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Aktualisiert am 31.12.2011
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Kia Picanto: Die Kunst des Möglichen

11.07.2004

Kia Picanto
Der kleine Kia tritt selbstbewusst und eigenständig auf.

Renault tritt gerade mit dem Dacia Logan den Beweis an, dass ein Fahrzeug für einen Kaufpreis von 5000 Euro darstellbar ist. Allerdings beabsichtigen die Franzosen nicht, diese durchaus zeitgemäße Limousine auf den westeuropäischen Markt zu bringen.

Dieses Preisniveau zu erreichen ist sowohl von der technischen Seite wie von der Produktion her eine enorme Herausforderung.

Ein Auto auf den Markt zu bringen, das preisgünstig, gut gestaltet und zeitgemäß ausgestattet ist, fordert den Beteiligten große Leistungen ab. Ingenieure, Designer und Vertriebsleute müssen mit knappsten Ressourcen ein marktfähiges Produkt entwickeln, das von den Käufern angenommen wird. So etwas kann nur von Entwicklern geleistet werden, die kreativ und effizient sind – echten Avantgardisten eben. Grund genug, sich auf dem deutschen Markt nach einem entsprechenden Angebot umzuschauen und zu sehen, was es bietet.

Kia etwa bietet mit dem hübsch und funktional gestalteten Picanto eines der preiswertesten Fahrzeuge auf dem deutschen Markt an. 8700 Euro für die überhaupt nicht ärmlich ausgestattete LX-Variante sind ein echtes Sonderangebot.

Der kleine Koreaner sieht aus wie ein kleiner Minivan. Vorne sorgen zwei große Klarglasleuchten sowie ein ausdrucksstarker Kühler mit in Wagenfarbe lackierten vertikalen Lamellen für einen absolut eigenständigen Auftritt. In der Seitenansicht steigt die Schulterlinie von der B- zur C-Säule steil an und gibt dem in dieser Klasse üblichen One-Box-Design eine dynamische Note. Große, ausdrucksstarke Rückleuchten und die nach unten abgerundete Heckscheibe geben der rückwärtigen Ansicht eine kraftvolle Anmutung.

Fünf Türen, eine umklappbare, 40 : 60 teilbare Rücksitzbank mit dreistufiger Lehnenverstellung, ein höhenverstellbares Lenkrad, Zentralverriegelung, Isofix-Kindersitzbefestigungen im Fond, ABS und vier Scheibenbremsen sind bereits in der LX genannten Basis-Ausstattung Serie.  Viele Ablagen sowie ein Ladevolumen von 127 bis 868 Liter geben dem Picanto einen hohen Nutzwert, Front- und Seitenarbags für Beifahrer und Fahrer bieten Sicherheit.

Innen gibt es ein wohnliches Passagierabteil. Sitzbezüge mit geschmackvollen Stoffen und in guter Qualität, straffe Sitze und das zum Fahrer hin gebogene Cockpit hinterlassen einen guten Eindruck. Kopfraum ist auch für großgewachsene Personen ausreichend vorhanden. Die Verarbeitung ist tadellos und die verwendeten Materialien entsprechen dem Klassenstandard – nur die Abdeckung des Armaturenbretts erreicht nicht ganz die Qualität des Wettbewerbs. Aber das sind Kleinigkeiten, denn die Ergonomie überzeugt. Die Hebel und Schalter sind griffgünstig platziert, die Instrumente klar abzulesen. Das serienmäßige Lederlenkrad liegt gut in der Hand und die Fünfgang-Schaltung lässt sich problemlos bedienen.

Kia Picanto
Klare und kräftige Formen im Heck

Angetrieben wird der Picanto von einem 1,1-l-Vierzylinder, der mit 48 kW/65 PS und 97 Nm naturgemäß keine Bäume ausreißt, zumal er ein Fahrzeuggewicht von 929 kg bewegen muss. In der Praxis wirkt er vor allem auf der Autobahn etwas angestrengt und bei hohen Drehzahlen brummig. In der Stadt kann man allerdings nicht klagen. Man schwimmt problemlos im Verkehr mit und durch die hohe Sitzposition sowie die leichte Bedienbarkeit ergibt sich sogar Fahrspaß. Das Fahrwerk ist nicht zu weich abgestimmt – in schneller gefahrenen Kurven wirkt der Picanto aber etwas steifbeinig. Insgesamt ist der kleine Koreaner jedoch problemlos beherrschbar.

Ein Kraftstoffkonsum von rund 5 l/100 km Normalbenzin (Werksangaben) belastet den Etat nicht übermäßig, aber wahrscheinlich wird das der dreizylindrige 1,1-l-Common-Rail Dieselmotor mit 72 PS, der Anfang 2005 kommt, noch ein wenig besser machen.

Man kann natürlich für den Picanto auch mehr als 8700 Euro ausgeben. In der gehobenen EX-Version bekommt man noch eine Klimaanlage, Aluräder, Nebelleuchten, elektrische Fensterheber und eine schöne zweifarbige Innenausstattung. Damit klettert der Preis auf mäßige 10 350 Euro: Nicht schlecht für ein Auto, das sich in punkto Aussehen, Qualitätsniveau, Ausstattung und Fahrverhalten nicht hinter seinen europäischen Konkurrenten verstecken muss.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Rainer Roßbach)

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