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Fiat Idea & Gingo: Neue Sachlichkeit
05.07.2003
Vorbei schien die Zeit, in der Fiat vor allem auf dem Kleinwagen-Sektor für unschlagbar praktische und trotzdem ansprechende Fahrzeuge bekannt war. Eine verfehlte Modellpolitik, die, statt Trends zu definieren, den Mitbewerbern hinterherstolperte, hat zu der bekannten wirtschaftlichen Krise des italienischen Unternehmens geführt. Doch man hat Abhilfe versprochen und präsentiert in diesem und im nächsten Jahr ökonomische und multifunktionale Fahrzeuge, die für ein neues Käuferinteresse sorgen sollen. So vereint der knapp vier Meter lange , besonders sachlich geratene, Fiat Idea die Handlichkeit und die Abmessungen eines Kompaktwagens mit der Modularität und der Vielseitigkeit eines MPV (Multi Purpose Vehicle). In diesem Segment will Fiat mit dem Idea eine starke Rolle spielen, denn der neue Fiat ist als kompaktes MPV das ideale Fahrzeug für junge Familien oder freizeitorientierte Paare - sei es für die Einkaufsfahrt in die City oder die Reise in den Urlaub. Kompakt, das bedeutet beim Idea eine Länge von weniger als vier Metern verbunden mit der komfortablen Breite von 1,66 Metern und einer Höhe von 1,70 Metern. Dazu kommt ein mit 2,51 Metern recht großer Radstand - Abmessungen, die viel Platz für Insassen und Gepäck versprechen. Dazu gibt es einen Innenraum, der variabel und multifunktional zugleich ist und sich den wechselnden täglichen Ansprüchen anpassen kann: durch die verschiebbare, asymmetrisch geteilte Rücksitzbank, die bis zu 45 Grad neigbare Rücksitzlehne (Relax-Position) und den zum Tisch umklappbaren Beifahrersitz. Dadurch ergibt sich ein variabler Gepäckraum hinter der großen Heckklappe, der nicht nur unterschiedlichste Ladevolumina und Ladelängen, sondern auch höchst unterschiedliche Nutzungszwecke ermöglicht. Vorzüge, die der Fiat Idea auch optisch unterstreichen soll: mit großen Fensterflächen und kurzen Überhängen, mit einer kantenfreien Form, die ein Signal von Solidität und Sicherheit ausstrahlt. Für Komfort und Wohlbefinden an Bord sorgen ein optisch ansprechender, durchdacht funktionaler und in Ausstattung, Materialwahl und Qualitätsanmutung hochwertiger Innenraum.
Die erhöhte Sitzposition des Fiat Idea erleichtert bequemes Ein- und Aussteigen und sorgt für eine gute Übersichtlichkeit. Das Armaturenbrett mit dem mittig platzierten Instrumentenbord beherbergt einen in der Höhe griffgerecht platzierten Schalthebel und eine Fülle an Ablagen. Dazu gehören zwei große Handschuhfächer, Fächer in den Seitenpaneelen, eine in das Wagendach integrierte Ablage, ein großes Fach zwischen den Vordersitzen und Taschen an den Lehnenrückseiten. Auch bei der Sicherheit wird nicht gespart. Ab Werk sind sechs Airbags - zwei Smart-Frontairbags, zwei Seitenairbags vorn und Kopfairbags auch für die Fondinsassen - vorhanden. Ebenso Dreipunktsicherheitsgurte und Kopfstützen auf allen Sitzen, Gurtstraffer vorn sowie Isofix-Befestigung für Kindersitze an der Rücksitzbank. Dazu sind ABS mit EBD, ESP und Bremsassistent Bestandteile seines Sicherheitskonzepts. Eine Besonderheit ist die Anfahrhilfe am Berg (Hill Holder). Zum Verkaufsstart Anfang 2004 in Deutschland wird der multifunktionale Fiat mit einem neuen 1,4-Liter-Vierventil-Vierzylindermotor mit 70 KW (95 PS) angeboten, der durch seine Einbaulage und sein speziell konfiguriertes Abgassystem besonders leise arbeitet. Ein 59 kW (80 PS) starkes 1,2-Liter-Vierventil-Triebwerk, der 1,3-Liter-Multijet 16v-Diesel (52 kW/70 PS) und ein 1,9-Liter-Common-Rail-Diesel komplettieren die Motorenpalette. Wahlweise wird der Fiat Idea auch mit einem automatisierten Dualogic-Getriebe, das mit einer elektronisch gesteuerten Kupplung gekoppelt ist, angeboten. Neben einer umfangreichen Serienausstattung werden zusätzliche Komfortoptionen angeboten: von der Zwei-Zonen-Klimaautomatik bis zur Cruise Control, vom überproportionalen Glas-Schiebedach bis zur anspruchsvollen Musikanlage mit CD- und MP3-Player.
