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Aktualisiert am 31.12.2011
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Hotel Palacio de Santa Ines: Ein Tag aus einem orientalischen Märchen

13.08.2003

Hotel Palacio de Santa Ines
1001 Nächte im Palast

Ein Tag aus einem orientalischen Märchen

Maurisches Flair in Granada und im Hotel "Palacio de Santa Ines"

Die letzten Meter führt der Weg zu Fuß durch die engen, gewundenen Altstadtgassen, über holpriges Kopfsteinpflaster, über Treppchen und durch Torbögen, dann stehen wir vor dem unscheinbaren Hoteleingang. Das Hotel Palacio de Santa Ines liegt zentral, aber dennoch ruhig und stimmungsvoll mitten in Granadas historischem Albayzín-Viertel, nur wenige 100m von der pulsierenden Plaza Nueva entfernt. Das liebevoll restaurierte Haus aus dem 16. Jahrhundert wurde im klassischen Mudejar-Stil eingerichtet und mit zahlreichen antiken Accessoires geschmackvoll dekoriert – ein Schmuckstück mit Atmosphäre. Hinter der schweren Eingangstür zum Hotel öffnet sich ein kleiner Patio mit Säulen, Gemälden und hölzernen Balustraden – der perfekte Ort, um sich beim Frühstück auf den Stadtbummel einzustimmen.

Das alte maurische Albayzín-Viertel mit seinen steilen, verwinkelten Gassen, weiß getünchten Häusern, Mosaiken und Palmengärten ist ein Stein gewordener Traum aus 1001 Nacht. Der schweißtreibende Anstieg lohnt sich jedoch auch aus einem anderen Grund: Von der kleinen Plaza auf dem Hügel hat man den besten Blick auf die Alhambra, deren rote Mauern ("al-hambra" = "die Rote") vor den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada zu leuchten scheinen. Sowohl der Albazyín als auch die Alhambra sind als wichtige Zeugnisse maurischer Baukunst und Stadtarchitektur in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen worden.

Die maurischen Sultane regierten in Granada bis ins Jahr 1492, als ihre übrigen Besitztümer wie Sevilla oder Córdoba längst zurück an die spanischen Könige gefallen waren. So ist die Alhambra als Zeugnis der Kunstfertigkeit der maurischen Baumeister weitestgehend erhalten geblieben, wenn auch Kaiser Karl die Harmonie und Eleganz des Komplexes mit einem erdrückenden Renaissance-Palast störte. Die Eintrittskarten für die Alhambra sollte man möglichst bereits mehrere Wochen im Voraus reservieren (z. B. über das Hotel), um stundenlange Wartezeiten an der Kasse zu vermeiden.

Ein angenehmer Spaziergang führt bergab zurück in die Stadt. Auch in kulinarischer Hinsicht profitiert der Besucher von der kulturellen Mittlerstellung Andalusiens: Wer sich nicht zwischen spanischer und arabischer Küche entscheiden kann, sollte die örtliche mozarabische Küche probieren, in der sich Einflüsse von Orient und Okzident mischen.

Wer nach dem Abendessen den anstrengenden Aufstieg auf den Albayzín scheut, kann von seinem Zimmer im Hotel Palacio de Santa Ines aus einen ebenso spektakulären Blick auf die Alhambra werfen – die angestrahlten Mauern scheinen von der Bettkante aus zum Greifen nah. Ein eindrucksvoller Schlusspunkt unter einen eindrucksvollen Tag in Granada.

Hotel Palacio de Santa Ines***
Cuesta de Santa Ines 9, E - 18010 Granada
Tel. 0034 - 958 - 22 23 62
Fax 0034 - 958 - 22 24 65
Website: www.palaciosantaines.com/
EZ 80 Euro, DZ 110 – 160 Euro, Suite 240 Euro, Frühstück 8 Euro
Parkplatz 16 Euro pro Tag

(Text: Falko von Ameln )
(Bild: Falko von Ameln)

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