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Porsche GT3 RS: Rennsport für die Strasse
23.10.2003
Der Porsche 911 GT3 RS, der im Oktober auf den Markt kommt, knüpft an die Tradition der Carrera RS von Anfang der Siebziger Jahre an was sich nicht zuletzt in der Lackierung ausdrückt. Modelle wie der Carrera RS 2.7 von 1972 und der 911 SC RS von 1984 waren Homologationsfahrzeuge. Sie haben nicht nur Porsche-Geschichte, sondern auch Motorsport-Historie geschrieben. Der neue 911 GT3 RS soll diese Tradition fortsetzen. Die Philosophie ist die gleiche: er besitzt die Power und den Purismus eines reinrassigen Rundstreckenfahrzeugs und erfüllt gleichzeitig alle Anforderungen für einen straßenzugelassenen Sportwagen. Als Basis- und Homologationsmodell erfüllt der neue Porsche die Anforderungen des neuen internationalen GT-Reglements. Mindestens 200 Exemplare wird Porsche davon bauen und ausliefern. Ein optimales Leistungsgewicht stand bei der Entwicklung des "RS" im Vordergrund. Es beträgt 4,86 kg/kW. Dies bedeutet gegenüber der Clubsportversion des GT3 eine Verbesserung um vier Prozent der Neue ist um 50 Kilogramm und wiegt, vollgetankt mit 90 Liter Kraftstoff,1360 Kilogramm. Der "RS" ist ausschließlich mit einem Überrollkäfig lieferbar. Die Grundfarbe aller Fahrzeuge ist weiß und alle Schriftzüge wahlweise in blau oder rot gehalten. Der 911 GT3 RS verfügt in der Straßenversion über technische Merkmale, die später auch in der Renn-Version zu finden sein werden. Die kompletten Radträger, geteilte Querlenker an Vorder- und Hinterachse, sowie die optimierte Fahrwerksgeometrie und eine besonders leichte Heckscheibe aus Polycarbonat oder Fronthaube und Heckflügel aus Carbon sind einige Beispiele dafür.
Das besonders drehfreudige Aggregat realisiert aus einem Hubraum von 3,6 Liter 280 kW (381 PS) bei 7.300 Umdrehungen/Minute, die maximale Drehzahl beträgt 8.200 Umdrehungen und die Literleistung liegt bei 105,8 PS: Werte, die dem aktuellen GT3 entsprechen. Mittels eines sogenannten Staudrucksammlers, der unter dem Heckflügel liegt, wird dem Motor bei hohen Geschwindigkeiten zusätzliche Luft zugeführt, was dazu führt, dass der "RS" seine hohe Leistungt noch leichter realisiert. Entsprechend sind die Fahrleistungen. Für den Sprint von 0 bis 100 km/h benötigt der GT3 RS 4,4 Sekunden; bis Tempo 200 vergehen 14,0 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 306 km/h. Übertragen wird diese hohe Leistungskraft über ein eng gestuftes 6-Gang-Schaltgetriebe. Die Verbindung zwischen Motor und Getriebe erfolgt beim "RS" über ein Einmassenschwungrad, das eine geringere Rotationsmasse besitzt als ein Zweimassenschwungrad. Der GT3 RS wird weltweit angeboten, nur US-Amerikaner und Kanadier müssen auf den RS verzichten.
(Text: Rainer Roßbach )
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