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Renault Be Bop: Eine Kompaktvan-Evolution
28.08.2003
Be Bop und Be Bop, die beiden neuen, erstmals auf der IAA 2003 in Frankfurt präsentierten Concept-Cars des Renault Design-Studios, sind jeweils eigenständige Variationen zum Thema Kompaktvan. Das geländegängige SUV (Sport Utility Vehicle) Be Bop und den Sportwagen Be Bop, für den Renault Sport verantwortlich zeichnet, prägen sanfte wie strukturierte Linien, die gute Aerodynamikwerte zum Ergebnis haben. Im lichtdurchfluteten Interieur werden dem Fahrer wie auch den Passagieren innovative Lösungen und ein hohes Maß an Raumvariabilität offeriert. Expressiver Stil und sanfte Linien Die Formensprache zeigt sich modern, die sanften Linien und die großen Glasflächen bemühen sich, Sympathie zu erzeugen. Die Linienführung orientiert sich, wie an den Seitenscheiben zu sehen, an der Form des Wassertropfens und vermittelt Dynamik und Windschlüpfrigkeit. Be Bop und Be Bop sollen Lösungsansätze für eine typische Problematik der Kompaktvans darstellen: vor allem eine mangelhafte Aerodynamik ist ein wesentlicher Faktor für den relativ hohen Kraftstoffverbrauch dieser Fahrzeuggattung. Neben dem Design verbessert hier auch eine Unterbodenverkleidung die Aerodynamikwerte. Die Form der vorderen Kotflügel soll kraftvoll, aber liebenswert wirken. Die Rundung der Fahrzeugfront geht fließend in die Panorama-Frontscheibe über, führt über das grosse Glasdach und folgt der V-förmigen Heckscheibe bis zur Heckpartie, die sich an den typischen Stilelemente der aktuellen Renault-Hecks orientiert.
Ein Konzept und zwei Charaktere Trotz 50 Prozent gleicher Karosserieelemente zeigt jede der beiden Studien einen eigenständigen Charakter. Mit seinen großen 21-Zoll-Rädern vermittelt das Freizeitmobil Be Bop die nötige Robustheit, die abseits befestigter Wege von Nöten ist. Mit Allradantrieb und einer Bodenfreiheit von 210 Millimetern ist auch die technische Basis für einen Offroad-Einsatz gegeben. Als Antriebseinheit dient ein 1600ccm-Vierzylinder Benzinmotor, der 115 PS mobilisiert. Das eingebaute Sechsgang-Getriebe ist mit einer Elektrokupplung bestückt. Die Schutzelemente an der Fahrzeugfront des stahlblau lackierten Fahrzeugs haben einen matten Überzug. Die Scheinwerfer in Diodentechnik sollen mit ihrem bläulichen Licht eine kühle Hightech-Anmutung erzeugen. Am Heck befinden sich Lichtstreifen, die die Aufgabe der Rückleuchten übernehmen. Die Hecktür wird mit einem praktischen und gleichzeitig aber auch ästhetischen Öffnungsmechanismus betätigt: Zunächst schiebt sich die elektrisch angetriebene Heckscheibe nach oben über das Fahrzeugdach. Während sich die untere Heckpartie nach unten öffnet, wird eine Art Ladeboden ausgefahren, auf der das Ladegut verstaut werden kann. Be Bop dagegen übernimmt die Rolle des Sport-Vans. Die im typischen Renault Sport-Gelb gehaltene Karosserielackierung und die eigenständige Kühlergrill-Gestaltung betonen den sportlichen Charakter. Angetrieben wird Be Bop von einem 2.0-Turbomotor mit 165 kW/225 PS, dessen 300Nm Drehmoment über ein sequentielles Getriebe auf den Boden gebracht werden.
Das Interieur: Einladend und geräumig Die in entgegengesetzter Richtung aufschwenkenden Türen geben den Blick auf einen avantgardistischen Innenraum frei. Vor allem der Innenbogen fällt ins Auge, der zentral im Fahrzeug verläuft und als Befestigung für die Sitze dient. Dank der offenen Architektur profitieren Fahrer und Passagiere von einem neuen Raumgefühl. In den Türen befinden sich bogenförmige Armlehnen. Ein Schalthebel aus poliertem Aluminium ist auf dem zentralen Träger angebracht, der zudem die wichtigsten Bedienelemente für Heizung, Klimaanlage, Navigationssystem oder Soundanlage aufnimmt. Optisches Highlight ist die ganz vorne angebrachte Chromgehäuseuhr. Beide Fahrzeugvarianten verfügen im Mitteltunnel, in der Armaturentafel und in den Türen über zahlreiche Stau- und Ablagemöglichkeiten. Im Freizeitmobil Be Bop lassen sich die Fondsitze unter den Vordersitzen versenken. Mittels einem Schalter in der Tür wird die Rückenlehne der Fondsitze über einen elektromechanisch betätigten Gelenkarm auf die Sitzfläche geklappt. Die zusammengeklappten Rücksitze verschwinden komplett unter den Vordersitzen. Auf diese Weise entsteht ein großer und gut nutzbarer Stauraum im Fond. Ein ergonomisch gestalteter Innenraum Das Bedienkonzept "Touch Design" geht auf das Concept-Coupé Talisman zurück und wurde anschließend sukzessive in den jüngsten Generationen des Mégane, Espace und Scénic einsetzt. Wie das ergonomische Lenkrad, das gezielt vorgeformte Kontaktzonen aufweist, sind sämtliche Bedienelemente für eine intuitive Betätigung ausgelegt.
Hightechanmutung zeigen auch die Anzeigen: Fahrzeugparameter wie Fahrgeschwindigkeit oder Drehzahl werden auf zwei übereinander angeordneten LCD-Displays angezeigt. Die auf diesem Doppeldisplay abgebildete 3D-Anzeige soll sich besonders gut ablesen lassen; der Drehzahlmesser ist in Form von farbigen Kreisen dargestellt. Alle zweitrangigen Informationen wie Navigation, Sound, und Kommunikation werden im oberen Ber eich der Armaturentafel auf einem versenkbaren und schwenkbaren Monitor dargestellt. Ein Konzept, zwei Innenraum-Designlinien Das Innenraum-Design der beiden Konzepte ist völlig unterschiedlich. Der durch Panorama-Frontscheibe und Glasdach geprägte Innenraum des Be Bop zeichnet sich durch ein luftiges, Ambiente aus. Schmale Sitze und Bezüge in Khaki und Orange bestimmen den farblichen Charakter des Passagierabteils. Der sportliche Van Be Bop zeigt im Innenraum ein sportliches Profil. Schmale schwarzen Sitze mit verstärktem Seitenhalt als auch der Sportschalthebel sind auf eine sportliche Fahrweise ausgerichtet.
(Text: Rainer Roßbach )
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