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Aktualisiert am 07.09.2010
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Skoda Superb 1.8 Turbo: Qualität für Preisbewußte

Superb
Der Superb bietet hohe Qualität bei zurückhaltender Preisgestaltung

Aus der letztjährigen Skoda-Studie Montreux wurde der Superb - ein gehobenes Mittelklasse-Modell, das - zumindest vom Namen her - die Nachfolge der 1934 von den Tschechen präsentierten Luxuslimousine antritt. 1991 hat der VW-Konzern das osteuropäische Traditions-Unternehmen (1895 gegründet) übernommen, das sich längst zu einem technisch und qualitativ auf höchstem Niveau arbeitenden Hersteller entwickelt hat. Auch deshalb, weil man in Mlada Boleslav auf Wolfsburger Entwicklungen und technisches Know-how zurückgreifen kann (konnte) und diese VW-Unterstützung mit dem Fabia und dem Octavia im Klein- und Kompaktwagensegment bereits erfolgreich umgesetzt hat.

Skoda-typische Stilmittel beim Superb sind u.a. das zeitlos elegante Design mit seinen abgerundeten Formen und das vom kleineren Octavia her bekannte „Familiengesicht“. Moderne High-Tech-Leuchten und wuchtige, in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger unterstreichen das weitgehend eigenständige Erscheinungsbild. Die hier vorgestellte, 4,80 Meter lange Stufenheck-Limousine wird auf der um zehn Zentimeter verlängerten „China-Plattform“ des VW-Passat aufgebaut. Damit erfüllt das neue tschechische Top-Modell sämtliche räumlichen Ansprüche, die man an ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse stellt - vorn und im Fond. Selbst bei vollständig zurückgefahrenen Vordersitzen bleibt hinten (auch für drei großgewachsene Mitfahrer) außergewöhnlich viel Kopf- und Knieraum. Große Türen bedeuten Komfort beim Ein- und Aussteigen. Das Volumen des vollverkleideten Kofferraumes liegt bei rund 460 Litern. Ab der Version „Comfort“ ist das variable Laderaumsystem „CargoFlex“ erhältlich. Damit lassen sich kleinere Einkäufe rutschsicher verstauen und transportieren.

Das Cockpit des Tschechen weist die gleichen Stilelemente auf wie der Passat - die gleiche Anordnung der Rundinstrumente, ein in zwei Ebenen einstellbares Lenkrad und vier Luftausströmer-Einheiten (mit beleuchteten Rändelrädern) in einem hochwertig wirkenden Instrumententräger. Ab Werk wird der Superb in den drei Ausstattungsstufen „Classic“, „Comfort“ und „Elegance“ angeboten. Schon die Einstiegsversion verfügt über eine manuell geregelte Klimaanlage, Radio, Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorn und hinten, ESP sowie den elektro-hydraulischen Bremsassistent.

Der ausschließlich frontgetriebene Superb wird mit fünf Motorisierungen angeboten: Drei Otto- und zwei Dieselaggregate stehen aus dem Konzernprogramm zur Wahl. Basismotor ist der Zweiliter-Vierzylinder-Benziner (85 kW/115 PS). Eine stärkere Alternative ist das im präsentierten Testwagen eingebaute 1,8-Liter-Turbotriebwerk (110 kW /150 PS). Sein maximales Drehmoment von 210 Nm steht bei 1 750 U/min zur Verfügung. Die Leistungsdaten des Vierzylinders mit Fünfventiltechnik: 0 auf 100 km/h in rund neun Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 215 km/h. Der Drittelmix-Verbrauch für den rund 1.600 Kilogramm schweren Wagen liegt bei acht Liter Super (Tankvolumen 62 Liter). Der 2,8-Liter-Sechszylinder-Benziner (142 kW/193) als stärkstes Triebwerk sowie die Selbstzünder (1,9 Liter TDI mit 96 kW/130 PS) und der V6-2,5-Liter-TDI (114 kW/155 PS) komplettieren das Leistungsangebot. Für die beiden Sechszylinder-Modelle steht auch ein Fünfgang-Tiptronic-Getriebeautomat zur Verfügung. Das Handling des Superb ist gut, die Kurvengeschwindigkeiten liegen relativ hoch, das Fahrverhalten bleibt weitgehend neutral. Das Fahrwerk wurde komfortbetont ausgelegt.

Fazit: Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, elegantes Design, dezenter Premiumauftritt mit hohen Qualitätsmerkmalen, komfortbetonte Fahrzeugauslegung, viel Bewegungsfreiheit auf allen Plätzen. Skodas Superb, eine komfortable Reiselimousine, ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich der tschechische Hersteller von der Traditionsmarke ohne Zukunft zu einer Zukunftsmarke mit Tradition gewandelt hat. Der Preis für den Superb in der 1,8-Liter-Version: 30.290 Euro.

(Text: J–rg-Thomas F–disch )
(Foto: Skoda)

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