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Trafic Deck up: Prêt-a-Porter
14.01.2004
Auch wenn Amerika für Renault immer noch weit ist, kann man sich doch der dort aktuellen Fahrzeugvorlieben annehmen und daraus ein europataugliches Konzept entwickelt. Mit diesem Ansatz hat sich Renault des Erfolgstransporters Trafic angenommen und ein ganz eigenständiges Crossover-Fahrzeug auf die Räder gestellt, den Trafic Deck’up. Der permanente Allradantrieb und die erhöhte Bodenfreiheit sind eine Referenz an den Trend zum SUV, vier Sitzplätze und eine versenkbare Trennwand zwischen der Fahrerkabine und der offenen Ladefläche ermöglichen vielfältige Nutzungsvariante. Die Fahrzeugfront des Trafic Deck’up stammt mit Klarglasscheinwerfern und robusten Stoßfängern vom Serienmodell. Die 21 Millimeter breitere und 180 Millimeter kürzere Karosserie tritt kraftvoller auf als die Straßenversion. Der um 80 Millimeter verkürzte Radstand macht das Concept Car zudem wendiger. Die Proportionen und die Silhouette sowie die groß dimensionierten 20-Zoll-Leichtmetallräder erinnern an amerikanische Pick-ups. Der offene Heckbereich orientiert sich an dem Renault Concept Car Kangoo Break’up, bei dem zugunsten einer offenen Ladefläche ebenfalls auf Dach- und Seitenbleche verzichtet wurde. Resultat ist eine großzügige Plattform, die zum Beispiel Fotoreportern eine optimale Rundumsicht von 360 Grad ermöglicht und ideale Voraussetzungen für professionelle Aufnahmen bietet. Eine Schwingtür, die sich 90 Grad weit öffnen lässt und gleichzeitig als Halterung für das Reserverad dient, ersetzt die Hecktüren.
Den Fahrgastraum trennt eine gläserne Zwischenwand, die bei Bedarf im Fahrzeugdach versenkt werden kann, von der Ladefläche. Von den vier Einzelsitzen in der geräumigen Doppelkabine lassen sich der Beifahrersessel und die Fondsitze um 180 Grad drehen. Darüber hinaus können die hinteren Sitze, ebenso wie der zentral angebrachte Tisch, auf praktischen Vario-Schienen in Längsrichtung verschoben werden. So reisen die Passagiere wahlweise in Fahrtrichtung, Reboard oder unter freiem Himmel. Zwei weitere Mitreisende finden bei Bedarf zusätzlich Platz auf seitlich im Fond angebrachten Klappsitzen. Die hinteren Türen kopieren die Form der Fahrertür und nehmen dem Deck’up so die Strenge des Kastenaufbau beim Serienmodell. Auf der Fahrerseite ist die hintere Tür konventionell ausgelegt, auf der Beifahrerseite stehen ,der aktuellen Mode bei Konzeptfahrzeugen folgend, zwei gegenläufig aufschwingende Schmetterlingstüren zur Verfügung. Durch den Verzicht auf die B-Säule öffnet sich eine Einstiegs- und Ladeöffnung von beeindruckender Größe. Der 2.5 dCi-Common-Rail-Motor mit Vierventil-Technik des Trafic dient auch dem Trafic Deck’up als Antriebsquelle. An eine Serienfertigung ist zur Zeit nicht gedacht.
(Text: Dieter Roßbach,Renault )
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