Prova Logo
 
Inhalt
Magazin
Neues aus der Industrie
Neue Bücher
Nissan PIVO3
Audi R8 LMS ultra
Mercedes 190 E Evo II
Ford GT90
Renault 5
Alpine A 106
BMW i3 Concept
Land Rover DC100 Sport
Cadillac Ciel
e-Opel
Citroën Tubik
smart fortwo electric drive
Lister Monzanapolis
Chevrolet Miray Concept
Hispano Suiza Xenia
Fahrberichte
Lancia Thema
Mercedes Benz B 200
Fiat Freemont
Lexus CT200h
Ford Galaxy Titanium
Kultur : Unterwegs
Art und Cars bei Mercedes
Porsche Sonderausstellung
Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Festival of Speed: Jubiläensammlung

17.07.2004

Rekordverdächtig
Ein Motor, drei Rekorde
Doppelpfeil

Goodwood hat sich inzwischen zur größten Veranstaltung im historischen Motorsport entwickelt. Nachdem man im letzten Jahr, zum zehnjährigen Jubiläum der Veranstaltung, alle Höhepunkt der Dekade zusammengebracht hatte, wurde dieses Jahr wieder "Business as usual" praktiziert. Das Ergebnis war allerdings kaum weniger interessant.

Der Schwerpunkt dieses Jahres lag auf "100 Jahre Rolls-Royce" und der Nachbar, der nur wenige Kilometer vom Schlosspark seine aktuellen Phantom-Limousinen baut, zeigte alles, was in seiner Geschichte zum besonderen Ruhm der Marke beigetragen hat. Zentraler Blickfang war eine Skulptur von Gerry Judah, die drei der berühmtesten, mit Rolls-Royce-Motoren ausgestatteten Weltrekordfahrzeuge eindrucksvoll präsentierte: Sir Malcolm Campbells Bluebird von 1935 aus der Daytona International Speedway Sammlung, 'Batchy' Atcherleys Supermarine S6/6A 'N248' Wasserflugzeug, mit dem die legendäre "Schneider Trophy" endgültig nach England geholt wurde, und eine perfekte Reproduktion von Cambells Bluebird K4 Boot.

Aus der Zusammenstellung wichtiger und schöner Modelle der Rolls-Royce-Autogeschichte stach natürlich der einzig wahre "Silver Ghost" hervor. Perfekt bis ins kleinste Detail zeigte der Wagen, warum RR zu dieser Zeit als das beste Auto der Welt galt.

Rolls-Royce Phantom II Henley Roadster By Brewster
Rolls-Royce Phantom II Henley Roadster By Brewster
Doppelpfeil

Wie in jedem Jahr gliederten sich die verschiedenen Fahrzeuggruppen nach Themen, für den das eine oder andere Jubiläum die Grundlage bildete. So wurden 100 Jahre Vanderbuilt-Cup, 60 Jahre SCCA und 40 Jahre Ford Mustang in der Klasse "American Road Racing" gefeiert, 25 Jahre Paris-Dakkar brachte die Wüste in den Park und 75 Jahre Monaco GP vereinte John Surtees wieder mit den Ferrari 158, mit dem er 1964 den Weltmeistertitel errang.

Eine Sonderaustellung zeigte wieder ganz besondere Schätze, einer davon, eine Mischung aus Jensen, E-Type und Ferrari, war der Intermeccanica Apollo GT, der italienische und englische Stilelemente mit amerikanischer Antriebstechik mischt. Von diesem Fahrzeug mit Buick-Komponenten wurden zwischen 1961 und 1965 90 Coupés und 11 Cabriolets von International Motor Cars in San Francisco gebaut. Intermeccanica hatte das Fahrzeug in deren Auftrag entwickelt, der Entwurf stammt von Franco Scaglione nach Zeichnungen von Ron Plescia.

Damit Cunningham mit seinen Rennwagen für internationale Großveranstaltungen wie Le Mans zugelassen werden konnte, musste er sich als Automobilhersteller beweisen. Das tat er 1953 mit dem Cunningham C3 Continental, zu seiner Zeit das teuerste amerikanischen Serienauto. Entsprechend klein war auch die Serie, nur 27 dieser Autos mit Vignale-Karrossiere und Chrysler-Technik wurden gebaut. Eines davon war einer der Höhepunkte der Ausstellung.

