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Opel GTC Genève: Blitzsaubere Sportlimousine
28.06.2003
Straffe Linien, klare Flächen, dreidimensionale Leuchten an Front und Heck, ausgeprägte Radläufe und technisch gestaltete Details: Das sind Grundelemente der aktuellen Opel-Formensprache, die in Serienautos wie dem Speedster und dem Vectra ihren Ausdruck finden. Chef-Gestalter Martin Smith nutzt das neue Designvokabular der Rüsselsheimer, um seiner Vorstellung einer dreitürigen Sportlimousine Gestalt zu verleihen. Das Resultat ist die Studie Opel GTC Genève (GTC steht für Gran Turismo Compact), die einen Ausblick auf die Design-Philosphie künftiger Opel-Modellreihen bietet. Mit markentypischen Design-Elementen und in enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren aus dem Bereich Fahrzeugkonzepte haben die Opel-Designer ein Auto auf die Räder gestellt, das einerseits hohe Dynamik signalisieren soll, andererseits aber auch bequemen Platz für vier Personen bietet, und vor allem ofort als Opel zu erkennen ist. Bei der Gestaltung GTC Genève nutzten das Team die größere Freiheit, die eine Studie gegenüber einem Serienentwurf bietet. So besitzt das in Champagner-Silber lackierte Konzeptauto von der Front- bis zu der Heckscheibe ein dunkel getöntes transparentes Dach und extreme Proportionen (Länge/Breite/Höhe: 4.349/1.773/1.352 mm) verbinden sich hier zu einem klaren und sportlichen Akzent.
Korrespondierende Gestaltungselemente unterstützen den dynamischen Eindruck: Die nachdrücklich pfeilförmig zulaufenden Front- und Heckpartien, besonders kurze Überhänge, eine flache Silhouette und der schwungvollen Bogen der Dachlinie lassen eine kraftvolle Spannung entstehen. Verstärkt wird der Effekt durch die großen 19-Zoll-Räder mit Reifen im Format 245/40-19. Weitere visuelle Marken sind die großen, dreidimensionalen Scheinwerfer und Heckleuchten, die wie die geschliffenen Facetten eines Edelsteins wirken sollen. Die Gestaltung bleibt nicht auf die Lampen selbst beschränkt, sondern deren Form setzt sich organisch in den umgebenden Karosserie-Elementen fort. Die geleistete Detailarbeit zeigt sich auch an Elementen wie den einzelnen Leuchten der Rücklichteinheit. Die zylindrischen Lampenträger wirken wie aus dem Vollen gedreht, ihre Form findet sich als gestalterisches Thema auch bei der über der Heckscheibe angeordneten dritte Bremsleuchte wieder. Der Innenraum des Opel GTC Genève ist mit in Leder eingefassten braunen Cashmere-Sitzen ausgestattet. Das klar gezeichnete Cockpit ist in einem, "charcoal" genannten, Anthrazit-Ton ausgeführt. Dunkel lackierte Flächen setzen Akzente: damit soll das Klischee von Aluminium gleich Sportlichkeit gebrochen werden
Nach Speedster, Vectra und Meriva ist den Rüsselsheimer Designern mit dem GTC Genève erneut ein überzeugender Wurf gelungen. Das neue Design der GM-Tochter überzeugt durch seine Gradlinigkeit und Ergonomie, die sich wesentlich aus einer Ästhetik ableitet, die statt organischer Formen die Nähe zu einer industriellen Rationalität sucht. Gleichzeitig fehlt es jedoch nicht an Emotionalität, die ihre Wirkung gerade aus dem Spannungspotential dieser technischen Formensprache ableitet. Die Renaissance von Opel macht neugierig.
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(Text: Rainer Roßbach ) |
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