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Aktualisiert am 31.12.2011
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Chrysler ME: Four-Twelve Concept

07.01.2004

Chrysler ME Twelve-Four
Das Heck ist die Schokoladenseite des ME Twelve-Four

Spektakulärstes Schaustück von DaimlerChrysler auf der Detroit Motor Show 2004 ist das Chrysler ME Four-Twelve Concept. Dieser Supersportwagen ist nicht nur ein Designstatement, sondern soll im besonderen auch die technische Kompetenz der Amerikaner unterstreichen.

Das Herz des heckgetriebenen Mittelmotorsportlers ist ein 6-Liter-V 12 von AMG, der von vier Turboladern beatmet wird. Diese Maschine mobilisiert 850 PS bei 5750 U/min und bringt 1050 Nm auf die Kurbelwelle. Durch das niedrige Gesamtgewicht von 1310 kg beträgt das Leistungsgewicht etwa 1,6kg pro PS – ein absoluter Spitzenwert. So beschleunigt der ME dann auch in 3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h. Ein sequentielles Siebengang-Getriebe mit Doppelkupplung sorgt für einen ununterbrochenen Kraftfluss – die Schaltvorgänge erfolgen innerhalb von 200 Millisekunden. Geschaltet wird über Paddel am Lenkrad.

Die Karosserie besteht aus Karbonfiber, bei deren Gestaltung darauf geachtet wurde, dass sie in Struktur, Materialanmutung und Farbe perfekt zum Aluminium-Monocoque passt. Um die Festigkeit der tragenden Struktur zu erhöhen wurden zusätzliche Chrom-Molybdän-Hilfsrahmen und verformbare Aluminium-Elemente integriert. So entstand eine ultraleichte Struktur, die trotzdem hochfest ist und alle amerikanischen Sicherheitsnormen erfüllt.

Chrysler ME Twelve-Four
Die Rundungen der Front finden keine richtige Bindung zum Rest des Mittelmotor-Boliden

Das Fahrwerk besteht aus doppelten Dreieckslenkern, liegenden und elektronisch gesteuerten Dämpfern sowie Edelstahlfedern. Die innenbelüfteten Sechs-Kolben-Carbonbremsen haben einen Durchmesser von 381 mm und wiegen 65 Prozent weniger als ein Äquivalent aus Stahl. Auf den 19x10"-Rädern der Vorderachse sind Hochleistungs-Reifen der Größe 265/35ZR19 montiert, auf den 20x12.5"-Räder der Hinterachse wird die Größe 335/30ZR20 verwendet.

Ein computergesteuerter Heckflügel sorgt bei 300km/h für einen Abtrieb von 421 kg. Alle Öffnungen des Wagenkörpers dienen zur optimalen Belüftung der mechanischen Komponenten. Zudem erfüllt die Karosserie aerodynamische Aufgaben: Frontöffnung, Unterboden sowie die Ausformung des Hecks erhöhen zusätzlich den mechanischen Abtrieb.

Chrysler ME Twelve-Four
Innen finden Fahrzeugrahmen, Karosseriematerial und eine klare Innenarchitektur zu eleganter Einfachheit zusammen

Das Karosseriedesign wirkt wie mit dem Laser geschnitten. Allein die runde Form der Front findet keine wirkliche Anbindung an die aufregenden Formen des Profils und des Hecks.

Innen werden die Struktur des Carbonfibers sowie Teile des Aluminiumrahmens als Element der Innenarchitektur benutzt. Die Innenhöhe ist so bemessen, dass auch grossgewachsene Personen einen guten Zugang sowie angemessene Platzverhältnisse vorfinden. Lederbezogene Sportsitze auf Karbonfiberbasis, ein asymetrisches Lenkrad, eine automatische Klimaanlage sowie ein Premium-Audiosystem vervollständigen die Ausstattung. Ein grosses Glasdach sorgt für eine luftige Atmosphäre und der Copilot kann sich auf eigens angebrachten Fußstützen fixieren, wenn der Fahrer dem ME die volle Leistung abverlangt.

Durch die Verwendung fortschrittlicher Materialien, aerodynamischer Effizienz und hoher Leistungsfähigkeit positioniert sich der ME an der Spitze der aktuellen Supersportwagen – und steht für das, was Chrysler über die Entwicklung begehrenswerter und aufregender Fahrzeuge gelernt hat. Es soll nicht bei der Studie bleiben: Die Chrysler-Ingenieure planen einen fahrfertigen Prototypen bis zum Sommer 2004 auf die Strasse zu bringen.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: DaimlerChrysler)

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