Ein weiterer Vertreter der US-Exoten war die Straßenversion des Dodge Chargers, jenes Coupés, das mit einem aerodynamischen Vorbau an der Front und einem riesigen Flügel auf dem Kofferraumdeckel zur Basis eines Seriensieger in der NASCAR-Serie gemacht wurde.

Keine Berührungsängste
In Goodwood hat man keine Berührungsängste, auch Hot Rods sind willkommen
Doppelpfeil

Mercedes-Benz ist traditionell stark vertreten. In diesem Jahr brachte man zwei W196, davon einen mit Stromlinien-Karrosserie und einen W154, den der auch sonst an diesem Wochenende viel beschäftigte John Surtees mit offensichtlichem Spaß den Hügel hinauf trieb. In einer eigenen Ausstellung präsentierte man die Pläne für die Gestaltung des historischen Brooklands-Geländes, auf dem ein Fahrsicherheitszentrum und ein Museum entstehen sollen. Um die englischen Gemüter zu beruhigen, wurde sehr stark auf die Verbundenheit von Mercedes-Benz mit der historischen Rennstrecke verwiesen. Schon am Tage ihrer Eröffnung konnte ein Benz-Rennwagen dort den ersten Sieg einfahren.

Porsche hatte neben dem Siegerwagen der Targa Florio 1969 , einem 908/2, und einem 908/3 die ganze Palette der Paris-Dakar-911 und -959 nach Goodwood gebracht. Ergänzt wurde diese Sammlung durch einen wunderschönen 917K in der Spezifikation von 1970 und Gulf-Lackierung und den berühmten 1970er 917LH mit psychedelischer Bemalung.

BMW brachte natürlich das 328 Mille Miglia Coupé und einen perfekt restaurieren 2002 in Rallye-Spezifikation. Der Wagen, ursprünglich von Rauno Altonen gefahren, ist das Schwesterfahrzeug des Autos, mit denen Achim Warmbold und Jean Todt die kurze Rallye-Geschichte von BMW 1972 mit einem Sieg in einem Weltmeisterschaftslauf krönten, und dem BMW 3.0 CSL von Dieter Quester. Bei den Motorrädern stand Paris-Dakar im Mittelpunkt. Überhaupt bildete das Wüstenrennen, das dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feierte, einen Schwerpunkt dieser Veranstaltung. Auch Peugeot hatte eines seiner Siegerfahrzeuge dabei und einige LKWs mit Wüstenerfahrung versuchten sich an der Bergrennstrecke.

Willment Cobra Coupé 1964
Willment Cobra Coupé 1964
Doppelpfeil

Japan war vertreten durch Hondas ersten Formel 1, durch den Shelby Toyota 2000GT, der 1968 in der SCCA-Serie den 2. und 3. Platz im Gesamtklassement belegte und durch den Kojima K007, mit dem Masahiro Hasemi bei seinem einzigen Ensatz im Japan-Grand-Prix von 1976 die schnellste Runde des Rennens drehte.

Goodwood ist das Spielfeld für Exoten. Es gibt kaum einen anderen Platz im historischen Motorsport, wo so viele außergewöhnliche und exzentrische Fahrzeuge zu sehen sind. Typische Vertreter dieser Kategorie waren der Maybach I aus Australien und der "Old Yellar" aus den USA. Der Maybach entstand aus einem alten Flugzeugtank und einem Maybach-Panzermotor. In dieser Kombination ergab das ein Rennfahrzeug, daß in Australien und Neuseeland 1950 Erfolge gegen professionelle Produkte der europäischen Autoindustrie herausfahren konnte. Bilder von "Old Yellar" findet man in fast jedem Buch über Sportwagenrennen in den USA. Max Balchowsky hatte den Wagen im Patchworkdesign aus vielen verschiedenen Einzelkomponenten zusammengebraten und mit nur $1482,76 ein wettbewerbsfähiges Fahrzeug gebaut, daß in den Händen von Dan Gurney. Caroll Shelby oder Bob Bondurant immer für vordere Plätze gut war. "Old Yellar" ist ein Musterbeispiel für die Maxime "Form follows Function". Optisch nicht sehr beeindruckend, hatte sein Konstrukteur in einer Zeit, wo die Autos noch nicht als Werbeträger herhalten und daher mit perfektem Finish antreten mussten, keine besondere Mühe auf die Blech- und Lackqualität gelegt. Das dieses Fahrzeug in den USA nicht überrestauriert wurde, sondern genauso antrat, wie es in den Fünfzigern gebaut wurde, ist ungewöhnlich.

