Prova Logo
 
Inhalt
Magazin
Neues aus der Industrie
Neue Bücher
Nissan PIVO3
Audi R8 LMS ultra
Mercedes 190 E Evo II
Ford GT90
Renault 5
Alpine A 106
BMW i3 Concept
Land Rover DC100 Sport
Cadillac Ciel
e-Opel
Citroën Tubik
smart fortwo electric drive
Lister Monzanapolis
Chevrolet Miray Concept
Hispano Suiza Xenia
Fahrberichte
Lancia Thema
Mercedes Benz B 200
Fiat Freemont
Lexus CT200h
Ford Galaxy Titanium
Kultur : Unterwegs
Art und Cars bei Mercedes
Porsche Sonderausstellung
Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Chrysler Airflite: "Funktionskunst"

09.04.2003

Chrysler Airflite
Amerikanische Sportlichkeit aufregend verpackt

Die Linien des Airflite können ihre Verwandtschaft mit dem Crossfire, der dieses Jahr in die Produktion gehen wird, nicht verleugnen: Die fünf zierlichen Sicken in der Fronthaube, die dem Amerikaner einen technoiden Anstrich geben, die Scheinwerfer, der zentrale Grat über Dach und Fenster und das rundliche Heck zeigen deutliche Gemeinsamkeiten mit dem zweisitzigen Coupé. Und diese sind durchaus gewollt.

Beim hinterradgetriebenen Airflite sollen sich Form und Funktion allerdings zu einem eleganten, sportlichen Wagen für ein Volumen-Segment vereinen, das sich bislang eher an praktischen und pragmatischen Fahrzeugen orientiert hat. Für diese neue Kombination prägten die Projektverantwortlichen den Begriff "Funktionskunst" und meinen damit Funktionalität bei herausragender Karosserie- und Innenraumgestaltung, die in puncto Faszination und Eleganz den Vergleich mit keinem Sportwagen scheuen soll.

Chrysler Airflite
Das Heck leugnet ebenfalls nicht die Verwandtschaft mit dem Crossfire

Karosseriedesigner Greg Howell und Innenraumdesigner Simeon Kim ließen sich bei der Gestaltung des Airflite von unterschiedlichsten Quellen inspirieren - so zum Beispiel von modernem Möbeldesign, klassischer Schiffsarchitektur und dem Chrysler-Building, dem Art Déco-Markenzeichen der New Yorker Skyline. Das Resultat ist ein Limousinen-Coupé, das fünf Türen und komfortablen Platz für vier Passagiere in einer typisch amerikanischen Skulptur von schlichter und sportlicher Eleganz bietet. Der Chrysler Airflite prägt seinen eigenen Stil auch mit Details wie der Form und Funktionalität der Heckklappe, die tief in die Karosserie hineinreicht und die mit ihren weit nach vorne gesetzten Scharnieren sowohl das Öffnen als auch den Zugang zum Gepäckraum erleichtert.

Die Frontpartie des Airflite formt mit dem markentypischen Grill, den aus runden und tropfenförmigen Formen komponierten Scheinwerfern und dem Chryslerflügel ein authentisches Gesicht. Die in Mattsilber ausgeführte Windschutzscheibeneinfassung sieht aus wie bei einem Cabriolet und sorgt mit den niedrigen Flächen des oberen Karosseriebereichs und der prägnanten Motorhaube sowie den ausgeformten Kotflügeln für ein dynamisches Auftreten. Die klar gezeichneten Siebenspeichen-Räder unterstreichen die metallisch-technische Optik der Studie.

Chrysler Airflite
Die weitöffnende Heckklappe erlaubt einen Blick auf den Materialmix des Innenraums aus Holz, Metall und Leder

Unterbrechungen und Übergänge der Karosserieoberflächen wurden minimiert, denn die Optik des Fahrzeugs soll elegant und dezent wirken; die Nebelschlussleuchten, das hoch angesetzte Bremslicht sowie die in die seitlichen Lufteinlässe eingesetzten Zusatzblinker sind weitere prägende Elemente des Airflite-Designs; das Heck der Studie definiert sich mit breiten Kotflügeln und einer sich stark verjüngenden Dachlinie; der Fahrzeugabschluss findet seinen dramaturgischen Höhepunkt im verchromten Chrysler-Flügelemblem.

Das luftige Interieur des Airflite ist an Themen aus der Seefahrt angelehnt. "Schwebende" Komponenten - wie Sitze, Armlehnen und Armaturenbrett - schaffen ein offenes, elegantes und ergonomisches Umfeld für die Passagiere. Das stilbildende Element des Innenraumes ist der Mitteltunnel, der den Fahrgastraum von vorne bis hinten teilt. Ausgeführt in der Optik gebürsteten Metalls bildet er einen deutlichen Materialkontrast zur natürlichen Struktur des Holzbodens, der mit Streifen aus gebürstetem Aluminium akzentuiert ist, die die Holzoberfläche schützen, aber auch das Thema der Mittelkonsole wieder aufnehmen sollen. Hinter den Fondsitzen ist der Boden angehoben und bietet damit eine erhöhte Ladefläche. Die Ledersitze mit ihren strukturierten Metallrückseiten erweitern die Materialvielfalt des Innenraums.

Chrysler Airflite
Das Interieur wirkt leicht und technisch, verzichtet aber nicht auf Wohnlichkeit/td>

Das Thema des "offenen Raumes" wird durch die "schwebenden" Innenraumkomponenten Sitze, Armlehnen und Instrumententräger inszeniert, die eine freie Konfiguration von Passagier- und Laderaum ermöglichen. Die vier voneinander unabhängigen Einzelsitze sind an der Mittelkonsole befestigt, der Verzicht auf eine tragende Struktur an der Basis der Sitzgelegenheiten trägt wesentlich zum leichten Ambiente des Innenraums bei. Der freistehende Insrumententräger und das lederbezogene Lenkrad unterstreichen mit ihren klaren, symmetrischen Formen die technische Klarheit und gediegene Gestaltung des Fahrzeugkonzepts.

Mit dem Airflite-Konzept ist den Chrysler-Designern ein erstaunlich originelles und frisches Design gelungen. Die Nähe zum Crossfire lässt hoffen, dass die Verantwortlichen dem Charme der Familienähnlichkeit erliegen und die Produktion wagen - vielleicht sogar mit einer Innenarchitektur, die sich an der Eleganz und Leichtigkeit des vorgelegten Entwurfs orientiert. Durch und durch amerikanisch, präsentiert sich die vom 3,5 Liter-V6 Benzinmotor des Chrysler 300M angetriebene Studie schnörkellos, technisch-ästhetisch und originell. Es scheint, dass das amerikanische Automobildesign ein neues und spannendes Kapitel beginnt.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: DaimlerChrysler)

Zurück zur Startseite

Zurück zur Startseite

Prova Gesamtarchiv
Archivsuche
ausführen Hilfe
Termine
Impressum / Kontakt
 Anzeigen
Anzeige Porsche 804-Buch
Anzeige Porsche 908-Buch
Anzeige Porsche 917-Buch
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de