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50 Jahre Rallye Solitude: Neubelebung einer großen Tradition
26.01.2004
Die Rallye Solitude feiert im Jahr 2004 ihren 50. Geburtstag. An diese Tradition knüpft die die Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Rallye Solitude" vom 18. bis 20. Juni 2004 an. Neben den Berg- und Rundstreckenrennen, die von 1903 bis 1965 vor den Toren Stuttgarts ausgetragen wurden, festigte die Rallye Solitude in den fünfziger und sechziger Jahren den Stellenwert der Landeshauptstadt als Zentrum des Motorsports. Bei der Rallye Solitude 1954 starteten die 174 Teilnehmer von elf Standorten und fanden sich im Schloss Solitude ein. Von dort starteten sie zu verschiedenen Berg- und Beschleunigungsprüfungen in der Region und kehrten wieder zum Schloss Solitude zurück. Bereits 1955 wurde die Rallye Solitude zu einer Langstreckenfahrt von rund 2000 Kilometer Länge, die sich mit Startorten wie Ostende, Lyon und Brescia schon sehr an der Mutter aller Rallyes, der Rallye Monte Carlo, orientierte. Dabei war das Highlight der zahlreichen Wertungsprüfungen der Solitude-Ring, der dafür gesperrt wurde. Die Rallye-Begeisterung in Deutschland war 1960 nach dem Monte Carlo-Sieg von Walter Schock und der Werksbeteiligung von Mercedes-Benz kräftig in die Höhe geschnellt. Und auch die Rallye Solitude wurde durch ihre Fusion mit der Lyon-Charbonnières internationalisiert.
Bei der neuen Gemeinschaftsrallye "Rallye Stuttgart Solitude Lyon Charbonnières", kurz "Charbo-Solitude", wurden die ersten Sonderprüfungen in Stuttgart gefahren. Danach setzte sich der Rallye-Tross in Richtung Lyon in Bewegung, wobei berühmte Abschnitte der Rallye Monte Carlo als Sonderprüfungen gefahren wurden. 1972 fand letztmalig der Start im Stuttgarter Mahdental statt. Die traditionelle Prüfung auf dem Solitudering wurde schon nicht mehr genehmigt. Gemäß dieser Historie werden die Klassen der Jubiläumsveranstaltung eingeteilt. Die Hauptklassen sind ausgeschrieben für Fahrzeuge der Baujahre zwischen 1954 und 1960 sowie zwischen 1961 und 1972. Hinzu kommen ein Klasse für straßenzugelassene Fahrzeuge im Geiste der Solitude-Rennen von 1903 und 1953 sowie eine Klasse für besondere Rallye-Fahrzeuge der Neuzeit. Die Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Rallye Solitude" beginnt am Freitag, den 18. Juni 2004 mit der Papierabnahme beim Waldhotel Schatten, dem Rallye-Hotel des Jubiläumswochenendes. Danach beziehen die Fahrzeuge das Fahrerlager auf dem Mitarbeiterparkplatz der Robert Bosch GmbH. Am Samstag, den 19. Juni 2004 absolvieren die Teilnehmer im Großraum Stuttgart, der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald Sonderprüfungen. Insgesamt werden rund 250 Kilometer zurückgelegt. Die letzte Prüfung findet am 20. Juni 2004 in Gerlingen statt. Dazu wird die Innenstadt gesperrt und ein rund 650 Meter langer Rundkurs abgegrenzt. Dort finden im Anschluss an die letzte Wertungsprüfung der Rallye Demonstrationsläufe von Solitude-Rennwagen, Motorrädern und Gespannen statt.
Bei der Rallye Solitude werden Rennfahrer-Legenden am Start stehen, die Rallye-Geschichte geschrieben haben. Hans Herrmann begann seine Laufbahn mit dem Rallye-Sport im Jahr 1952. Vom 19. bis 22. März 1953 startete er auf einem Porsche 356 bei der Rallye Lyon-Charbonnières mit dem bekannten Journalisten und Rennfahrer Richard von Frankenberg als Beifahrer. Bei dieser Veranstaltung wurde auch der Grundstein der Rallye Solitude gelegt, indem die Idee einer Prüfungsfahrt vor den Toren Stuttgarts geboren wurde. Eberhard Mahle nahm schließlich an der ersten Rallye Solitude im Jahr 1954 teil - und wurde erster in seiner Klasse. Es folgten Teilnahmen in den Jahren 1956, 1957 (Gesamtsieger!), 1958, 1959 und 1960. Mit einem Gesamtsieg und vier Klassensiegen war Mahle der erfolgreichste Rallye Solitude-Fahrer. Eugen Böhringer, ehedem Mercedes Werksfahrer, folgt mit einem Gesamtsieg und zwei Klassensiegen. Weitere Informationen über die Rallye Solitude finden Sie unter www.rallye-solitude.de.
(Text: pt ) |
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