Bentley Speed-Six Two-seater Rolls-Royce Silver Ghost Rolls-Royce Phantom II Continental Salon
Bentley Speed-Six Two-seater, Karosserie Baker, London
Doppelpfeil
Der originale Rolls-Royce Silver Ghost
Doppelpfeil
Rolls-Royce Phantom II Continental Salon By A. Mulliner
Doppelpfeil
 
Porsche 917 LH 1970 Porsche 908/3 TargaFlorio 1970 Porsche 962
Porsche 917 LH 1970
Doppelpfeil
Porsche 908/3 TargaFlorio 1970
Doppelpfeil
Porsche 962
Doppelpfeil
 
Mercedes-Benz W154, John Surtees Mercedes-Benz W196 Monoposto Mercedes-Benz W196 Stromlinie
Ein arbeitsreiches Wochenende für John Surtees, hier im Mercedes-Benz W154
Doppelpfeil
Mercedes-Benz plünderte das Museum : W196 ...
Doppelpfeil
... und W196 Stromlinie
Doppelpfeil
 
Porsche 917 LH 1970 Porsche 908/3 TargaFlorio 1970 Maybach I, Australien 1950
Spiel,Satz und Sieg
Doppelpfeil
Porsche 908/3 TargaFlorio 1970
Doppelpfeil
Maybach I, Australien 1950
Doppelpfeil
 
Cunningham C3 Plymouth Superbird Intermeccanica Apollo GT
Cunningham C3 Continental Vignale
Doppelpfeil
Plymouth Superbird Strassenversion
Doppelpfeil
Intermeccanica Apollo GT
Doppelpfeil
 
Connaught B-Type Abarth Spyder Corsa 1955 Marina Rolls-Royce 1962
Connaught B-Type 1955
Doppelpfeil
Abarth Spyder Corsa 1955
Doppelpfeil
Marina Rolls-Royce 1962
Doppelpfeil
 
Kojima K007 Old Yellar II American Way of Racing, Kurtis-Kraft Offenhauser
Lockte Fans aus Japan an: Kojima K007
Doppelpfeil
Zusammengebraten, aber erfolgreich: Old Yellar II
Doppelpfeil
American Way of Racing, Kurtis-Kraft Offenhauser
Doppelpfeil
 
Peugeot Type 5 Paris-Rouen Renault Paris-Wien 1902 Spyker 60
Altes Eisen: Peugeot Type 5 Paris-Rouen
Doppelpfeil
Renault Paris-Wien 1902
Doppelpfeil
Spyker 60
Doppelpfeil
 
BMW Gespanne Mit Passagier den Hügel rauf Fiat Turbina
BMW Gespanne
Doppelpfeil
Mit Passagier den Hügel rauf: Windle 1000
Doppelpfeil
Leider nur statisch: Fiat Turbina
Doppelpfeil
 
Range Rover Feuerwehr Ford Model A Hot Rod Ford Model A Hot Rod
Heisse Eisen: Feuerwehr und ...
Doppelpfeil
...Ford Model A Hot Rods ...
Doppelpfeil
... die schrillen Verwandten der Oldtimer
Doppelpfeil
 

(Text: Dieter Roßbach )
(Bild: Dieter Roßbach )

Verwandte Themen:

Pfeil  Festival of Speed: Mercedes zum Hundersten - 2001

Pfeil  Festival of Speed: Rückblick über 10 erfolgreiche Jahre - 2003

Zurück zur Startseite

Prova Gesamtarchiv
Archivsuche
ausführen Hilfe
Termine
Impressum / Kontakt
 Anzeigen
Anzeige Porsche 804-Buch
Anzeige Porsche 908-Buch
Anzeige Porsche 917-Buch
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de