32. AVD-Oldtimer-Grand-Prix: Heiße Tage im August
11.08.2004
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| "Gentlemen, start your Engines"- Die Formel 1-Boliden der "Classic Grand Prix Masters" formieren sich in der Ausfahrt der Boxengasse |
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Volle Starterfelder, spektakulärer Rennsport, außergewöhnliche Rennfahrzeuge und mehr als 600 Teilnehmer machten den 32. Oldtimer-Grand Prix zu einem lebendigen und aufregenden Museum des Motorsports. Auch das Wetter spielte mit angenehme 26 Grad und viel Sonne ließen die Zuschauer strömen. Unter der Obhut des AvD hat sich die Veranstaltung zu einem der bedeutendsten Ereignisse im europäischen Kalender entwickelt. Das liegt nicht zuletzt an der mittlerweile konsequenten Ausrichtung auf "richtigen" Rennsport, die für eine hohe Qualität sorgt.
Spektakuläre Serien wie die "Classic Grand Prix Masters" und der "Orwell SuperSports Cup" bieten reichlich Spannung und der traditionelle "AvD Historic Marathon 400" ist einfach außergewöhnlich. Wer sich am Freitag die Mühe machte, zur Startaufstellung an die Antoniusbuche zu fahren, sah nicht weniger als 115 Teilnehmer, die die Nordschleife unter die Räder nehmen wollten. 20 Runden auf dem langen Kurs sind schon für moderne Autos eine harte Prüfung, für die 40 Jahre alte Technik von Porsche 904/6, Ford GT 40 oder AC Cobra ist es eine besonders harte Herausforderung. Und die Piloten schenkten sich nichts auf der Piste wurde mit Ehrgeiz um jede Position gekämpft. Hinter dem Sieger, Klaus Dieter Frers auf Porsche 904/6, kamen noch weitere 78 Fahrzeuge in die Wertung. Frers erzielte einen Schnitt von 134,21 km/h pro Runde und lieferte damit eine beachtliche fahrerische Leistung ab, die zeigt, dass der "Marathon" eine echte Leistungsprüfung ist.
Lupenreinen Sport gab es auch bei den "Classic Grand Prix Masters". Joaquin Folch-Rusinol auf McLaren M26-Ford, Peter Wuensch auf Brabham BT 37-Ford und Mike Wrigley auf McLaren M26-Ford 1976 lieferten sich ein hartes Rennen. Nach der Aufgabe von Wuensch konnte Folch-Rusinol seinen Sieg ungefährdet nach Hause fahren. Bei der Siegerehrung sorgte der Spanier für Heiterkeit, als er im Michael Schumacher-Stil hochsprang und die Faust ballte. Anschließend gab es die obligate Sekt-Dusche mit Henkell Trocken.
Mittlerweile ist es Tradition, dass der Wettbewerb der historischen Grand-Prix-Wagen bis 1960 hervorragend besetzt ist. 38 Monoposti vom Schlage eines Ferrari 156, ERA AJM1 und R12 B, Connaught B4, diverser Cooper und Lotus sowie des letzten Aston Martin Monoposto DBR 4 feierten das fünfzigste Jubiläum des Maserati 250 F auf angemessene Weise mit Vollgas.
Zurückhaltung beim Gasgeben konnte man auch den Sportwagen-Piloten im Kampf um den Orwell SuperSports Cup nicht nachsagen. Wido Roessler auf McLaren M6B und Peter Schleifer auf Lola T 222 kämpften auf Tuchfühlung um die Spitze. Der Einsatz zahlte sich für beide aus jeder konnte einen Lauf gewinnen. Außerdem waren einige interessante Raritäten auf der Strecke: ein Porsche 907 aus dem Jahr 1968, der Targa Florio-Porsche 908/3 von Elford/Herrmann in Originalbemalung, ein Sauber C-5-BMW von 1976 und ein seltener TOJ SC206-BMW aus dem gleichen Jahr.
Bei den verschiedenen Tourenwagen und GT-Wettbewerben zeigte sich ein ähnliches Bild: Saab 96 Sport, Abarth Simca, Iso Rivolta 300, Renault Alpine A 108 und AC Cobra Daytona Coupé bereicherten die Armada der Porsche, BMW und Jaguar beim Kampf um die Trophäen. Diese Fahrzeuge ließen sich in dann in den Rennpausen bei einem Spaziergang durch das Fahrerlager ganz entspannt betrachten.
Wem dass nicht reichte, hatte bei den Markenclubs und auf den Parkplätzen noch mehr Gelegenheit, sich an altem und exotischem Blech zu freuen. Ferrari, Porsche, BMW Z1, DeLorean, TVR, Opel Calibra und viele mehr zeigten die bunte Vielfalt der deutschen Oldtimerszene.
Der AvD hat den 32. Oldtimer-Grand-Prix mit einer excellenten Logistik, zurückhaltenden Kontrollen und familienfreundlichen Preise zu einem heiteren und entspannten Fest gemacht. Bedauerlich, dass von den heimischen Herstellern nur Porsche vertreten war. Wo waren eigentlich BMW, Audi und Mercedes? Für Goodwood oder die Mille Miglia wird das halbe Museum ausgeräumt, in Deutschland sind 300 SL Protototyp, 300 SLR oder W 196 so gut wie nie zu sehen. Porsche besitzt historische Formel 1 und Prototypen, BMW wunderschöne Formel 2 aus den Sechzigern und AUDI hat mit großem Aufwand Wanderer- und Auto-Union-Rennwagen restauriert: Für diese Ikonen gibt es im August in Deutschland keinen besseren Platz als den Nürburgring.
