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Aktualisiert am 31.12.2011
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Renault Fluence: Alles fließt

10.08.2004

Renault Fluence
Der Fluence ist aus flächigen, fließenden Elementen zusammengesetzt. Akzente setzen die ausgeprägten Lufteinlässe.

Der "Fluence" ist die Vision eines viersitzigen Renault-Oberklasse-Coupés der Zukunft. Wie beim Roadster "Wind" nimmt das Renault-Design Abschied von der kantigen, scharfen Grafik, wie sie mit Megane, Vel Satis und Espace Eingang in die Serie gefunden hat. Die beiden Studien bevorzugen einen mehr flächigen, fließenden Stil, der im Vorderwagen dem zentral positionierten Marken-Rhombus den höchsten Aufmerksamskeitsgrad zuweist. Das gelingt, indem die weite Fläche der Motorhaube nur sparsam akzentuiert wird. Formale Spannung entsteht durch die großen schlitzförmigen Leuchten, die formal nach unten durch große Lufteinlässe ergänzt werden. Diese Elemente stützen sich dann auf dem horizontal geteilten Lufteinlaß ab, der sich quer über die Front zieht.

Auch in der Seitenansicht dominiert ästhetische Reduktion: Eine scharfe Schulterlinie steigt zum vorderen Kotflügel auf, fällt nach unten ab und schwingt sich über den hinteren Radlauf. Damit korrespondiert eine Sicke, die aus der Schwellerlinie vom Vorderrad zum hinteren Radlauf aufsteigt. Insgesamt formen diese beiden Linien eine profilierte Fläche, die einem Tragflächenprofil ähnelt. Eine ähnliche Form findet sich in den seitlichen Scheiben wieder.

Renault Fluence
Die Karosserielinien schwingen flüssig und weich zum Heck - das großzügig verglaste Dach sorgt für Helligkeit und Transparenz

Zwei weitere Linien verlaufen von der Motorhaube über das Dach und begrenzen die V-förmige Heckscheibe. Zwei längs über das Dach verlaufende Glaseinsätze integrieren die Heckscheibe in die Gestaltung des Dachs und verleihen ihm gleichzeitig Transparenz. Die Dachlinie schwingt in einer sanften Linie zum Heck.

Das steil abfallende Heck mit seinem höher bauenden und grafisch mit einem dunklen Streifen betonten Mittelteil, der sich auf die zwei zentral platzierten Auspuffendrohre abstützt, ist der Kontrapunkt zur flächigen, fließenden Front. Von einer ovalen Fläche ausgehend strukturieren die schmalen, lang auf die Karosserie-Ecken gezogenen Heckleuchten die Horizontale.

Durch die großen Glasflächen wirkt das Interieur, ausgeführt im Farbton Margaux-Rot, besonders hell. Die mit bedrucktem Leder bezogenen Sitze sind auf einer Schiene montiert. Beim Öffnen der Türen fahren die Seitenpartien von Sitzfläche und Rückenlehne aus, was ein besonders bequemes Einsteigen gestattet. Über das gleiche System lässt sich der Seitenhalt der Sitze anschließend optimal justieren. Die Armlehnen in den Türen sind gleichfalls auf Schienen angebracht und passen sich der Einstellung der Sitze an.

Renault Fluence
Das hochbauende Mittelteil des Hecks gibt dem Fluence ein wenig Rennsportdramatik

Die in Rot und Beige gehaltene Armaturentafel hat die Form eines zusammengerollten, in der Mitte gefalteten Blattes. Dieses Design setzt sich in der Mittelkonsole weiter fort. Die Bedienelemente folgen dem Konzept des "Touch Design". Die wichtigsten Fahrzeugfunktionen kann der Fahrer per Joystick auswählen und auf einem ausfahrbaren Display oben an der Armaturentafel ablesen. Die Digital- und Analoganzeige der Instrumente ist schwarz und Margaux-Rot hinterlegt.

Hinten bietet eine breite Rückbank Komfort und Seitenhalt. Kleine ins Dach integrierte Leselampen lassen sich über eine dezente Lederzunge aus dem Dach herausziehen und beliebig ausrichten. Der ebenfalls mit rotem Leder ausgekleidete Kofferraum fasst 396 Liter und kann über eine Heckklappe erreicht werden, die durch einen mittig platzierten Gelenkarm über das Fahrzeugdach gleitet. Dadurch kann der Kofferraum auch von den Seiten her bequem be- und entladen werden.

Das Frontantriebs-Coupé wiegt 1500 kg. Ein quer eingebauter 3.5l-V6-Benziner, der 206 kW/280 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 365 Nm mobilisiert, sorgt zusammen mit einem sportlich-komfortabel abgestimmten Fahrwerk für ein spritzig-agiles Fahrverhalten. Der Sechsgang-Automat mit Impulsschaltung ist für eine Beschleunigung von 6,5 Sekunden auf 100 km/h gut.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Renault)

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