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Chrysler 300C Touring: Roadmaster
17.01.2004
Mit dem 300C stellte Chrysler Anfang 2003 eine neue Interpretation des klassischen amerikanischen Automobils vor und signalisierte damit gleichzeitig die neue Richtung, die die Marke Chrysler einzuschlagen gedenkt. Mit einem grundlegend neuen Design auf der Basis der ebenfalls neuen Heckantriebs-Architektur der Chrysler Group schreibt die Limousine die Linie der Chrysler "Letter Series" in einer zeitgemäßen Art und Weise fort. Fast fünf Jahrzehnte ist es her, dass Chrysler seine berühmten "Letter Series"-Fahrzeuge vorstellte. Die Familie der populären Chrysler 300er startete 1955 mit dem Chrysler C-300 und wurde elf Jahre lang fortgeführt. Nur wenigen amerikanischen Herstellern ist es seither gelungen, einen solch guten Ruf für die Verbindung von Fahrleistung, Prestige und bloßer Präsenz zu erreichen. Der Chrysler 300C Touring Concept ist die Kombiversion des Chrysler 300C Sedan Concept, der Anfang 2003 auf der International Auto Show in New York vorgestellt wurde. Der Touring hat mit der Limousine die meisten Merkmale wie Design, Antrieb, Chassis, Ausstattung, Innenraumgestaltung und technische Daten gemeinsam. Der Sportkombi zeigt wie diese klassische Proportionen eine lange Motorhaube, kurze Karosserieüberhänge und ein ausgeprägtes Profil. Als Erinnerung an einige der ersten "Letter Series"-Fahrzeuge wird eine den Chrysler 300C Sedan und Touring Concepts sehr ähnliche Serienversion im Jahr 2004 zu haben sein. Mit zusätzlichem Vierradantrieb, hoher Vielseitigkeit und Raumkomfort für Fahrer und Fahrgäste, gekoppelt mit den Fahreigenschaften und dem Fahrverhalten einer Sportlimousine europäischen Zuschnitts, soll der neue Touring die Marke Chrysler im europäischen E-Segment konkurrenzfähig machen. Eigenständiges Design Das Chrysler 300C Concept in Touring- und Limousinenausführung kombiniert athletisch-elegante Proportionen mit elegantem Innenraumdesign. Die Form der Chrysler 300C Concepts wurde aufgrund der Rückkehr der nächsten Generation großer Chrysler-Modelle zum Hinterradantrieb möglich. Diese strategische Entscheidung gab den Designern die Freiheit, eine längere Motorhaube, kürzere Überhänge vorn und hinten und insgesamt ausgewogenere Proportionen zu formen und gleichzeitig einen geräumigen Innenraum zu bewahren. Die neuen Chrysler 300C-Studien zeigen einen Frontgrill, der vom Concept Car Chronos mit V10-Motor inspiriert wurde, das 1998 auf der North American International Auto Show in Detroit debütierte. Dieses Frontgrill-Design, das das geflügelte Chrysler-Emblem in das Zentrum stellt, ist das Vorbild für alle künftigen Chrysler-Modelle und steht für einen markanten und sofort wiedererkennbaren Design-Wert. Der Grill ist groß und bullig und wird ein Kennzeichen aller künftigen Chrysler Modelle sein. Zu beiden Seiten des Frontgrills formulieren markante Scheinwerfer mit Gasentladungslampen detaillierte Präzision in einer modernen und eleganten Form. Die Frontschürze will mit ihren Chrom-Akzepten üppig und gleichzeitig solide erscheinen. Die lange Motorhaube soll der Chrysler 300C-Familie eine starke Präsenz auf der Straße verleihen, während die hohe Gürtellinie und die niedrige Proportion zwischen Glas- und Blechflächen Stabilität und Geborgenheit ausstrahlen soll. Chrom-Details wie die Seitenleisten, Türgriffe und Fensterrahmen sollen für eine Spur Eleganz sorgen.
