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Nissan Dunehawk: Familien-Abenteuer
29.12.2003
MPV und SUV, Großraumlimousine und Geländewagen: Die lange gepflegten Kategorien verschwimmen an den Grenzen. Grund für Nissan, mit dem Dunehawk den Prototypen für "den Freizeit-Familienwagen von morgen" vorzustellen, der viele Eigenschaften in sich vereint. Mit seinen praktischen Lösungen zeigt sich der mittelgroße Allrader den wachsenden Anforderungen einer aktiven Familie gewachsen und gibt einen Ausblick auf künftige Nissan-4x4-Fahrzeuge. Das als Siebensitzer konzipierte Concept Car bietet Platz für die ganze Familie und bietet neben seinen Geländeeigenschaften ein Pkw-ähnliches Handling auf der Straße. Für die Offroad-Qualitäten wird ein robustes Leiterrahmen-Chassis verwendet, kombiniert mit einer hohen Bodenfreiheit und der zweiten Generation des elektronisch gesteuerten Nissan-4x4-Antriebssystems. Dank kurzer Überhänge und 20 Zoll großer Leichtmetallräder ist der Dunehawk auch für hartes Terrain gerüstet. Der separate Rahmen stellt zudem auch die nötige Steifigkeit zum Ziehen hoher Anhängelasten. Das große Platzangebot und die luxuriöse Ausstattung des Interieurs bieten die passende Umgebung für aktive Familien, die zum Ausüben ihrer Hobbys ein verwandlungsfreudiges Auto benötigen. Ob Segeltörn, Mountainbike-Tour, Reitturnier oder einfach auf Entdeckungsreise - der Dunehawk transportiert das benötigte Equipment. Das Designthema entwickelt sich aus einer Kombination von klaren Flächen sowie scharf geschnittenen Kanten und Ecken. Die Seitenflanken des Dunehawk zeigen ein zylindrisches Grundthema, das die Designer am Heck, an den Radhäusern und an Teilen des Interieurs (zum Beispiel am Getriebewählhebel) wiederholten. Die sanft gekrümmten Seitenwände des Aufbaus sind am Dach und auf Höhe der Türschweller schmaler als im Bereich der Gürtellinie. Diese leicht bauchige Form verleiht dem Dunehawk einen soliden Eindruck und gibt dort Platz, wo er nach Ansicht der Nissan-Designer am dringendsten benötigt wird: auf Ellenbogen-Höhe. Am Bug findet sich die für Nissan-Offroad-Fahrzeuge typische Kühlermaske mit schräg stehenden Streben und zentral platziertem Firmenemblem. Als besonders kontrastreich bezeichnen die Gestalter die Seitenfenster-Grafik: Besonders die stark angewinkelte C-Säule, die die Scheibe der hinteren Tür von dem kleineren, etwas höher gesetzten dritten Seitenfenster trennt, sorgt für den Akzent.
Türgriffe und Rückspiegel sind aus der Silhouette des Dunehawk verbannt. Zum Öffnen der Türen dient ein spezielles Tastenfeld in den Seitenflanken. Für den Rückblick sorgen zwei nach hinten gerichtete Minikameras, die ihre Bilder auf zwei ausklappbare Bildschirme projizieren, die an beiden Seiten des Armaturenbretts sitzen. Das zylindrische Grundthema der Karosserieflanken wiederholt sich im Cockpit. So dominieren auch hier sowohl kantige wie zylindrische Elemente die Formensprache. Eine T-förmige Mittelkonsole beherbergt die Informationssysteme, darunter einen großen Monitor, der dank Sensoren in Echtzeit Informationen zur Traktion aller vier Räder und zum Betriebszustand des 4x4-Systems gibt. Nissan will anhand des Dunehawk-Cockpits zeigen, in welche Richtung sich ein interaktives Bediensystem in Zukunft weiter entwickeln könnte. Zylindrisch ausgeformte Rundinstrumente auf der linken Seite zeigen die obligatorischen Informationen zu Geschwindigkeit, Drehzahl, Motor-Betriebstemperatur und Benzin-Restmenge an. Zusätzliche Daten erhält man über einen Kompass sowie Höhen- und Neigungsmesser eine Reminiszenz an den Offroad-Charakter des Fahrzeugs. Praxisnah sind die vielen Ablagen: Unter anderem geräumige Staufächer in den Türen und Seitenwänden sowie die an eine Flugzeug-Kabine erinnernde Overhead-Konsole. Sie zieht sich über die gesamte Länge des Dachhimmels und enthält neben einer Reihe von Fächern mehrere Luftaustrittsdüsen und einen DVD-Bildschirm für das Entertainment-System der Fondpassagiere. Das Dach ist zu beiden Seiten der Overhead-Konsole in Längsrichtung verglast und verhilft so dem Interieur zu einem freundlichen und hellen Ambiente.
Dank der im Winkel von 90 Grad öffnenden Türen gestaltet sich der Einstieg in den Nissan Dunehawk bequem. Der Zugang zur hintersten der drei Sitzreihen wird durch die nach vorne fahrende Mittelbank erleichtert. Alle Sitze sind mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten ausgerüstet und lassen sich per Fernbedienung heben, senken oder komplett umklappen, so dass eine völlig ebene Ladefläche entsteht. Sie ist groß genug, um zwei Fahrräder nebeneinander stehend transportieren zu können. Werden die Vorderräder abmontiert, bieten spezielle Verankerungspunkte an der Rückseite der mittleren Sitzlehnen eine sichere Fixierung für die Vorderradgabel. Derweil finden die Hinterräder in zwei im Kofferraumboden eingelassenen Vertiefungen ebenfalls festen Stand. Im Innenraum finden sich hochwertige Materialien: Cremefarbenes Leder an den Sitzen und in den Türtafeln kontrastiert mit mittelbraunen Häuten an Flächen, mit denen die Fahrerhände (Beispiel Lenkradkranz) regelmäßig in Berührung kommen. Der dunkelbraune, strapazierfähige Teppichboden würdigt die Eignung des Fahrzeugs für Outdoor-Aktivitäten. Auch der Dunehawk verzichtet nicht auf Experimente mit einem aktuellen Designthema: Eine indirekte Innenraumbeleuchtung wirft im Stil eines Wasserfalls Licht-Kaskaden aus dem Dachhimmel, den vorderen Türtafeln sowie den hinteren Ablagefächern und taucht das gesamte Interieur bei Nacht in ein sanftes, dezentes Licht. Maximale Lichtstärke war dagegen bei der Außenbeleuchtung das Thema. Nicht nur die Hauptscheinwerfer, sondern auch die Positionslampen am vorderen Ende der beiden Dachstreben bedienen sich der LED-Technik. Zusätzliche LED-Leuchten beleuchten die seitlichen Trittbretter und unterstützen so visuell die robuste Gesamterscheinung des Dunehawk. Allerdings wird auch ein praktischer Nutzen geltend gemacht: Vor allem der Einstieg und das Verstauen von Gepäck auf dem Dach sollen erleichtert werden.
(Text: Rainer Roßbach )
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