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Aktualisiert am 31.12.2011
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Peugeot 1007: Jenseits der Klassen

03.07.2004

Peugeot 1007
Die praktischen Schiebetüren geben dem Peugeot 1007 seine besondere Persönlichkeit

Die automobile Welt befindet sich in einem ständigen Wandel; durch soziale Entwicklung permanent verändert und durch technologische Fortschritte bereichert, ist sie ein Spiegel der Wandlungen unserer Gesellschaft. Automobilhersteller sind herausgefordert, die sich ständig ändernden Erwartungen der Käufer rechtzeitig zu erkennen. Dazu müssen sie die Entwicklungsströmungen ständig im Auge behalten, um verborgene Trends, die zu neuen Konzepten führen können, schnell umzusetzen.

Auf der Basis dieser Überlegungen hat Peugeot ein originelles Concept Car entworfen, das unter der Bezeichnung Sésame beim Pariser Automobilsalon im Jahr 2002 vorgestellt wurde. Diese Studie fand reges Interesse des Publikums – eine Entscheidung zur Fertigung eines ähnlich ausgelegten Serienfahrzeugs wurde schnell getroffen. Als Erweiterung der bestehenden traditionellen Modellpalette ist der Wagen der erste, der eine andere als die bisher verwendeten Baureihenbezeichnungen tragen darf. Wo bisher drei Ziffern mit einer Null in der Mitte zur Kennzeichnung der Fahrzeuge dienen, ist die neue Kombination von vier Ziffern und einer Doppelnull in der Mitte den völlig neuen Modellen vorbehalten.

Obwohl der kleine Peugeot die Plattform mi seinen Konzernbrüdern Citroën C2 und C3 teilt, betrachtet die Firma den 1007 als ein völlig neues Automobilkonzept, mit dem man Vergnügen mit Leichtigkeit verbinden will und das sich an das Leben und die Stimmung jedes Einzelnen anpasst. Freundlich und fröhlich, außen klein und innen groß, robust und dynamisch sowie variabel und bequem in der Stadt und Überland sollen die Eigenschaften sein, die beim Betrachter ankommen.

Um das in der Außengestaltung klar werden zu lassen, wurde Pininfarina beauftragt, den Werksentwurf von 2002 zu überarbeiten. Die Italiener haben die Vorlage im Sinne eines konsistenten Markenbildes geglättet: Die seitlichen Schiebetüren blieben erhalten, originelle Datails wie die Ersatzradabdeckung im Heck wurden hingegen geopfert.

Peugeot 1007
Die extravagante Front der Sésame-Studie wurde zugunsten einer größeren Familienähnlichkeit aufgegeben

Die Seitenansicht wird von einer Linie bestimmt, die nach vorne wie nach hinten abfällt. Markentypisch sind die gestreckten Scheinwerfer, die von zwei Sicken in der Motorhaube betont werden. In der Mitte des großen Kühlers befindet sich die Stoßstange, die um die Kotflügel reicht und beiderseits vom Fahrzeug durch Zierleisten fortgeführt wird.

Das seitliche Heck weist eine dreieckige Scheibe auf, die den Übergang zur Heckscheibe bildet und die durch die Führung der Schiebetüren akzentuiert wird. Diese Führungsschienen gehen in einen Zierstreifen unterhalb der Heckscheibe über, der den Schriftzug "Peugeot" trägt. Die Heckleuchten spiegeln die Form beiden hinteren Fenster.

Sobald man in das Fahrzeug steigt, erscheint die Fahrgastzelle großzügig und hell. Durch das sogenannte "Caméléo"-Konzept kann sich der Käufer ein individuelles, buntes Ambiente gestalten. Gewählt werden können zwei Teppiche am Armaturenbrett, vier Zierblenden für die runden Belüftungsklappen, zwei Abdeckungen für die Türverkleidungen, zwei Abdeckungen für die seitlichen Ablagefächen hinten und acht Sitzbezüge (vier Lehnen und vier Sitzflächen). Und wenn man sich an seiner Wahl sattgesehen hat, ist es möglich, dank eines einfachen Systems ohne Werkzeug innerhalb einer Viertelstunde die Innenausstattung komplett auszutauschen.