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115 Starter finden sich an der Antoniusbuche beim Start zum Historic Marathon 400 ein. Im 1964er Porsche 904/6 der spätere Sieger, Klaus-Dieter Frers
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Die Vorjahressieger, Chris Chiles aus England und Pedro Passyutu aus Spanien, starten wieder mit dem 65er Ford GT 40
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Konzentriert und gut gelaunt: Dr. Michael Hinderer bestreitet die 20 Runden auf der Nordschleife mit der AC Cobra aus dem Jahr 1964
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Der 65er Ford Anglia Super ist auf dem Kontinent eher selten zu sehen
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Lotus, Mustang, TVR und Triumph liefern sich Eingangs des Brünnchen harte Duelle
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Austin Healey, Alfa GTA und Jaguar E schenken sich nichts
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Entspannte Stimmung im alten Fahrerlager
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Ein HMW-Jaguar aus dem Jahr 1953
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Der Maserati 4 CL von 1946 wird von einem 1,5-Liter-Motor angetrieben
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Der McLaren M14-Ford aus dem Jahr 1970 gewann zwar nie einen Grand-Prix, macht aber stets eine gute Figur
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Mit dem Brabham BT 37 kann Peter Wuensch lange die Pace des späteren Siegers Joaquin Folch-Rusinol auf McLaren M23-Ford mitgehen
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Zu seiner aktiven Zeit, in der Saison 1972, war der March 721X die sprichwörtliche "Gurke". Joos Tollenaar schlägt sich mit dem schönen Monoposto bei der "Classic Grand Prix Masters" wacker im Mittelfeld
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Der Cooper T 86C-Alfa Romeo, 1968 gefahren von Lucien Bianchi, war der letzte Grand-Prix-Wagen der englischen Traditionsfirma
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Tyrell-Ford 007 (1974) im Kampf mit einem Lotus-Ford 72 aus dem Jahr 1971
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Der junge Tony Brise startete 1975 auf demHill GH2-Ford. Auf dem Nürburgring bewegt der Schweizer Klaus Fiedler den rot-weißen Monoposto
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Jens Rauschen hat offensichtlich Spass mit seinem Lotus MK 22-Ford-Formel Junior
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Das Teilnehmerfeld der Formel Junior zeigt exemplarisch den Übergang vom Front- zum Mittelmotor-Konzept
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Die Formel Junior kannte viele Fabrikate: Hier wird an einem Swebe-Cooper Mk II von 1957 gearbeitet
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Fiat 128 Coupé SL von Trivellato
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Optisch perfekt: Die Alfa Giulietta der Scuderia del Portello
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Basislager der Alpinisten: Die Besatzung der A 110 wartet auf ihren Einsatz
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Dr. Thomas Bscher auf dem Alfa Romeo Tipo B aus dem Jahr 1934 (vorne) dominiert das Rennen der historischen Rennsportwagen bis 1940 nach Belieben
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Der gewaltige Lagonda Le Mans von 1939 wird von 12 Zylindern, die sich auf 4,5 Liter Hubraum verteilen, angetrieben
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Rennsport pur: Josef Rettenmeier schenkt seinem 70 Jahre alten Maserati 6C nichts
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Corrado Cupellini geht mit seinem 1957er Ferrari 156 ebenfalls ein hohes Tempo
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Den Defekt an seinem Gordini T16 nimmt Marc Valvekens aus Belgien locker
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Juan Manuel Fangios Weltmeisterauto des Jahres 1957: Maserati 250F
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Guy Francois und Begleitung bei der Entwicklung der Renn-Strategie
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Ein Marcos 1800 GT aus der Werkstatt des legendären britischen Aerodynamikers Frank Costin
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Der Iso Rivolta 300 mit der Nummer 883 ist ein besonders bunter Vogel unter den Exoten
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Die spektakulären SuperSports verlassen die Box und fahren zur Startaufstellung
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Der 8,3-Liter Lola T222-Chevrolet von Peter Schleifer gewinnt den zweiten Lauf des "Orwell SuperSports Cup"
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Obwohl "nur" mit einem 6-Liter-Chevy-Motor bestückt, gewinnt Wido Roesslers McLaren M6B den ersten Lauf und wird Zweiter im Zweiten
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Seltenes Exemplar: Der Porsche 907 reiste aus Schweden an
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Ross Maxwell auf Chevron B19-Ford gibt dem ehemaligen Porsche-Chefdesigner Harm Lagaay auf Elfin ME5-Chevrolet ein Handzeichen zum Überholen
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Der Sauber C5-BMW von Christoph Burckhardt geht bei Start und Ziel am Porsche 908/3 von Klaus Flettner vorbei
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Der skurrile Zakspeed Lotus Europa Turbo stammt aus dem Jahr 1971
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Beim Start zum FIA-Cup für historische GT bis 1965 setzt sich Bill Shepherd auf AC Shelby Cobra MK II beim Start sofort ab und gewinnt überlegen
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Eine Rennsportlegende der Maserati Tipo 61 "Birdcage"
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Der BMW 3.0 CSL dominierte Mitte der siebziger Jahre den europäischen Tourenwagen-Sport
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Ein Porsche 914/6 aus dem Jahr 1969 auf dem Weg aus der Boxengasse
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Dr. Armin Zumtobel fährt mit dem Porsche Carrera 6 ein beherztes Rennen und wird bei den Tourenwagen und GT bis 1976 Zweiter
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Der Däne Henrik Lindberg ist mit einem sauber vorbereiteten De Tomaso Pantera am Start
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Mittlerweile selten geworden: Der Audi "Urquattro"
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Stilvoll präsentiert sich der AvD mit einem Ford 17M Turnier"-Straßenwacht-Fahrzeug
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(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Rainer Roßbach )

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