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Exotische Gaumenfreuden: in Köln
27.07.2003
Exotische Gaumenfreuden in Köln Arabische, indische, vietnamesische und äthiopische Restaurants In Köln unterwegs und der Magen knurrt? Wir haben Restaurants mit außereuropäischer Küche auf Herz und Nieren getestet und präsentieren Ihnen hier vier Vorschläge für ein nicht ganz alltägliches kulinarisches Erlebnis. Die ersten drei Vorschläge liegen im Umkreis von 100 m um den Zülpicher Platz, also direkt in der Innenstadt und dem kneipenreichen Studentenviertel. Das Al-Salaam bietet gehobene arabische Küche in gediegenem Ambiente. Die Speisekarte umfasst eine enorme Palette arabischer Vorspeisen, darunter Hommus (Kichererbsenpaste mit Sesammus und Gewürzen), Mouttabal (Auberginenmus), Tabbouleh (Bulgur-Salat mit Minze und Petersilie) oder Fattoush (Salat mit Fladenbrotstückchen). Eine gute Wahl ist eine der Vorspeisenplatten: Hier wird der Tisch mit kleinen Schälchen und Tellern voller kalter und warmer Leckereien vollgeladen. Wenn man sich durchprobiert hat, ist der größte Hunger meist bereits gestillt. Unter den Hauptspeisen ist der Couscous zu empfehlen, der mit verschiedenen Sorten Fleisch oder auch vegetarisch angeboten wird zwar kein arabisches Gericht, aber ausgesprochen schmackhaft. Gelegentlich gibt es hier abends auch Bauchtanz. Das Thali ist bei den Liebhabern indischer Küche seit vielen Jahren beliebt. Entsprechend voll ist es in der Regel in dem schlicht eingerichteten Restaurant. Im Sommer wird die Fensterfront geöffnet, so dass man halb im Freien sitzen kann. Auf der Karte stehen beliebte Vorspeisen wie z.B. Samosas (Teigtaschen mit Gemüsefüllung und Chutneys), Currygerichte und Gerichte mit cremigen, herrlich gewürzten Sahnesaucen. Als erfrischendes Getränk reicht man Lassi, einen Joghurt-Drink mit Salz, Zucker oder Früchten. Hier sind die Preise moderat, und die Küche des Thali ist ausgezeichnet. Nur wenige Schritte entfernt liegt das Restaurant Vietnam mit seinen von Grünpflanzen überwucherten Schaufenster. Die wenig bekannte vietnamesische Küche ist vielleicht zwischen der chinesischen und der thailändischen anzusiedeln, hat aber selbst für Kenner beider Richtungen Überraschungen zu bieten. Gewürzt wird mit Zitronengras, Korianderblättern und anderen Kräutern, vor allem aber mit Krabbenpaste. Neben diversen Gerichten mit Huhn, Rind, Tofu und Seitan (Klebereiweiß) usw. sind hier besonders die Reispapiergerichte eine Spezialität. Die Zutaten kann man sich ähnlich wie beim Fondue selber zusammenstellen. Wer es einfacher liebt, sollte die köstliche "Kaiserrolle" bestellen. Das Selam ist etwas abgelegen in einem ausgesprochen unansehnlichen Gebäude am Ehrenfeldgürtel untergebracht. Die kurze Anfahrt aus der Innenstadt lohnt sich aber, besonders für diejenigen, die die äthiopische Küche noch nicht kennen. Fester Bestandteil der ausgefallen (und zum Teil recht scharf) gewürzten äthiopischen Menüs ist Injera, ein säuerlicher, weicher Fladen, mit dem man die Hauptspeisen mit Stücken vom Lamm und Huhn sowie mit Linsen oder Bohnen löffelt. Hervorragendes Essen zum erstaunlich niedrigen Preis. Al-Salaam Selam Thali Vietnam
(Text: Falko von Ameln )
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