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Aktualisiert am 31.12.2011
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Subaru B11S: Gesichtspflege

10.08.2003

Subaru B11S
Die Front des B11S provoziert mit einem zentralen aggressiven Kühlerelement

Bei der Fülle von Crossover-Konzepten, die die Autoindustrie auf den Laufsteg schickt, ist es schwierig geworden, neue und überraschende Kombinationen zu finden. Subaru bürstet mit seinem B11S den klassischen Gran Tourisme gegen den Strich: Wo die Traditionalisten kompakt gebaut sind und mit besonderen dynamischen Fähigkeiten für die Langstrecke aufwarten, soll Subarus gewaltiges Coupé die Reisetauglichkeit auf extreme Weise erweitern.

Beraten vom Designstudio "Design Fuore International" aus Barcelona, entwickelten die Japaner eine Studie, deren Einsatzmöglichkeiten von der Rush Hour in Tokio über den Aufstieg in die französischen Alpen, Cruising in Amerika und bis zur Durchquerung des australischen Outback reichen soll. Das alles natürlich mit Bequemlichkeit und grösstem Komfort.

Dieser GT ist das erste Modell der Japaner, das die wesentlichen Elemente einer neuen Subaru-Designphilosophie aufweist: Begriffe wie "innovativ, individuell und mutig" werden mit dem B11S verbunden. Vor allem die Emotionalisierung der Produktpalette ist als wichtige Angelegenheit in das Blickfeld der Verantwortlichen geraten. Also werden bei dieser Stilübung zukünftige Koordinaten abgesteckt: "B" steht für den subarutypischen Boxermotor, "11" verstehen die Entwickler als Code für das Premium-Segment und "S" steht für Sportiv. Nicht weniger als eine neue Fahrzeuggattung will man erfinden - das "Gran Turismo Utility".

Die Designer entwickelten eine Fahrzeuggrafik, die Eleganz mit einem guten Schuss Aggressivität verbinden soll. Besonders das prägnante Gesicht setzt Akzente. Der Frontkühler thematisiert den Lufteinlass einer Strahlturbine, womit man die neuen technologischen Ansätze des Autos betonen und gleichzeitig an den Ursprung Subarus als Flugzeugfirma erinnern möchte. Innen bietet man genug Platz für vier Erwachsene, hohen Komfort, genügend Gepäckraum und eine ausgefeilte Variabilität mit einem hohen Nutzwert. Die seitlichen Türen öffnen sich à la Rolls-Royce und kommen ohne herkömmliche B-Säulen aus, eine Anordnung, die den Zugang zu den rückwärtigen Sitzen erleichtert und den Passagierraum geräumiger erscheinen lässt. Das von der Ästhetik und der Konstruktion traditioneller japanischer Regenschirme beeinflusste, speziell für den B11S entwickelte, Dach aus Strukturglas soll ein Offenheitsgefühl wie in einem Cabriolet erzeugen. Da es gleichzeitig für ein angenehmes, weiches Licht im Innenraum verantwortlich ist, erhöht es das subjektive Qualitätsgefühl der Mitfahrer.

Das Auge der Passagiere fällt auf perlmuttweiss lackierte Flächen und auf blaues Leder - eine Farbkombination, die Subarus Logofarben aufnimmt. Besonders auf die Materialanmutung wurde geachtet: Hochwertige Oberflächen werden kombiniert mit Aluminiumelementen und bündeln sich zu einer technischen Form, die ihre Inspiration aus dem Design eines Flugzeug-Cockpits bezieht.

Subaru B11S
Das Heck thematisiert routiniert zeitgenössische Coupé-Formen

Angetrieben wird das "Gran Turismo Utility" von einem neu entwickelten Sechszylinder-Boxermotor, der mit zwei Turboladern 294 kW/400 PS bei 6.400/min leistet und ein maximales Drehmoment von 550 Nm zwischen 3.600 und 4.800/min entwickelt. Das Triebwerk bringt seine Kraft über ein elektronisch gesteuertes Fünf-Stufen-Automatikgetriebe zu 35 Prozent an die Vorderräder und zu 65 Prozent an die Hinterräder. Kombiniert ist das Getriebe mit VTD, einer variablen Drehmomentverteilung. Das 21-Zoll-Fahrwerk wartet mit Reifen der Dimension 275/35 ZR 21 vorne und 325/30 ZR 21 hinten auf.

Die sportlichen Fahrleistungen bringt die Studie mit dem Subaru-spezifischen Allradsystem auf die Straße. Es besteht aus der Kombination von Boxermotor und Allradantrieb: Gegenüber V- und Reihenmotoren besitzt der Boxer die Vorteile eines sehr niedrigen Schwerpunktes und einer symmetrischen Bauweise. So ist das Subaru-Allradsystem japanisch elegant: Vom Motor über Getriebe, Kardan-Antriebswelle bis zum Hinterachs-Differenzial verläuft der gesamte Antriebsstrang in einer geraden Linie mit einer horizontal symmetrischen Auslegung.

Wie meist bei Crossover-Konzepten lässt die Rolle des B11S als aggressives Schaustück wenig Rückschlüsse auf zukünftige Serienprodukte zu. Allerdings macht die Studie deutlich, dass Subaru die Zeichen der Zeit erkannt hat. In einem Markt, dessen Produkte sich qualitativ immer mehr angleichen, führt kein Weg an einer starken Markenpersönlichkeit vorbei: Man muss, gerade als Nischenanbieter, beweisen, dass man der autofahrenden Welt etwas eigenständiges zu sagen hat.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Subaru)

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