100 Jahre Solitude: Wiederbegegnung mit Rennlegenden
03.04.2003
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| Gerhard Mitter gewann 1965 die Prototypenklasse auf dem Porsche Bergspyder |
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In diesem Jahr findet vom 25. bis 27. Juli die Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre Solitude-Rennen" rund um das Schloss Solitude
statt. Der 4,6 Kilometer lange Rundkurs entspricht größtenteils der originalen St
reckenführung der zwanziger Jahre. Im Schloss-Areal
wird wie damals das Fahrerlager untergebracht sein; die rund 175 Wettbewerbs-Fahrzeuge werden um das Schloss herum aufgestellt. Für die Transportfahrzeuge
steht der rund ein Kilometer entfernte Parkplatz der Robert Bosch GmbH zur Verfügung, so dass im Schloss-Bereich nur Rennfahrzeuge zu sehen sein werden und
Nostalgie pur vorherrschen wird. Gestartet wird in sieben Klassen, davon stellen sechs Klassen einen repräsentativen Quersc
hnitt der Solitude-Rennen dar, die
zwischen 1903 und 1965 insgesamt 35 Mal ausgetragen wurden. In der Klasse 7, dem Matadorenlauf, stehen interessante Rennboliden nach Auswahl des Veranstalters am Start.
Hier liegen beispielsweise bereits Nennungen der Porsche-Rennwagen 917, 910 und 908 vor. Diese treffen zusammen mit den Ferrari-Rennboliden 512 M, gefahren vom ehemaligen
Ferrari-Werksfahrer Arturo Merzario, und einem P4, gefahren von David Piper.
Neben den Wettbewerbsklassen sind drei Demonst
rationsklassen geplant, nämlich Highlights Automobile 1903 bis 2003", Highlights Motorräder
1903 bis 2003" und Highlights Rallye-Fahrzeuge 1953 bis 2003". Damit schlägt der Veranstalter die Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft.
Ältestes Fahrzeug der Autoklasse wird voraussichtlich der Mercedes Renn-Simplex von 1903 sein. Aber auch Supersportwagen vom Schlage eines Ferrari Enzo oder Lamborghini
Murcielago werden erwartet. Darüber hi
naus werden in diesem Schaulauf Jubiläen wie 100 Jahre Ford", 50 Jahre Corvette" und 40 Jahre Porsche 911"
aufgegriffen. In der Motorradklasse werden dem Publikum Raritäten wie das Mars A 20-Motorrad von 1920 vorgeführt sowie HarleyDavidson-Modelle mit Bezug auf das lOOjährige
Jubiläum des Kultmotorrad-Herstellers. In der Rallye-Klasse steht Solitude-Revival-Gründungsmitglied Eugen Böhringer mit der Pagode SL 230 von 1963 am Start, mi
t der
er vor 40 Jahren die Rallye-Meisterschaft errang. Sein damaliger Beifahrer Klaus Kaiser wird ihn auch während der Jubiläumsveranstaltung begleiten.
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| 1964 waren beim Formel 1-Rennen Werkswagen von Lotus, Ferrari, Brabham und BRM am Start |
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Authentische Fahrzeuge
Porsche und DaimlerChrysler beschicken die Jubiläumsveranstaltung mit Museumswagen. So wird Solitude Revival-Gründungsmitglied Hans Herrmann mit dem Silberpfeil
W 196 zu erleben sein, mit dem Juan Manuel Fangio Weltmeister wurde. Solitude Revival-Ehrenmitglied Jochen Mass ist f&uum
l;r den Mercedes 300 SLR von 1954 vorgesehen und die
auf dem Stuttgarter Kurs in den zwanziger und dreißiger Jahren dominanten Mercedes SS/SSK sowie Bugatti werden von den jeweiligen Clubs gestellt. Private Sammler kommen
mit Rennboliden wie beispielsweise Alfa Romeo Monza 8C, Brabham BT6 und Abarth Zagato 750GT. Hinzu kommt der Ferrari GTO, mit dem der Schweizer Kalman von Csazy 1962 mit
durchschnittlich 146,4 km/h das GT-Rennen auf der Solitude gewann. Damit ist die erste Startreihe des Grand-
Tourisme-Wagen-Rennens von 1962 komplett. Der Ferrari kämpfte
mit einem Porsche Carrera, den Solitude Revival-Ehrenmitglied Dieter Glemser fuhr, und dem Austin Healey 3000, den Solitude Revival-Gründungsmitglied Eugen Böhringer pilotierte,
um die Positionen. Paul Ernst Strähle besitzt noch den Porsche Carrera Abarth, den er 1962 in diesem GT-Rennen in der Klasse bis 1,6 Liter Hubraum einsetzte und den er
1963 seinem Rennfahrer-Kollegen Herbert Linge für das Solitude-Rennen zur
Verfügung stellte. Dieser authentische Wagen wird vom 25. bis 27. Juli 2003 ebenso zu
erleben sein, wie der Porsche Bergspyder, mit dem Gerhard Mitter das Sportprototypen-Rennen im Jahr 1965 gewann. In diesem Rennen fuhr auch Josef Sepp"
Greger mit einem Porsche 904. Der mehrfache Bergmeister startet während der Jubiläumsveranstaltung ebenfalls auf Porsche.
