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Aktualisiert am 31.12.2011
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Nissan Jikoo: Zeitmaschine

26.04.2004

Jikoo
Art Deko und traditionelle japanische Motive verschmelzen zu einem nostalgischen Bild

1603 wurde das Fischerdorf Edo Sitz einer Shogunatsverwaltung. Seitdem ist das heutige Tokyo politischer Mittelpunkt Japans. Nissans Beitrag zu einem Projekt der Tokioter Stadtregierung aus Anlass des 400. Jahrestages der Gründung des Shogunats Edo knüpft gleichzeitig beim Design an den Datsun Roadster von 1935 an und steht auch für die sportliche Tradition des nun 70 Jahre alten Unternehmens.

Bei der Auswahl der Materialien für den Jikoo ließen sich die Designer von den alten und kultivierten japanischen Handwerkskünsten leiten, die über die Jahrhunderte bewahrt und vervollkommnet wurden. Als Kontrast zu traditionellen Materialien und Anmutungen wählten die Schöpfer des Jikoo ein ultramodernes Infotainment-System – vielleicht auch schon eine, wenn auch neuzeitliche, typisch japanische Tradition.

Das 1,23 Meter hohe Concept Car zitiert in seinem Exterieur mit einer langen, hohen Front, einem kurzen Mittelteil und der offenen Zweisitzigkeit das historischen Vorbild von 1935. So gibt es denn auch den hintere "Karakuri"-Sitz, der im Deutschen liebevoll-ironisch mit "Schwiegermutter"-Sitz bezeichnet wird.

Jikoo
Traditionelle Farben und Strukturen treffen im Innenraum auf ultramodernes Infotainment

Der handwerkliche Anspruch, der sich im Jikoo-Roadster ausdrückt, findet sich schon bei den streifenförmigen Scheinwerfern: Sie ahmen durch Papier scheinendes Licht nach. Die Heckleuchten und die Kühlermaske erinnern an geschliffenes Glas aus der Edo-Zeit. Bei der Gestaltung der Kotflügel war dagegen die traditionelle Silberschmiedekunst Vorbild. So erhielten sie einen warmen Silberton, der zusammen mit den lackierten Flächen ein stimmungsvolles und harmonisches Gesamtbild erzeugt. Unter der Haube fand neben dem Motor noch ein zweistöckiges Gepäckfach aus Ebenholz Platz, das von beiden Fahrzeugseiten aus separat zu öffnen ist und die Leichtmetallräder zitieren ein traditionelles japanisches Chrysanthemen-Motiv.

Die Spannung zwischen alt und neu setzt sich auch im Interieur des Jikoo fort: Eine für die Edo-Epoche typische Dekorationsform mit Schildpatt stand beim Auftragen von Wasserbüffelhorn auf die obere Hälfte des Lenkradkranzes Pate - ein völlig anderes Griffgefühl für moderne Hände und eine besonders schöne optische Qualität jenseits der Oberflächen moderner Kunststoffe. Der Boden des Jikoo ist mit wertvollem Holz belegt, das dank moderner Oberflächenbehandlung besonders rutschfest geriet. Die schwarzen und zinnoberroten Bezüge des Interieurs finden ihre Motive in den traditionellen Kostümen des Kabuki-Theaters. Die Türverkleidungen sind durch dynamische Linien, die fließendes Wasser symbolisieren, gegliedert und werden sanft von unten angestrahlt.

Jikoo
Der 1935er Datsun "Road Star" mit vier Zylindern und 722ccm wurde in kleiner Stückzahl vor dem zweiten Weltkrieg verkauft – er ist das Vorbild für den Jikoo

Vieles am Jikoo wirkt traditionell, aber im Bereich des Instrumententrägers kommt reines High-Tech zum Einsatz. Zwar sucht das Cockpit-Layout mit seiner fächerähnlichen Aufteilung und den zylindrischen Instrumenten eine Brücke zum 1935er Datsun Roadster, doch dominiert in technischer Sicht modernstes Infotainment. Die über die gesamte Breite des Armaturenbretts reichenden Monitore geben ihre Informationen in dreidimensionaler Darstellung wieder und für die Anzeigenadel des zentralen Rundinstruments kommt Laser-Technik zum Einsatz.

Aber auch die Software des Navigationssystem sucht die Verbindung zur Vergangenheit: Während auf der Fahrerseite das Straßennetz Tokyos des Jahres 2003 angezeigt wird, kann der Beifahrer einen Ausflug durch das historische Edo macht. Beide Karten aktualisieren ihre Bilder mit fortschreitender Fahrt. Passiert der Jikoo einen Ort mit historischer Bedeutung, werden dessen Geschichte und die mit ihm verbundenen Ereignisse in Form von bewegten und kommentierten Bildern eingespielt. So zeigt der Jikoo ästhetisch und virtuell die Verbundenheit der Zeiten.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Nissan)

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