In seiner Definition ist der 1007 eine "Minivan-Limousine". Der Fahrer sitzt in einer hohen Position, die Übersichtlichkeit bietet und vor allem im Stadtverkehr willkommen ist. Dank seiner Karosseriestruktur bietet der 1007 hervorragenden Schutz, der im Innenraum durch eine zeitgemäße Sicherheitsausstattung ergänzt wird. Dazu gehören bis zu sieben Airbags, davon einer in Höhe der Lenksäule. Zur Sicherheit der Kinder sind Isofix-Halterungen vorgesehen, die der neuesten Norm mit drei Verankerungspunkten entsprechen. Ergänzt werden diese Ausstattungselemente schließlich durch Warnmeldungen für nicht angelegte Sicherheitsgurte durch die Passagiere im Fond, mit akustischem Warnsignal und Anzeige im Display.

Peugeot 1007
Die Formen des Hecks beziehen sich auf die Führungsschienen der Schiebetüren

Dank einer Höhe des Wagens von 1,61 m und einer weit nach vorn reichenden Windschutzscheibe erscheint der Innenraum großzügig und hell. Die elektrischen Schiebetüren, die den Namen "Sésame" tragen, bieten einen hervorragenden Zugang und machen sich beim Einparken in eine enge Parklücke unbemerkbar.

Die 920 mm breite Öffnung gewährt den Fahrgästen einen ungehinderten Zugang zu den Vordersitzen. Zu den Sitzen im Fond gelangen sie dank der weit nach hinten versetzten B-Säule je nach Statur entweder direkt, oder durch Umlegen der Vordersitze. Einmal geöffnet nehmen die "Sésame"-Türen nur wenig seitlichen Platz in Anspruch, etwa in der Größenordnung der Außenmaße der Rückspiegel. Daher lassen sie das Parken in sehr engen Lücken zu, die für Fahrzeuge mit angeschlagenen Türen nicht nutzbar sind. Dank großen Glasflächen in der Tür sowie der nach hinten versetzten B-Säule verfügt der Fahrer über einen freien seitlichen Blickwinkel von 105° nach links und von 49° nach rechts.

Die Vordersitze sind großzügig in Längsrichtung verstellbar (bis zu 230 mm für den Fahrersitz und 280 mm für den Beifahrersitz). Der Beifahrersitz ist modular konstruiert, durch Umklappen auf das Sitzpolster verwandelt sich die Lehne in eine Tischablage. Mittels der um 50 mm verlängerten Schiene entsteht vor dem Sitz eine Ladefläche, die groß genug ist etwa für Mineralwasserkisten.

Peugeot 1007
Großzügige Fensterflächen machen den Innenraum des 1007 licht und offen

Die beiden separaten Rücksitze machen den 1007 besonders variabel. Man hat die Wahl zwischen einem Innenraum für vier Insassen und einem Laderaum, der von178 dm3 auf 364 dm3 vergrößert werden kann. Technisch ist dies möglich durch eine Längsverstellung der Rücksitze um bis zu 230 mm und zwei Optionen zur Neigungsverstellung der Lehne. Außerdem kann jede Rückenlehne zur Tischablage umgebaut werden und als Schreibunterlage dienen, Gepäck aufnehmen oder, als Verlängerung des ebenfalls zum Tisch umgebauten Vordersitzes der Beifahrerseite, den Transport von langen Gegenständen erlauben. Zusätzlich kann jeder Einzelsitz gegen die Vordersitze umgelegt werden.

Mit einer elektrischen Servolenkung und dem "2 Tronic"-Getriebe, das bei den Benzinversionen angeboten wird, ist der 1007 besonders auf ein spielerisches Handling in der Stadt ausgelegt. Das "2 Tronic"-Getriebe bietet zwei Betriebsarten an: Eine Vollautomatik oder die sequenzielle Betätigung von Schaltelementen. Antriebsseitig wird der 1007 mit folgenden Motor-/Getriebevarianten angeboten: einem 1.4 l Benzin-Aggregat (75 PS) mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder "2 Tronic"-Getriebe, einem 1.6 l Benzin-Motor (109 PS) mit "2 Tronic"-Getriebe oder einem 1.4 l HDi - Diesel (68 PS) mit Fünfgang-Schaltgetriebe.

Ab März 2005 wird der 1007 auf dem deutschen Markt zu einem Preis ab etwa 13 000 Euro angeboten.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Peugeot)

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