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Aktualisiert am 31.12.2011
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Ford ist 100: Design-Offensive zum runden Geburtstag

16.02.2003

Mustang GT
Der Mustang GT gibt sich straff und athletisch

Ford feiert im Jahr 2003 sein hundertjähriges Bestehen: Ein Jubiläum, das mit einem angemessenen Aufwand gefeiert werden muss. So ist man unter anderem Headliner beim Goodwood Festival of Speed 2003. Aber schon bei der International Motorshow in Detroit brannte die Company ein Feuerwerk von Studien ab. Mustang GT, Freestyle FX oder 427 Concept lassen deutlich werden, wie sich das Ford-Design in den USA weiterentwickeln wird.

Mustang GT Coupé und GT Cabriolet interpretieren die "Pony-Cars" der Sechziger Jahre auf eine neue, traditionsbewußte Weise. Wo die Vorgänger aus den Siebziger und Achtziger Jahren lieblos und ohne Sinn für Details zusammengeschraubt wurden, knüpfen die Neuen an den 67er Jahrgang an, der unter Kennern als der gelungenste gilt. Die sportliche Straffheit des Vorbildes ist Inspiration für die Studien, die einen Ausblick auf die 2004 erscheinende Neuauflage der Sportwagen-Baureihe erlauben. Ausgestattet mit einem 4,6-Liter-V8-Motor mit Vierventil- und Kompressor-Technologie, der eine maximale Leistung von rund 298 kW (405 PS) sowie ein Drehmoment von 529 Nm entwickelt, knüpfen die Konzepte an die Ära der "Muscle-Cars" an. Während das Coupé über ein Sechsgang-Schaltgetriebe verfügt, besitzt der Mustang GT Cabriolet ein Automatikgetriebe mit fünf Gängen.

Eine lang gestreckte Fronthaube und die kompakte Heckpartie zitieren die Silhouette des klassischen Mustang. Der Kühlergrill mit dem galoppierenden Hengst, seitlicheKarosserie-Einzüge vor der Hinterachse sowie die dreigeteilten, in der aktuellen Version flächig gestalteten Rückleuchten stellen weitere charakteristische Merkmale dar.

Klassische Rundinstrumente, hochglänzendes Aluminium für die Verkleidung der Armaturentafel, sportliche Schalensitze sowie rotes Leder und ein Dreispeichen-Volant nehmen Elemente aus dem Cockpit des 1967er Mustang wieder auf. Die Strebe zwischen den Domen der Hinterradaufhängungen dient als Halterung für das Reserverad - eine Konstruktion, die eine Detaillösung früher Shelby-Rennversionen aufgreift.

Freestyle FX
Der Freestyle FX bietet eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten
427
Neue Sachlichkeit? Die Limousine 427
U
Versuchsträger: Model U
Navicross
Crossover: Lincoln Navicross
Mercury Messenger
Die Sechziger Jahre leben: der Mercury Messenger

Neue Wege beschreitet Ford mit der Studie Freestyle FX: Das allradgetriebene Concept Car auf Basis des für 2004 angekündigten Ford Freestyle präsentiert sich je nach Bedarf als geräumiger, siebensitziger Kombi, konventionelle Stufenheck-Limousine mit Platz für fünf Personen oder auch als Pick-up mit einfach erreichbarer Ladefläche. Ermöglicht wird diese Verwandlungsfähigkeit von einer neuen Gestaltung der Heckpartie, bei der das hintere Drittel des Glasdachs sowie die D-Säulen nach vorn gleiten können. Die hinteren Seitenscheiben werden zuvor in die Karosserie abgesenkt. Die dritte - auf Wunsch auch die zweite - Sitzreihe faltet sich automatisch ineinander und integriert sich in den ebenen Ladeboden. Als Antrieb fungiert ein 3,0-Liter-Duratec-24V-Sechszylinder-Motor, kombiniert mit einem stufenlosen CVT-Getriebe, das im Vergleich zu einem konventionellen Getriebe einen Verbrauchsvorteil von bis zu zehn Prozent ermöglicht.

Das Ford 427 Concept, in tiefem Schwarz lackiert und großzügig mit hochglänzendem Chrom versehen, erinnert nicht nur an die persönlichkeitsstarken amerikanischen Limousinen der 60er Jahre, sondern weist auf eine mögliche Designrichtung für künftige Fahrzeuge von Ford hin. Der schnörkellos im Stil der europäischen Ford-Modelle und mit betont niedrigen Karosserielinien gezeichnete Stufenheck-Viertürer verdankt seinen Namen - eine Reminiszenz an den Ford Galaxy 500 XL 427 - seinem 440 kW (598 PS) starken Motor: Der DOHC-V10 besitzt einen Hubraum von 7,0 Litern oder 427 cubic inch. Veredelt wird die Karosse durch Edelstahlapplikationen im Kühlergrill und im unteren Lufteinlass. Im aufwendig gestalteten Interieur setzen schwarzes, mit weißen Nähten abgestepptes Leder sowie Aluminium-Zierelemente moderne Akzente.

Mit der Studie Model U erlaubt Ford einen Blick in die Zukunft. So lässt sich der variantenreiche Innenraum des Viertürers dank zahlreicher Befestigungspunkte für die Sitze und Schnittstellen zur Bordelektronik individuellen Bedürfnissen anpassen. Unterhaltungs- und Navigationssysteme, Mobiltelefon und Klimaanlage können über eine fortschrittliche Sprachsteuerung bedient werden. Nachtsichtsysteme, adaptive Hauptscheinwerfer und spezielle Sensortechnologien bilden ein aktives Sicherheitssystem, das Unfälle vermeiden helfen soll. Ökologische Materialien im Interieur sind voll wiederverwendbar. Als Antrieb dient ein aufgeladener, sparsamer 2,3-Liter-Wasserstoff-Vierzylindermotor, dessen Abgasemissionen nahe an Null gehen. Ein Elektro-Hybridmotor, der zugleich als Schwungscheibe, Anlasser, Lichtmaschine und Differenzial fungiert, aber auch autonom arbeiten kann, unterstützt den Hauptantrieb.

Fords Premium-Marke Lincoln will sich mit dem Concept Car Navicross über die üblichen Kategorien im Luxussegment hinweg setzen. Der 4,74 Meter lange Viersitzer kombiniert die Karosserie einer Stufenhecklimousine mit der Dachpartie eines sportlichen Coupés sowie der Bodenfreiheit und der Geländegängigkeit eines SUV. Dank hinterer Türen, die entgegen der Fahrtrichtung öffnen, lässt sich der groß dimensionierte Innenraum des Lincoln ohne störende B-Säule besonders bequem erreichen. Das exklusiv gestaltete Interieur zeichnet sich besonders durch zwei großformatige, interaktive LED-Displays für Fahrer und Beifahrer aus.

Die dritte amerikanische Ford-Division Mercury versucht mit dem Concept Coupé Messenger die Rückkehr zu ihrer traditionellen Rolle als Design-Trendsetter. Der athletische Zweisitzer zeigt zahlreiche gestalterische Lösungen, die in ähnlicher Form vier neue Mercury-Modelle aufweisen werden, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen. Motorhaube, Front- und Seitenpartie des Messenger werden bestimmt von voluminösen Luftein- und -auslässen. Für Vortrieb sorgt ein leistungsstarker 4,6-Liter-V8-Motor. Die auf wesentliche Funktionen reduzierten Schalter und Instrumente des Sportwagens lassen sich vom Fahrer intuitiv überblicken und bedienen.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Ford)

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