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Opel Astra: Progressives Design für die dritte Generation
09.09.2003
Mut zur Veränderung - das ist mittlerweile ein Credo bei Opel. Zafira, Meriva und Signum haben die Messlatte hochgelegt. Und spätestens seit der Studie GTC Genève, die Anfang 2003 auf dem Genfer Salon gezeigt wurde, ist die Erwartung da, dass die Rüsselsheimer einen ungewöhnlichen "Kompakten" auf die Räder stellen. So steht auf der IAA 2003 in Frankfurt ein Fahrzeug, dem agiles Handling und präzise Bedienung in das Gesicht geschrieben sind. Aber nicht nur bei der Optik wurde diesen Vorgaben Rechnung getragen, sondern auch beim technischen Paket werden Helferlein wie das auf Wunsch lieferbare, adaptive IDSPlus-Fahrwerkssystem (Interaktives Dynamisches FahrSystem) und eine elektronische Dämpferkontrolle (CDC, Continous Damping Control) angeboten. Per Knopfdruck kann ein Sport-Modus mit fahraktiver Charakteristik angewählt werden, der auch die Lenkung, das Ansprechverhalten des Gaspedals sowie bei Automatik und Easytronic die Schaltpunkte umfasst. Antriebsseitig werden fünf Benzinmotoren (bis 200 PS) und drei Dieselmotoren (bis 150 PS) mit Hubräumen von 1,4 bis 2,0 Liter angeboten. Alle Triebwerke erfüllen die Euro 4-Abgasnorm. Bei den Getrieben besteht die Palette aus einer neuen 6-Gang-Box, einer manuellen 5-Gang-Schalteinheit, einer Automatik sowie dem weiterentwickelten automatisierten Schaltgetriebe "Easytronic", das jetzt über ein Sport-Programm verfügt. Mit seiner dynamischen Optik läutet die dritte Astra-Generation die nächsten Evolutionsstufe der Formensprache der Marke ein. Diese hatte ihre ersten Auftritte mit dem Sportwagen Speedster und prägt schon die Volumenmodelle Vectra, Meriva und Signum. Ihre Kennzeichen sind das Zusammenspiel gespannter Flächen mit markanten Linien sowie technisch gestaltete Details und ausgeprägte graphische Elemente. Als die wesentliche Basis für die dynamische Karosserie des Fünftürers nennen die Designer "ausgewogenen Proportionen", im Verhältnis der Teilvolumen des Fahrzeugkörpers. Ziel sei es gewesen, dem neuen Astra einen betont dynamischen Auftritt zu verschaffen. Ins Auge fällt der breite, trapezförmige Kühlergrill mit dem akzentuierten Blitz-Emblem auf horizontaler Strebe. In der Motorhaube befindet sich ein klassisches Opel-Designmerkmal - die so genannte Bügelfalte. Sie ist ein Hauptgestaltungselement und zieht sich wie ein roter Faden über den Innenraum bis hin zum Heck durch das gesamte Designthema. Gleichzeitig unterstreicht sie die V-Form der Front, die ein unverwechselbares Element des Astra-Auftritts darstellt. Ein weiteres Kennzeichen für die neue Modellreihe sind die starken pfeilförmigen Einzüge vorne und hinten. Dadurch soll das Auto kürzer wirken, als es tatsächlich ist, denn der neue Astra legt gegenüber seinem Vorgänger rund 14 Zentimeter an Länge zu. Der kompakte Eindruck wird unterstützt durch das bis in die Seitenlinie hineingezogene Design der dreidimensionalen Scheinwerfer, die mit einem ausgeprägten und detailreichen Design zur Weiterentwicklung der Opel-Formensprache beitragen. Die Silhouette wird von einem stark eingezogenen Dach geprägt. Dieses fällt im hinteren Bereich um fast fünf Zentimeter ab und soll so die aerodynamische Linie betonen. Insgesamt wurde darauf hingearbeitet, den Dachaufbau mit klar gezeichneten Fensterkonturen zu einem Kontrapunkt des massiven Grundkörpers zu machen. Trotz des dynamischen Designs legt der neue Astra gegenüber seinem Vorgänger beim Schulterraum vorne 30, bei der Kopffreiheit hinten 55 und bei der Beinfreiheit in der zweiten Reihe 17 Millimeter zu.
Der lange Radstand im Verbund mit der betont keilförmig ansteigenden Karosserie und der ausgeprägten Schulter soll Stabilität und Solidität zum Ausdruck bringen. Dazu tragen auch die ausgeprägten Radläufe und die bis zu 18-Zoll großen Räder bei. Der muskulöse Auftritt des neuen Astra wird im Heck durch eine breite Chromleiste und die seitlich herumgezogene Heckscheibe betont. Mit Details wie der starken Pfeilung oder der Integration der hoch plazierten Rückleuchten nahmen die Designer auch in diesem Fahrzeugbereich formale Aspekte der Front auf. Mit einer intensiven Arbeit an den Details und der Technik der Leuchten bemühten sich die Rüsselsheimer um eine hohe Wertigkeit des Fahrzeugabschlusses. Das Interieur ist durch dynamische Formen geprägt, so dominieren auch hier gespannte Flächen. Ein besonderes stilistisches Kennzeichen ist ein charakteristischer Knick in der Mittelkonsole. Er nimmt die so genannte Bügelfalte der Motorhaube auf und führt sie im Innenraum fort. Weitere wichtige Design-Elemente des Astra-Cockpits sind das unter einer kompakten Hutze liegende, dreidimensionale Doppelinstrument zur Fahrerinformation sowie der hoch über der Mittelkonsole plazierte, 6,5 Zoll große Monitor. Im Innenraum finden Materialien und Oberflächen Verwendung, die sich an der besonderen optischen und haptischen Qualität eine Klasse höher orientieren sollen. Durch lackierte Oberflächen soll der Mittelbereich des Cockpits eine Hifi-Anlagen-artige Charakteristik erhalten. So präsentiert sich denn auch das neueste Modell aus Rüsselheim als selbstbewußtes Produkt einer Marke, die zu sich selbst gefunden hat. Intelligente Lösungen für moderne Mobilitätsbedürfnisse und ein klar fassbares Markenbild stehen für eine dynamische Wiedergeburt des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens.
(Text: Rainer Roßbach )
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