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Aktualisiert am 09.09.2010
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Connaught Type-D: Landadel

22.09.2004

Connaught Type-D
Die Karosserie des Connaught Type-D ist von konservativem Zuschnitt

Immer wieder wird in England der Versuch gemacht, Traditionsnamen aus der Automobilhistorie neu zu beleben. Vor zwei Jahren erschien Invicta mit einem V8-Coupé erneut am Markt - nun versuchen es zwei ehemalige Jaguar-Mitarbeiter mit der nur noch eingefleischten Enthusiasten bekannten Formel 1-Marke Connaught.

Connaught-Monoposti, bestückt mit Lea-Francis- und Alta-Maschinen, nahmen von 1952 bis 1959 mit bescheidenem Erfolg an der Fahrer-Weltmeisterschaft teil. Im Gegensatz dazu soll die neu belebte Marke, nach dem Willen von Tim Bishop und Tony Martindale, mit dem Connaught Type-D eine Spitzenposition besetzen.

Als Antriebsaggregat für den projektierten Hybrid-Sportwagen ist ein V10-Leichtmetall-Motor mit einem Hubraum von nur 2,2 Litern vorgesehen, der in Verbindung mit einem Elektromotor 162 PS leisten soll. Das maximale Drehmoment beträgt 195 Nm. Ansonsten ist das Layout klassisch: Frontmotor, Fünfganggetriebe und Heckantrieb entsprechen der überlieferten Gran-Tourismo-Konfiguration. So ausgerüstet soll der 2+2-Sitzer eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h erreichen und den Spurt von Null auf 100 km/h in 6,2 Sekunden absolvieren.

Der Elektroantrieb, der von einem 48-Volt-Bordnetz versorgt wird, bietet drei Fahrprogramme an. Der Sportmodus beansprucht die Batterie ohne Rücksicht auf den Ladezustand. Der Normalmodus gibt sich verbindlicher: Hier steuert die Bordelektronik die Leistungsabgabe so, dass die Batterie in einem ausreichenden Maß geladen bleibt. Der Eco-Modus begrenzt die Leistungsabgabe soweit, dass die Batterie immer genügend Leistung hat.

Connaught Type-D
Ein glatter Unterboden und der Heckdiffusor, der gleichzeitig als Stoßfänger und Auspuff dient, sorgen für strömungstechnische Effizienz

Anvisiert werden ein Verbrauch von 5,6 Liter auf 100 Kilometern sowie die Einhaltung der Euro-4- sowie der US-ULEV-Vorschriften.

Optisch ist der Type-D britisch-konservativ, jedoch ohne die gediegene Ausstrahlung eines Aston Martin oder Bentley zu erreichen. Wichtiger ist den Konstrukteuren die aerodynamische Effizienz. So ist ein glattflächiger Unterboden selbstverständlich und der Heckdiffusor übernimmt die Aufgaben von Auspuff und Stoßfänger mit.

Eigene Produktionskapazitäten wollen Bishop und Martindale nicht aufbauen. Connaught versteht sich als virtuelle Autofabrik, in der die Mitarbeiter nur für Konstruktion und Managementaufgaben eingesetzt werden. Karosserie, Antriebstechnik und Innenraum-Ausbau entstehen bei externen Dienstleistern, die unter den Gesichtspunkten Qualität und Know How ausgesucht werden. So wird die ultraleichte Außenhaut, die sich auf einen 750 kg leichten Gitterrohrrahmen stützen soll, bei EPM Technology, einem im Rennwagenbau engagierten Unternehmen, entstehen.

Mit Preisen ab 51500 Euro soll der Connaught Type-D von Mai 2006 an angeboten werden. Die Stückzahl wird von zunächst 50 Exemplaren auf 2000 gesteigert, als weitere Variante ist ein Cabrio mit Klappdach geplant.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Connaught )

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