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VW-Camperstudien: Günstig weg
29.07.2004
Zwei Studien von Volkswagen Nutzfahrzeuge auf dem Caravan Salon in Düsseldorf (28. August bis 5. September) stellen dem Publikum die Frage, wie viel oder wenig Komfort für einen Camper notwendig ist. Man erinnert sich: Die legendären T2-Campmobile mit Ausstelldach von Westfalia waren in den 70er Jahren ein großer Erfolg, obwohl sie nur mit dem Notwendigsten ausgestattet waren. Mittlerweile ist der VW California, was Preis und Ausstattung angeht, in exklusive Dimensionen aufgestiegen. Zeit also für VW, innezuhalten und sich wieder auf die Wurzeln zu besinnen. Denn es fing mit dem Transporter ganz einfach an: der erste Camper aus dem Jahr 1951 hatte eine herausnehmbare Campingbox und eine Rückbank, die sich zur Liegefläche wandeln ließ. Auf diese funktionale Form bezieht sich die Studie. Mit einem modularen System lässt sich der VW Transporter Kombi den jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Als Liegefläche dient eine umklappbare Zweierbank. Zusammen mit den drehbaren Vordersitzen und einem Tisch bildet sie die Sitzgruppe. Schienen an der Seitenwand bieten die Möglichkeit, Staufächer einzuhängen oder einen Schrank zu befestigen. Der Einstiegscamper soll das Freizeitprogramm von Volkswagen Nutzfahrzeuge, bestehend aus Multivan und California, nach unten abrunden. Obwohl er, da er auf dem Transporter aufbaut, optisch einfacher aussieht, unterscheidet er sich technisch jedoch nicht. Alle vier TDI-Motoren von 63 kW (84 PS) bis 128 kW (174 PS) auch mit Automatik oder Allradantrieb könnten im Falle einer Serienfertigung geordert werden.
Das Caddy-Konzept geht noch einen Schritt weiter. Reichen die 3,2 Kubikmeter Laderaum eines Caddy? Eine Antwort auf diese Frage soll die Studie liefern, die in Zusammenarbeit mit dem Ausbauspezialisten Sortimo entstanden ist. Der Clou des Ausbaus ist ein ausziehbarer Ladeboden, der nach dem Öffnen der Heckklappe die Laderaumlänge vergrößert und damit eine Liegefläche schafft. Über dem Ladeboden spannt sich ein Zelt, das von der geöffneten Heckklappe überdacht ist. Zur Verdunkelung des Fahrzeugs kommen rundum Vorhänge zum Einsatz. Die Rückbank des Caddy wird nicht in das Bett einbezogen. Aber auch für den alltäglichen Gebrauch bietet der ausziehbare Boden Vorteile: Der Kofferraum des Caddy kann so einfacher beladen werden. Mit entsprechenden Halterungen lässt sich zum Beispiel eine Kühlbox oder auch ein Mountainbike befestigen und in den Innenraum schieben. Der Ausbau, für den ein Preis von etwa 1500 Euro genannt wird, passt in den Caddy Kombi sowie in die Pkw-Version Life und ist nachrüstbar. Vier Motoren stehen zur Wahl: ein 1,4-Liter-Benzin-Motor mit 55 kW (75 PS), ein weiterer Benzinmotor mit 1,6 Liter und 75 kW (102 PS) sowie ein Direkteinspritzer-Pumpe-Düse-Saugdieselmotor (SDI) mit 2,0 Liter Hubraum und 51 kW (70 PS) und ein Pumpe-Düse-TDI mit 1,9 Liter und 77 kW (105 PS).
(Text: Rainer Roßbach ) |
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