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BMW K 1200 S: Vierter Frühling für den Vierzylinder
18.05.2004
Der zweite Wurf war die K1: mit einem innovativen Design, im Windkanal entworfen, mit Paralever-Hinterrad-Aufhängung, dem ersten Serien-Vierventiler bei BMW, digitaler Motorelektronik und Vierkolbenbremssätteln. Seit der K 1200 RS wurde es dann ruhig um die Vierzylinder, die neuen Boxer und die F-Serie standen in den letzten Jahren im Mittelpunkt. Nun aber kommt die vierte Entwicklungsstufe, und sie setzt wieder Maßstäbe. Noch in diesem Jahr wird BMW die neue K 1200 S auf den Markt bringen. Ganz gegen den Trend der letzten Jahre hat das neue Sportmotorrad viel von seinem Übergewicht abgelegt, das Leistungsgewicht ist nahezu 50 % besser als das der K 1200 RS und liegt auf dem Niveau der Mitbewerber. Die K 1200 S wurde konsequent als Sportmotorrad konzipiert und ist ein eigenständiges Motorrad innerhalb der K-Familie; Ziel waren Agilität, hohe Fahrpräzision und ausreichende Kraft in allen Lebenslagen.
Angetrieben wird das neue Motorrad, in Abkehr der bisherigen Philosophie, von einem quer eingebauten, 1157 cm³ großen Vierzylinder-Reihenmotor mit integriertem Getriebe. Die mit 55° extrem stark nach vorn geneigte Zylinderbank ergibt einen niedrigen Schwerpunkt. So konnte in Kombination mit der geometrischen Gesamtauslegung eine ausgewogene Radlastverteilung von 50:50 Prozent erzielt werden. Durch eine Reihe konstruktiver Finessen baut der Motor ungewöhnlich schmal. Die Baubreite im Bereich der Kurbelwelle liegt etwa auf dem Niveau der 600er Motoren. Sie erlaubt nicht nur einen sehr tiefen Motoreinbau und trotzdem maximale Schräglagenfreiheit; sie ermöglicht auch eine schmale und sportliche Silhouette. Das Drehvermögen des Motors reicht bis in fünfstellige Regionen, die Motorleistung liegt über 160 PS (über 117 kW). Die Motorelektronik der K 1200 S basiert auf der neuesten Generation, wie sie Anfang des Jahres in der R 1200 GS vorgestellt wurde. Ebenfalls mit integrierter Klopfregelung und weiterentwickelt für Vierzylindermotoren stellt sie die fortschrittlichste Motorsteuerung dar, die es derzeit für Motorräder gibt. Ein geregelter Drei-Wege-Katalysator ist, wie beim Vorgänger und den Boxern, Standard. Auch im Fahrwerk zeigt sich die neue K 1200 S innovativ. Eine revolutionäre Vorderradführung mittels zweier paralleler Lenker, ohne Teleskopführung, gewährleistet ein sensibles Ansprechverhalten bei hoher Fahrpräzision, hervorragender Gesamtsteifigkeit und niedrigem Gewicht. Eine weitere Weltneuheit im Serien-Motorradbau stellt das elektronisch einstellbare Fahrwerk dar. Selbstverständlich ist die neue K 1200 S mit dem einzigartigen BMW Motorrad Integral ABS in der Teilintegralversion ausgerüstet. Im Zusammenspiel mit der EVO-Bremsanlage gewährleistet dieses System maximale Verzögerungswerte und damit sicheres Bremsen unter allen Fahrbahnbedingungen mit kürzesten Bremswegen. Die neue BMW K 1200 S wird im Herbst diesen Jahres auf den Markt kommen.
(Text: Dieter Roßbach )
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