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Aston Martin DB9: Basisfahrzeug
07.04.2004
Mit dem Aston Martin DB9 steht der Nachfolger des DB7, der ja eigentlich eine Jaguar-Konstruktion war bei den Händlern. Auch wenn man mit dem neuen Einstiegsmodell das Auto nicht neu erfunden hat und die visuellen Unterschiede zwischen den Baureihen eher marginal sind, ist dieser, speziell als Cabrio, ein schönes Auto mit hohen Reizen. Zudem ist, eher untypisch für Aston Martin, die technische Basis interessant. Anders als der Vorgänger basiert der DB9 auf einem eigens entwickelten Chassis, das in Zukunft auch andere Baureihen tragen soll. Dieser aus Aluminium bestehende Spaceframe kann in Radstand, Gesamtlänge, Spurweite und den Karosserieüberhängen variiert werden und ist besonders verzugsfest. Damit wird die Karosserie von tragenden Funktionen weitgehend befreit.
Als Antrieb dient das aus dem DB7 bekannte Zwölfzylinder-Aggregat. Der Sechsliter-V12 leistet 456 PS und das maximale Drehmoment beträgt 570 Nm bei 5000/min. So verwundert nicht, dass der 1,7 Tonnen schwere 2+2 in 4,9 Sekunden auf Hundert sprintet und die Höchstgeschwindigkeit bei 300 km/h angesiedelt ist. Motor und Getriebe, verbunden durch eine Kardanwelle aus Kohlefaser, sind in Transaxle-Bauweise ausgeführt und sorgen für eine optimale Gewichtsverteilung von 50:50. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Sechsgang-Schaltung oder wahlweise über eine ZF-Sechsgang-Automatik, bei der die Gänge über Paddel am Lenkrad gewechselt werden können.
Innen hat man die Wahl zwischen 20 Ledervarianten sowie Holz, das im DB9 in exotischen Varianten wie Walnuß, Mahagony oder Bambus geordert werden kann. Verbessert wurde der Einstieg ins Cockpit: Die Türen öffnen im 12-Grad-Winkel nach oben und erleichtern so das Ein- und Aussteigen nicht unwichtig bei der Altersstruktur der Klientel. Um den DB9 harmonisch zu formen, verzichtete man auf unnötige Dekoration. Große, geschwungene Flächen und eine lange Haube machen den Aston Martin DB9 in traditioneller Weise unauffällig elegant. Allerdings lassen die Neubelebung der eigentlich schon in die automobile Rumpelkammer verbannten Abrisskante á la Audi A4 der ersten Baureihe und den Rückleuchten im Stile des abgelösten Peugeot 406 keine rechte Begeisterung aufkommen. Das Coupé soll etwa in einer Stückzahl von 2000 Exemplaren pro Jahr gefertigt werden und der Preis wird bei etwa 150.000 Euro liegen.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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