelenkte kleine Roadster am einfachsten an die dortigen Markterfordernisse angepasst werden kann. Zur Zeit wird von den Japanern eine technische und kostenseitige Analyse durchgeführt und, wie der britische Daihatsu-Importeur bestätigt, sind die Chancen nicht schlecht, dass der Micro-Roadster in das Programm aufgenommen wird. Auch der deutsche Vertrieb hätte diesen Wagen sicher gerne im Angebot, wahrscheinlich bleibt jedoch der europäische Markt außen vor.

Der Name des Zweisitzers setzt sich zusammen aus "Compact" und "Open". Gerade 3,30 Meter lang und 1,47 Meter breit, hat der kleine Zweisitzer die optimale Grösse für den Stadtverkehr. Kaum eine Parklücke bleibt so ungenutzt. Dabei verfügt er innen über genügend Kopf- und Beinfreiheit und sorgt für ein durchaus komfortables Raumgefühl selbst für Passagiere, die grösser als einsachtzig sind. Der Fahrer blickt auf sportlich gezeichnete Instrumente, die wie bei Porsche ineinander verschränkt sind, und er lenkt mit einem apart aussehenden kleinen Ledervolant. Das Showcar in Birmingham war mit rotem und schwarzem Leder ausgestattet sowie mit Aluminium-Applikationen versehen. Runde verstellbare Lüftungsöffnungen, elektrische Fensterheber und der griffgünstige, in Chrom ausgeführte Schalthebel vervollständigen die Inneneinrichtung.

Daihatsu Copen
25 Sekunden benötigt das Dach auf seinem Weg in den Kofferraum

In der Mittelarmlehne befindet sich neben einem kleinen Stauraum der Schalter für das elektrisch betriebene Dach. Zwei Schnellverschlüsse müssen am vorderen Scheibenrahmen gelöst werden, danach braucht das Klappdach 25 Sekunden, um sich selbst im Kofferraum zu verstauen.

Hat er einmal Platz genommen, sitzt der Fahrer genau im Zentrum des 2,20 Meter kurzen Radstands. Der kleine 660 ccm-Hightech-Motor, beatmet von einem Turbolader, dreht bis 9000 U/min und sorgt im Zusammenspiel mit dem Sportfahrwerk für den nötigen Fahrspass. Allerdings steht zu erwarten, dass das Triebwerk kein Drehmomentriese ist, sondern durch häufige Gangwechsel auf Trab gehalten werden muss.

Neben seinem gefälligen Äußeren spricht vor allem das elektrisch betriebene Falt-Hardtop für einen möglichen Erfolg in Europa. Auch das Design, dass auf dieselben Sympathiefaktoren wie der New Beetle setzt, würde den Erfolg des kleinen Flitzers sicher beflügeln. In Grossbritannien wird, falls der Verkauf startet, über einen Preis von etwa 14.000 Pfund spekuliert. Möglicherweise zu viel, um in direkter Konkurrenz zum Smart-Roadster bestehen zu können.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Daihatsu)

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