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Aktualisiert am 31.12.2011
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Kia KCV-III: Ziel Europa

07.02.2004

KCV-III
Der ausgeprägte Kühler wird flankiert von grossen Scheinwerfern in Klarglasoptik.

Bei der Entwicklung des KCV-III, eines kleinen Cabrio-Coupé, haben Ingenieure und Designer des Forschungs- und Entwicklungszentrums Namyang vor allem darauf Wert gelegt, dass der Sportwagen für den europäischen Markt attraktiv ist. Bei Styling und Ausstattung haben sich die Koreaner an Trends orientiert, die in Europa zuhause sind. Folglich verbindet der kleine Sportler ein auffälliges Design mit einer breiten Palette moderner Technologien.

"Wir wollten ein Auto entwickeln, das auf der Straße gut aussieht und zugleich die wichtigsten Ansprüche unserer Kunden erfüllt", sagt der leitende Entwicklungs-Ingenieur Jae-Rim Lee. "Das Fahrzeug ist konzipiert im Sinne eines Multi-Purpose-Vehicle. Deshalb haben wir bei seiner Gestaltung auf größtmögliche Variabilität geachtet. Letztlich wurde der KCV-III entwickelt, um den Spaß am Autofahren zu steigern."

Der KCV-III richtet sich an Käufer im Alter von 20 bis 30 Jahren. Es wird erwartet, dass diese Generation z. B. in den USA bis 2010 jährlich 3,5 Millionen Autos kauft. Käufer dieser Generation werden als stilbewußt und wenig markengebunden eingeschätzt. Ihnen ist markantes, auffallendes Design wichtig, weniger aber die Höhe der Leasing-Raten und der Wiederverkaufswert. Die Anerkennung in seinem Umfeld ist eine treibende Kraft bei der Kaufentscheidung und damit der Wunsch nach einem Auto, das besonders "Cool" rüberkommt.

Kias KCV-III bietet spektakuläres Design an: Die Seitenlinie mit dem ausgeprägten vorderen Radhaus und der tief ansetzenden Schulter, die in einem spektakulären Bogen in einem Leitwerk mündet, ist spannungsvoll und dynamisch. Die 20-Zoll-Aluminiumfelgen im Turbinenschaufeldesign betonen die ausgeprägte Vorwärtsbewegung zusätzlich. Großflächige Klarglasscheinwerfer auf den Kotflügeln unterstreichen die Wirkung des schmalen Kühlergrills, der ein bißchen an Seat erinnert. Die Motorhaube erhebt sich, ausgehend vom Lufteinlass, über die Kotflügel und mündet in die stark geneigte Windschutzscheibe. Das Faltdach besteht aus grosszügigen, selbsttönenden Glasflächen – auch bei geschlossenem Wetterschutz sollen Cabriogefühle aufkommen. Das Heck wird dominiert durch den hoch aufragenden Flügel, der optisch durch das durchlaufende Leuchtband der Rücklichter und Blinker abgestützt wird. Zwei Auspuffrohre, die das Motiv des Kühlers variieren, bilden den Abschluss.

KCV-III
Eine Sportwagenoptik reinsten Wassers bietet die schwungvolle Seitenansicht

Ein Vierzylinder-DOHC-Reihenmotor mit 2.0 Liter Hubraum und 108 kW (145 PS) bei 6.000 Umdrehungen pro Minute mobilisiert 190 Nm Drehmoment. Die Einzelradaufhängung vorn und eine Verbundlenkerachse hinten sorgen für ein gutes Handling. Daran haben auch eine Länge von 4.100 mm und der Radstand von 2.520 mm Anteil. Eine Breite von 1.820 mm und die Höhe von 1.360 mm tragen zu den ausgewogenen Proportionen bei.

