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Aktualisiert am 31.12.2011
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Alfa Romeo Visconti: Nobel-Limousine

04.03.2004

Visconti
Die Front des Visconti ist eine zurückhaltende Evolution des Markengesichts. Besonders markant ist der plastisch hervortretende "Scudetto"

Der Name von Giugiaros Alfa-Limousine hat seine Wurzeln im Mailänder Stadtwappen. Das herzogliche Wappen der ehemaligen Herrscher der lombardischen Stadt, der Visconti, besteht aus einem Schild, auf dem eine Schlange mit einem Kind im Mund darstellt ist. Darüber schwebt eine Krone. Die andere Hälfte des Alfa Romeo-Markenzeichen, das rote Kreuz auf weißem Grund, stammt aus dem Banner der Stadt Mailand. Der Name "Visconti" soll den Adel der Limousine betonen.

Beflügelt durch den großartigen Erfolg des Coupes Brera, das, obwohl es als reines Konzept gedacht war, in die Serienproduktion gehen wird, legt ItalDesign auf dem Genfer Salon 2004 nach. Giorgetto Giugiaro zeigte sich entschlossen, ein angemessene Flaggschiff für Alfa Romeo zu entwerfen.

Auf den ersten Blick erscheint das Konzept "Visconti" fast wie ein viertüriges Coupé. Wesentliche Themen des Designs gehen auf die Studie der Bugatti-Limousine EB 112 von 1993 zurück, die schon eine ähnliche Form im Heckbereich aufwies. Aber auch in der Alfa Romeo-Historie finden sich Vorbilder wie der 6C 2500 Pescara aus den Vierziger Jahren.

Der Bug des großen Alfa entwickelt das aktuelle Markenbild behutsam weiter. Ein großer, plastisch hervortretender "Scudetto" ist der Focus, auf den sich die unteren Lufteinlässe und die mit drei Lampen bestückten, schlitzförmigen Klarglasscheinwerfer orientieren. Die sechs Öffnungen in der Front haben weniger eine ästhetische Funktion, sondern sollen den eingebauten Turbomotor mit genügend Frischluft versorgen.

Gegenüber der Serienversion sind die Chromeinfassung sowie die Querstreben des Traditionskühlers etwas vergrößert. Eine vom Alfa-Wappen auf die Basis der Winschutzscheibe laufende, verchromte Leiste strukturiert die Motorhaube und gibt ihr eine edle Anmutung.

Im Vergleich zu Limousinen mit konventionellem Stufenheck hat der Visconti ein kurzes Motorenabteil. Durch seinen gedrungenen Charakter soll es ein Gefühl von Kraft und Dynamik vermitteln. Die Seitenansicht reduziert sich auf minimale Formen: zwei runde Radläufe sind mit einer einfachen Linie verbunden. Die formale Spannung des Profils entsteht wesentlich aus der Wölbung des Wagendachs und durch das tief nach unten gezogene Heck. Dieses ist zweifelsohne das ungewöhnlichste visuelle Element der Studie.

Visconti
Das Heck zeigt keinerlei Verwandschaft zu aktuellen Modellen

Bewegt man sich von vorn um das Fahrzeug herum erscheint es wie ein Wagen mit konventionellem Fließheck. Geht man jedoch weiter auf das Heck zu, tritt zwischen den ausgeprägten, hinteren Schultern ein echter Kofferraum hervor, der mit einer steilen Linie nach unten abfällt. Trotz dieses formalen Kniffs verfügt der Viersitzer damit über ein 458 Liter großes Gepäckabteil.

Der technische Basis für den Visconti ist die zukünftige Premium-Plattform der Mailänder, auf der u.a. künftige Modelle wie Spider oder Brera aufbauen. Giugiaro verlängerte den Radstand um 20 Millimeter auf eine Gesamtlänge von 4955 mm und erhielt dadurch vorn und hinten gleich große Karosserieüberhänge. Eine Breite von etwa 1900 mm und die Höhe von 1474 mm sollen wohnliche Verhältnisse im Innenraum garantiern, ohne die fließende Karosserie-Linie zu beeinträchtigen.

Der Antrieb erfolgt durch einen V6-Biturbo-Benzinmotors mit 3,2 Litern Hubraum und Direkteinspritzung, der es auf 405 PS Leistung und 680 Nm Drehmoment bringt. Eine Sechsgang-Automatik sowie ein permanenter Allradantrieb bringen die Leistung auf die Strasse. Eine Hinterradlenkung, ein ESP, eine Luftfederung sowie Brembo-Bremsen mit Keramikscheiben runden das technische Paket ab.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: ItalDesign)

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