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Aktualisiert am 31.12.2011
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ë Rover 75 Tourer: Britischer Edel-Laster

16.06.2003

Rover Tourer
Eigenständig und edel präsentiert sich der 75 Tourer

Trotz gestiegener Nachfrage bei den Kompakt-Vans und Großraum-Limousinen behaupten sich die Kombis. Vor allem die, bei denen Kriterien wie Stil, Leistung und Luxus einen gleich großen Einfluss auf Kaufentscheidungen ausüben wie die im Vergleich zur Limousine erweiterten Ladekapazitäten.

Die MG Rover Group besann sich mit einem „Lifestyle-Kombi“ auf diese alten britischen Tugenden - Stil, Noblesse und Renaissance werden nun wieder groß geschrieben - Dank des „Tourer“.

Mit weiß-blauem Rückenwind starteten die Briten - zumindest finanziell - unbesorgt ins neue Jahrtausend und konnten somit ihr erstes Großserien-Fahrzeug dieser Automobil-Kategorie realisieren.

Der „Tourer“ ergänzt die 75er-Baureihe und konkurriert als Familienfrachter im Segment der oberen Mittelklasse. Ausgestattet mit Vier- und Sechszylinder-Motoren (1,8 Liter, 2,0 Liter und 2,5 Liter Hubraum) und dem 2-Liter-Common-Rail-Dieseltriebwerk. Der Kunde kann zwischen einem Fünfgang-Schaltgetriebe und einer Fünfstufen-Automatik wählen. Schon der ästhetisch gestylte Innenraum, die verchromten Ornamente und die nobel anmutende Silhouette vermitteln klassische Prägung, nostalgische Noten und edlen Touch.

Dem fein ausgelegten Gepäckraum sind allerdings Grenzen gesetzt: Bis auf Höhe der serienmäßigen Laderaumabdeckung fasst der Gepäckraum 400 Liter. Wird er bis zur Dachlinie beladen, beträgt sein Volumen 680 Liter. Wer die serienmäßig im Verhältnis 40:60 geteilte Fondsitzbank vollständig umklappt, erhält ein Ladevolumen von 1 220 Liter. Praktisch bleiben in jedem Fall die Ösen zum Festzurren der Ladung, die Laderaumabdeckung, die Druckhaken zur Fixierung von Gepäckstücken, eine separat zu öffnende Heckscheibe und der doppelte Laderaumboden. Mit rund 54 cm ist die Ladekante niedrig angeordnet.

Im vorgestellten Testwagen (Version „Celeste“ - alternativ werden die Ausstattungsstufen „Classic“ und „Charme“ angeboten) wurde der aus BMW-Zeiten bekannte 2,0-Liter-Common-Rail-Turbodiesel eingebaut. Mit diesem Vierzylinder-Reihenmotor (115-PS) ist der rund 1600 kg schwere Kombi ausreichend motorisiert. Der Selbstzünder läuft vibrationsarm und leise; die Durchzugskraft ist ausreichend. Bei moderaten Fahrleistungen verbraucht der Fronttriebler rund 7,5 Liter (65 Liter Tankvolumen). In Anbetracht des relativ hohen Eigengewichts und selbst bei voller Beladung sind die erreichten Fahrleistungen akzeptabel: 0 auf 100 km/h in rund 11 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h.

Die Serienausstattung der Top-Version enthält u.a. folgende Details: ABS, Front- und Seitenairbags, Lederlenkrad in Höhe und Weite verstellbar, Nebelscheinwerfer, Radio, elektrische Fensterheber vorn, beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Klimaautomatik, Alufelgen, schwarzbeschichtete Dachreling, elektr. verstellbare und beheizbare Ledersitze. Optional ist eine Fahrwerk-Niveauregulierung erhältlich, die im „Tourer“ unabhängig von der Beladung für ein konstantes Niveau des Wagens über der Fahrbahnoberfläche und damit für ein optimales Fahrverhalten sorgt. Zur Fahrwerksabstimmung: hoher Fahrkomfort und gutes Handling, lediglich bei extremer Beladung treten leichte Lastwechselreaktionen auf.

Mit 30.650 Euro ist der „Tourer“ kein Dumping-Angebot. Aber: Die nahezu komplette und hochwertige Ausstattung (u.a. Verwendung von Chrom, Holz und Leder) sowie der hohe Qualitätsstandard kosten Geld. Hinzu kommt, dass der elegante und eigenständige Brite nicht zur Masse der Einheitskombis gehört. „Tourer“-Interessenten dürfte dieser Individualismus eben einiges wert sein.

(Text: J–rg-Thomas F–disch )
(Foto: Rover)

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