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| Joakim Bonnier 1963 auf dem Porsche Carrera 2000 GS |
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Während der Jubiläumsveranstaltung wird mit authentischen Fahrzeugen auch an die große Zeit der Formel 1-Rennen zwischen 1961 und 1964 e
rinnert.
Rennfahrerlegende Dan Gurney soll auf der Solitude sein Wiedersehen mit dem Porsche Formel 1 Typ 804 feiern, mit dem er 1962 das Rennen gewann. An der Entwicklung dieses
Rennwagens waren übrigens auch die beiden Solitude Revival-Ehrenmitglieder Hans Mezger (TAG Formel 1-Triebwerk) und Michael May beteiligt, die ebenfalls beide zur
Jubiläumsveranstaltung kommen werden. May gewann auf der Solitude ein Formel Junior-Rennen mit einem Stanguellini. Der Lotus-Siegerwagen (Typ 25) von Jim
Clark aus
dem Jahr 1963 wird ebenso am Start stehen wie der Ferrari Typ 156, jenem Frontmotor-Rennwagen aus Maranello, mit dem Phil Hill im Jahr 1960 auf der Solitude fuhr.
Le Mans-Sieger Richard Attwood bereitet seinen BRM P261 Formel 1 für den Start auf der Solitude vor.
Die Geschichte der Solitude-Rennen begann im Jahr 1903 mit einem Bergrennen für Motorräder, in den fünfziger Jahren wurde auf der Rennstrecke vor den
Toren Stuttgarts um die Weltmeisterschaft gefahren un
d noch in den sechziger Jahre stand die gesamte Weltelite am Start. Viele dieser Weltmeister und Sieger von damals werden
auch vom 25. bis 27. Juli 2003 in Stuttgart sein, so der 15-fache Weltmeister Giacomo Agostini, der neunfache Weltmeister Carlo Ubbiali, der achtfache Weltmeister Phil Read,
die sechsfachen Weltmeister Jim Redman und Geoff Duke, die dreifachen Weltmeister Luigi Taveri und Hans Georg Anscheidt, die zweifachen Weltmeister Bill Lomas,
Umberto Masetti, Jan de Vries, Dieter Braun und Ta
rquinio Provini sowie Solitude-Sieger Ken Kavanagh und Otto Sehmid. Die Veranstalter arbeiten daran, die komplette erste
Startreihe des 250 ccm-Rennens von 1964 auf der Jubiläumsveranstaltung demonstrieren zu können - mit Ross und Reiter. Das wären Phil Read auf Yamaha RD 56,
Giacomo Agostini auf Morini Bialbero, Jim Redman auf Honda RC163, Tarquinio Provini auf Benelli 250 GP, Bert Schneider auf Suzuki RT 250 und Michelle Duff auf Yamaha RD.
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| 1962 gewann Dan Gurney das Formel 1-Rennen auf Porsche 804, einer von zwei Siegen dieses Typs |
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Die Rennfahrer stehen im Mittelpunkt<
br>Zur Erinnerung: Im Juli 2001 gründeten Eugen Böhringer, Manfred von Brauchitsch (gestorben am 5. 2. 2003), Hans
Herrmann, Herbert Linge, Eberhard Mahle, Paul Pietsch, Walter Schock und Paul Ernst Strähle den Solitude Revival e. V., mit dem Ziel, das 100jährige Jubiläum der
Rennstrecke vor den Toren Stuttgarts mit der Wiederbelebung eines Teilabschnitts gebührend zu feiern. Der Freundeskreis hat inzwischen rund 200 Mitglieder, darunter über
20 Rennfahrer wie Joch
en Mass, David Piper, Ben Pon, Sepp Greger und Dieter Glemser. Derzeit werden für diese Rennlegenden entsprechende Fahrzeuge gesucht.
Übrigens: Das Jahr 2003 ist das Jahr der Jubilare. Am 7. Januar wurde Eberhard Mahle 70, am 22. Januar Otto Schmid 90, Hans Herrmann am 23. Februar 75, am 20.
April wird die Dresdner Rennfahrerlegende Heinz Melkus 75 und am 11. Juni Herbert Linge. Die Motorrad-Legenden Geoff Duke (29. März) und Ken Kavanagh (12. Dezember)
werden 80 Jahre alt. Wä
;hrend der Jubiläumsveranstaltung wird ein Demonstrationslauf die Jubilare ehren.
Weitere Informationen finden sich unter www.solitude-Memorial.de und www.solitude-rennen.de.
Karten können über die Hotline +49/711/2555555 geordert werden.

(Text: Pressetext )
(Fotos: www.solitude-Memorial.de)
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