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Aktualisiert am 31.12.2011
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Maserati MC12: Superamerica

23.03.2004

Maserati MC12
Der Maserati MC12 folgt dem Vorbild des Ferrari F50

Die Übernahme durch Ferrari hat der alten Tante Maserati außerordentlich gut getan. Die Serienfahrzeuge sind wieder attraktiv und zunehmend bevölkern Hochleistungssportwagen die Angebotspalette. Diese sind straßentauglich, gleichzeitig aber so ausgelegt, dass sie auf der Rennpiste Leistung zeigen können. Das verlangt nach eindeutigen optischen Signalen.

Üblicherweise wird ein außergewöhnliches, sportliches Potential mit einer besonderen Lackierung hervorgehoben. Dazu benutzt man in der Regel, natürlich modisch aufgepeppt, die klassischen, nationalen Rennfarben: also Weiß oder Silber für deutsche, Grün für britische und Rot für italienische Renn- und Sportwagen.

Rot, die traditionelle Rennfarbe von Maserati, macht allerdings ein Problem: die Farbe ist mittlerweile zu stark mit Ferrari verbunden. Was könnte also man stattdessen verwenden? Ein Blick in die Renngeschichte der italienischen Traditionsmarke brachte die Marketingstrategen auf die Spur.

Der letzte erfolgreiche Rennwagen mit dem Dreizack, der Maserati Tipo 61 "Birdcage", gewann unter anderem 1960 und 1961 die 1000 km auf dem Nürburgring. Einige dieser legendären Gitterrohrsportwagen nahmen unter amerikanischer Nennung an der Sportwagen-Weltmeisterschaft teil und waren deshalb auch in den US-Rennfarben lackiert: auf einer weiß lackierten Karosserie sind ein oder mehrere Streifen in dunkelblau aufgebracht, die teilweise noch mit zusätzlichen dünnen roten Streifen eingefaßt sind.

Maserati MC12
Das verlängerte Heck wird durch die blaue Lackierung deutlich betont

Der Trofeo L-GT, erster Versuch mit dieser Farbkombination, sah ziemlich attraktiv aus. Deshalb zieren die amerikanischen Traditionsfarben mittlerweile auch die jüngste Kreation der Ferrari-Tochter. Dieses Projekt, ein leistungsstarker Mittelmotorsportler nach FIA-GT-Reglement, beruht auf einer Idee von Giugiaro, die vom Designchef der Ferrari Maserati Gruppe, Frank Stephenson, weiterentwickelt wurde.

Resultat der Zusammenarbeit ist der MC12 (Maserati Corse 12-Zylinder), der von einem 630 PS starken V12-Ferrari-Motor beflügelt wird. Der Sechsliter-Motor aus dem Enzo Ferrari beschleunigt den 5,14 langen, 2,10 Meter breiten und 1,20 Meter hohen GT in 3,8 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 330 km/h, die Höchstleistung liegt bei 7.500 Umdrehungen an, das maximale Drehmoment beträgt 652 Newtonmetern bei 5.500 Touren. Die Kraft wird von einer Cambiocorsa-Schaltung auf die Hinterräder übertragen, deren sechs Stufen der Fahrer per Schaltwippen am Lenkrad wechselt. 345er Reifen hinten und 245ern vorne bringen die Kraft auf die Straße. Gebremst wird mit vorderen Scheiben im Durchmesser von 380 Millimetern, hinteren im Durchmesser von 335mm und ABS. Der Radstand beträgt 2,80 Meter.

Maserati MC12
Blaues Leder und Carbon sorgen im Innenraum für eine angenehme, wohnliche Atmosphäre

Die Karosserie folgt in ihrer Form den Anforderungen des Rennsports. Große Öffnungen in den vorderen Kotflügeln sowie in den Flanken versorgen Bremsen und Motor mit Kühlluft. Eine Hutze im Dach sowie die Lamellen über dem Motor sorgen ihrerseits für einen gesunden Zustand des Aggregats. Die Verlängerung des Heck ist optisch durch die Lackierung betont und trägt einen Flügel sowie die Öffnungen des Diffusors. Der MC12 hat ein herausnehmbares Dach und kann entweder geschlossen oder als Spider gefahren werden.

Maserati beabsichtigt, den Mittelmotor-Sportwagen in der FIA GT-Serie einzusetzen. Deren Regeln besagen, dass zur Meisterschaft nur Fahrzeuge zugelassen sind, die von einem Straßenmodell abgeleitet werden, das mindestens in fünfundzwanzig Exemplaren hergestellt wurde.

So wird es vom MC12, der über ein extrem leistungsorientiertes Fahrverhalten, ein ausgezeichnetes Handling und das Potential eines Rennwagens verfügt, eine Version mit Straßenzulassung geben. Diese zivile Kundenmodell wird im Innenraum mit Carbonapplikationen garniert und mit einer Klimaanlage angeboten. Eine Serie von nur 25 Stück im Jahr 2004 und eine weitere 25er Serie im Jahr 2005 werden die ausschließlich in blau-weißer Lackierung angebotenen Supersportler zu begehrten Sammlerstücken machen.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Maserati)

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