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Aktualisiert am 31.12.2011
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Peugeot 407 "Silhouette": König der Löwen

26.02.2004

407
Keine falsche Bescheidenheit: Dem "Silhouette" ist Understatement fremd

Die Studie "Silhouette", Blickfang der ostfranzösischen Marke auf dem Genfer Salon 2004, verwandelt das eher avantgardistisch und gediegen anmutende Basisfahrzeug in ein aggressiv aussehendes Sportgerät. Als Revier des grimmigen Löwen sind gleichermaßen öffentliche Straßen wie auch die Rennstrecke vorgesehen.

Konsequenterweise sind Konzeption und Technik des Zweisitzers auf Hochleistung ausgelegt. So verfügt der "Power"-407 über ein Rohrrahmen-Chassis und einen längs liegenden Heckmittelmotor.

Dekorativ gerippte Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln und Lufteinlässe unten in den Heckkotflügeln sorgen für einen kleidsamen Zuwachs an Breite. An der höchsten Stelle des Daches sind zwei kleine Lufteinlässe integriert, die dem Sechszylindermotor die nötige Frischluft zuführen. Auf der Rennstrecke wird das Fahrzeugniveau gegenüber der Konfiguration für den öffentlichen Straßenverkehr automatisch um 4 cm abgesenkt.

Die Stufenheckkarosserie ist aus Karbon gefertigt und in Hellgrau-Metallic lackiert. Ein breiter weißer Streifen, begrenzt von schmalen Linien in dunkelgrau, zieht sich längs über die Karosse und fordert für seinen Träger Respekt und Autorität auf der Piste. Die Wölbungen der hinteren Kotflügel ziert ein stilisierter Löwenkopf in einem kräftigeren Grauton.

407
Reinrassige Rennsporttechnik für Straße und Piste

An der Fahrzeugfront mit dem charakteristischen "Ferrari"-Kühler befinden sich dort Lufteinlässe, wo im Seriemodell Zusatzscheinwerfer angebracht sind – am Heck unterstreichen zwei doppelte Auspuffendrohre und ein Karbonspoiler den Rennsport-Charakter des "Silhouette".

Im Innenraum bemühen sich das Armaturenbrett, die Mittelkonsole und die vorderen Türverkleidungen der Limousine um eine betont schnelle Optik. Materialien und Designs, die in besonderem Maße die Sinne ansprechen, wie Karbon, schwarzes oder rotes Leder sowie ein schwarzes Schlangenlinienmuster in den Instrumenten und der Mittelkonsole, unterstreichen die herausfordernde Dynamik der Studie. Der konsequent zweisitzige Tourenwagen bietet Pilot und Beifahrer als Sitzplätze Schalen an, die mit einer Kombination aus Glattleder und schwarzem Stoff mit dreidimensionaler Wirkung bezogen sind. 

In das Lenkrad ist ein Bildschirm integriert, auf dem die vom Satellitennavigationssystem mit hochauflösender Kartendarstellung errechnete Ideallinie der jeweiligen Rennstrecke angezeigt wird. Der Fahrer kann diese in der Anzeige mit der ebenfalls dargestellten tatsächlich gefahrenen Linie vergleichen.

Eine hydraulisch unterstützte Zahnstangenlenkung sorgt für die Zielgenauigkeit. Ein Fahrwerk mit doppelten Dreieckslenkern und Stabilisatoren (vorne während der Fahrt verstellbar) sorgt im Zusammenspiel mit Reifen der Größen 235 x 35 x 19 (vorn) und 265 x 30 x 19 (hinten) für die notwendige Haftung. Ein klauengeschaltetes Sechsgang-Schaltgetriebe mit sequenziellem Schalthebel bringt die Kraft des verwendeten V6-Saugbenziners mit 2946 cm3 Hubraum und 230 kW (313 PS) Leistung auf die Antriebsachse.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Peugeot)

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