Zugang zum KCV-III erhält man durch eine persönliche Key-Card, die mit einer integrierten Sicherheitsschaltung die Türen entriegelt und den Motor startet. Zur Sicherheitsausstattung gehören Airbags, die vor dem Entfalten registrieren, ob der Beifahrersitz belegt ist. Gurtsensoren überprüfen zudem, ob der Sicherheitsgurt angelegt ist. Im Fall einer Kollision misst das Airbag-System die Wucht des Aufpralls und reagiert entsprechend. Sollten die Gurte versehentlich nicht angelegt sein, entfalten sich die Airbags langsamer, um so die Insassen optimal zu schützen. Aktive Kopfstützen bewegen sich im Fall einer Kollision nach vorne und reduzieren damit die Gefahr eines Schleudertraumas. Zusätzliche Sicherheit bieten auch die sitzintegrierten Überrollbügel.

Ein elektronisches Stabilitätsprogramm kontrolliert mit Sensoren alle vier Räder, die Lenkradstellung, die Gaspedal-Position sowie Beschleunigung und Querbeschleunigung. Es vergleicht ständig die vorgesehene Fahrtrichtung mit der realen. Wenn das ESP Gefahr registriert, vergleicht es aktuelle Daten mit gespeicherten Modelldaten und korrigiert die Situation. Ergänzt wird das ESP durch einen Bremsassistenten. Dieses System bringt das Auto in der kürzest möglichen Distanz zum Stehen.

Auch an den Fußgängerschutz werden immer höhere Anforderungen gestellt. Der KCV-III hat zu diesem Zweck spezielle Pufferzonen im vorderen Stoßfänger und in der Motorhaube, die den Aufprall eines Fußgängers dämpfen. Die Scheibenwischer sind von der Haube verdeckt, um zusätzliche Verletzungen zu vermeiden.

Einfache Bedienung war ebenso ein Leitmotiv in der Entwicklung: Der Fahrer soll permanent beide Hände am Lenkrad haben können. Deshalb arbeiten Scheinwerfer und Scheibenwischer automatisch. Sobald der am Armaturenbrett angebrachte Lichtsensor ein Abnehmen der Helligkeit registriert, wird zunächst das Standlicht und dann das Abblendlicht eingeschaltet - ohne Zutun des Fahrers. Die Scheibenwischer-Funktion kontrolliert ein Regensensor am oberen Rand der Windschutzscheibe. Gelangt Wasser auf die Scheibe, ändert sich deren Lichtbrechung. Dies registriert der Sensor und schaltet automatisch die Scheibenwischer an.

KCV-III
Die großzügige Verglasung läßt auch bei geschlossenem Dach Cabriogefühle aufkommen

Ein Tempomat mit radargesteuerter Abstandskontrolle aktiviert die Bremse und passt die Geschwindigkeit an, sobald ein Radar-Sensor ein vorausfahrendes Fahrzeug entdeckt. Wenn das Fahrzeug überholt wurde oder zur Seite gefahren ist, kehrt der Tempomat automatisch zur ursprünglich gewählten Geschwindigkeit zurück. Ein weiterer Sensor am Heck dient als Einparkhilfe beim Rückwärtsfahren: Registriert er Hindernisse, ertönt im Cockpit ein Alarmton, der den Fahrer warnt. Der KCV-III ist mit einem Telematik-Navigationssystem ausgerüstet, das über einen DVD-Player im Armaturenbrett programmiert wird. Der Fahrer gibt das Ziel ein und wird ab dann durch eine Reihe von visuellen und akustischen Zeichen geleitet. Sobald die Route geändert wird, stellt sich das System neu ein.

Auch wenn das Flügelwerk anachronistisch anmutet und eine radargesteuerte Abstandskontrolle zumindest gewöhnungsbedürftig erscheint, öffnet der KCV-III dennoch einen neuen Blick auf die koreanische Marke. Vor allem die Radikalität der Seitenlinie beeindruckt – und belegt, das KIA mittlerweile genug Selbstbewußsein hat, um sich vom Image des Discountanbieters zu lösen. Die Marke zeigt mit der Konzeptstudie was sie ist: Ein Hersteller von gekonnt gemachten Autos, die den Vergleich mit der Konkurrenz nicht zu scheuen brauchen.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Kia)

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