Zweiter im Bund ist der kleine Fiat Gingo: superkompakt, sympathisch, solide, handlich und auf italienische Weise pfiffig. Der Seicento-Nachfolger setzt erfolgreich die Tradition des italienischen Automobilherstellers im Bau von Kleinwagen fort, die auf den Fiat 500, den Fiat 600, den Fiat Panda und den Fiat Cinquecento zurückschauen kann. Der Gingo wird ab Oktober 2003 auf dem deutschen Markt angeboten, zuerst als Fünftürer und ein Jahr später dann auch als Dreitürer. Dann wird ebenso eine Allradversion angeboten. Der kleine Italiener entspricht mit einer Länge von 3,54 Metern, einer Breite von 1,58 Metern und einer Höhe von 1,53 Metern den gängigen Kompakt-Maßen, ist handlich und bietet nach dem Motto "außen klein, innen groß" einen geräumigen, multifunktionalen Innenraum, in dem bis zu fünf Personen Platz finden. Große Glasflächen lassen den Innenraum hell und übersichtlich erscheinen, die verschiebbare und umklappbare Rücksitzbank garantiert Variabilität und hochwertige Materialien sorgen für Wohnlichkeit. Das gilt auch für die komfortablen Sitze, die Beinfreiheit im Fond, die hohe Sitzposition und das Armaturenbrett mit mittig platziertem Instrumentenblock und integriertem, ergonomisch richtig platziertem Schalthebel. Eigenschaften, die den neuen Fiat zum idealen Stadtwagen machen sollen, der aber auch durch Fahrleistungen und Komfort auf langen Strecken in seinem Element ist.
Beim neuen, kleinen Turiner kommt ebenfalls die Sicherheit nicht zu kurz. Er ist ab Werk u.a. mit sechs Airbags, Gurtstraffern vorn und Kopfstützen auf allen Sitzen ausgerüstet. ABS mit EBD und ESP sind weitere Sicherheitsfeatures des Fronttrieblers. Der Gingo spart auch nicht bei der Ausstattung. Sie offeriert Optionen, die in der Klasse nicht üblich sind. Wahlweise kann man Parksensoren, eine Klimaautomatik, eine HiFi-Anlage mit CD-Wechsler und Subwoofer sowie das "Skydome" - ein großformatiges, transparentes Glasdach ordern. Beim Antrieb baut der kleine Fiat auf den bekannten 1,1-Liter-Fire-Motor mit 40 kW (55 PS), den 44 kW (60 PS) starken 1,2-Liter-Vierzylinder und mit einiger Verzögerung auch auf den neuen 1,3-Liter-Multijet-Diesel mit 51 kW (70 PS). Alle Motorisierungen sind mit Fünfgang-Getrieben gekoppelt, für entspanntes Fahren wird aber auch ein automatisiertes Getriebe mit sequentieller Schaltung angeboten. Mit guten Fahrleistungen empfiehlt sich der Fiat Gingo durchaus auch für die längere Reise. Die Konzepte stimmen also. Bleibt abzuwarten, ob die Italiener mit diesen Fahrzeugen auch den dringend notwendigen ökonomischen Erfolg erzielen können.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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