Die präzisen Linien der Chrysler 300C Concepts setzen sich nach hinten fort, wobei Details wie die Heckleuchten etwas schlicht geraten sind. Die verchromte Zweirohr Auspuffanlage unterstreicht die Rückkehr zum HEMI V8-Triebwerk und kündet von überlegenen Fahrleistungen. Hochwertiges Interieur Das Interieur der Chrysler soll Qualität ausdrücken: Durch den Einsatz unverwechselbarer Materialien und Oberflächenstrukturen soll sich ein Gefühl wie bei hochwertiger Handarbeit einstellen. Konzentration auf die kleinen Details und Anordnungen stehen ganz vorn auf der Agenda. So verziert Schildpatt-Design das Lenkrad, den Wählhebel und die inneren Türgriffe ergänzt von Chrom-Türgriffen außen und anderen Akzenten in Chrom. Ein vierteiliges Kombi-Instrument setzt mit Chrom-Akzenten und seiner Darstellung den neuen Standard für alle künftigen Chrysler-Fahrzeuge. Mitten in der Instrumentenanlage befinden sich eine Analoguhr, das Navigationssystem, Sitzheizungsschalter und die Chrom-akzentuierten Bedienungselemente für Heizung, Lüftung und Klimaanlage. Der geräumige Innenraum verleiht der Chrysler 300C-Familie ein sportliches, aber üppiges Ambiente mit einer Beinfreiheit im Fond von 102 Zentimetern. So stellen sich die Limousine und der Touring Chrysler 300C als serienfertige Concept Cars vor, die die emotionalen Werte und den Geist der Marke Chrysler erforschen. Sie sollen die Essenz der Marke Chrysler verkörpern, indem sie jene Linien wieder erwachen lassen, die die "Letter-Cars zu Ikonen der amerikanischen Automobilindustrie gemacht haben. Potente Technik Viele Automobil-Liebhaber bevorzugen den Hinterradantrieb wegen der Vorteile bei Beschleunigung und Handling. Die neue Heckantriebs-Konfiguration führt zu gutem Fahrverhalten und zu harmonischer Fahrzeugbalance. Elektronische Stabilitätskontrolle ESP, Traktionskontrolle und ABS ermöglichen die optimale Kontrolle über ein hinterradgetriebenes Fahrzeug.
Im Bereich höherer Motorleistung bieten hinterradgetriebene Fahrzeuge eine deutlich bessere Kraftübertragung. Beim Beschleunigen zum Beispiel bieten sie exzellente Traktion aufgrund der dynamischen Gewichtsverlagerung nach hinten während des Beschleunigungsvorgangs. Darüber hinaus ist bei Hinterradantrieb eine breitere Spur für größere Stabilität und Handling möglich; ein längerer Radstand sorgt für besseres, ausgewogeneres Fahrverhalten. Bei dem im Chrysler 300C Touring verwendeten Vierradantrieb wird die Kraft über ein Verteilergetriebe zwischen Vorder- und Hinterachsdifferentialen verteilt und permanent auf beide Achsen übertragen. Sein Planetenraddifferenzial überträgt 62 Prozent des Motordrehmoments auf die Hinterachse und 38 Prozent nach vorn. Durch ständigen Antrieb aller vier Räder bietet das System exzellente Balance bei Kurvenfahrt unter allen Fahrbedingungen und sogar noch größere Beschleunigungsleistung als mit Hinterradantrieb erreichbar, insbesondere bei eingeschränkter Traktion. Die Chrysler 300C Concepts markieren die Rückkehr des HEMI-Motors zur Marke Chrysler nach mehr als 30 Jahren. Als einer der leistungsstärksten V8-Motoren aller Zeiten wurde der HEMI in den 50er und 60er Jahren zu einer Legende, die die Chrysler an die Spitze der Muscle Car-Ära brachte. Die letzten Chrysler Modelle, die von einem HEMI angetrieben wurden, waren der Chrysler 300D und der Chrysler New Yorker von 1958. Dodge Challenger und Dodge Charger nutzten den HEMI weiter bis 1971. Mehr als drei Jahrzehnte später feiert der HEMI sein Comeback in den Chrysler 300C Concepts Sedan und Touring. Aus seinem Hubraum von 5,7 Litern wird der HEMI deutlich mehr als 300 PS liefern. Er ist auf die Fünfgang-Automatik W5A580 abgestimmt, dem ersten Fünfgang Automatikgetriebe, das in Personenwagen der Chrysler Group angeboten wird. Die Chrysler 300C Concepts sind der Beweis dafür, dass die amerikanische Firma über ihren Heimatmarkt hinauszuschauen beginnt und die Faszination amerikanischer Fahrzeuge für neue Märkte verständlich machen will. Mit einer Kombination aus Eleganz, Leistung und Verarbeitungsqualität soll die Chrysler 300C-Familie das neue, eigentliche Wesen der Marke Chrysler verkörpern. Nach dem neuen Crossfire, dem PT Cruiser GT und dem PT Cruiser Cabrio sind die neuen Chrysler 300C weitere Schritte zu einem neuen Markenprofil, das sich möglicherweise auch hierzulande in Markterfolge ummünzen läßt.
(Text: Rainer Roßbach )
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